• Tag 16

    May 16–23 in Italy ⋅ ☁️ 14 °C

    Gott sei Dank: Die Nacht war ruhig und Bernhards Magen hat die skeptische Garnele ohne Probleme weggesteckt! Nach einem morgendlichen Regenguss an dem wir uns nicht gestört haben, starteten wir gemütlich mit einem Kaffee im Bett, bevor wir uns an unser heutiges Großprojekt wagten: Einmal quer durch das Land auf die andere Seite zu den berühmten türkischen Salztreppen. Insgesamt 300 Kilometer lagen vor uns.
    Mittendrin - Gemini führte uns noch zu zwei Sehenswürdigkeiten , ohne jede Vorwarnung oder Absperrung wurden wir plötzlich ständig von getunten Rennwagen überholt, die anscheinend mitten im normalen Verkehr ein Rennen austrugen – sehr gewöhnungsbedürftig, wie sie alle überholten, vor Kurven und mit ordentlich Speed.
    Unsere Route führte uns über *Polizzi Generosa*, *Castellana Sicula* und schließlich nach *Caltavuturo*.
    In Caltavuturo parkten wir unser Auto etwas außerhalb und suchten im Dorf nach einer Toilette und einem Kaffee. Wir betraten eine Bar, die von außen völlig unscheinbar wirkte und haben nicht schlecht gestaunt: Drinnen erwartete uns eine super moderne Bar voller süßer Köstlichkeiten, Torten, Snacks und Eis. Wir haben leckere Kekse genascht und Bernhard hat sich eine süße „Mango“-Spezialität gegönnt. Ein absoluter leckerer Glücksgriff! Schau dir die Fotos an.

    Die Weiterfahrt durch die Berge war landschaftlich beeindruckend. Felsformationen in allen Formen schoben sich vor- und hintereinander auf – mal kahl, mal dicht bewaldet. Überall in der Fläche entdeckten wir verfallene, unbewohnte Häuschen, die als stumme Zeitzeugen vom früheren Leben in den Bergen erzählten. Die Natur explodierte förmlich in Farben: Gelber Ginster, uralte Olivenhaine und leuchtend rote Kleefelder. Ein Olivenfeld war ringsum die Bäume mit diesem roten Klee eingerahmt, ein traumhaft schöner Anblick!

    Gegen 15 Uhr erreichten wir über *Agrigent*, *Porto Empedocle* und *Realmonte* schließlich das Ziel: die **Scala dei Turchi** bei *Lido Marinella*. Der Anblick der strahlend weißen Felsen vor dem tiefblauen Himmel war schlichtweg umwerfend.
    Das Wort „Scala“ bedeutet Treppe, und das ist hier wörtlich zu nehmen. Die Natur hat diese stufenförmige Pracht über Jahrtausende geformt: Wind und salziges Meerwasser haben den relativ weichen, kalkhaltigen Mergelstein Schicht für Schicht abgetragen, sodass diese perfekt begehbaren (nicht erlaubt) „Stufen“ entstanden sind. Das „türkisch“ im Namen verdanken die Klippen der Geschichte: Arabische Piraten (im Volksmund damals alle „Türken“ genannt) nutzten die windgeschützten, treppenartigen Felsen im Mittelalter als ideale Anlegestelle, um die umliegenden Dörfer zu überfallen.
    Kurze Erklärung aus dem Netz.
    Heute war es dort allerdings extrem windig, es hat alles extrem durchgepustet.

    Über *Caltanissetta* ging es schließlich zurück zu unserer Unterkunft, wo wir gegen 20 Uhr müde, aber zufrieden ankamen. Zum Abendessen gab es einen leckeren Salat und frische Nudeln mit Zucchini.
    Morgen wartet schon das nächste große Highlight auf uns: Es geht zum Ätna! 🌋🇮🇹✨
    Nachdem die Fahrt zum Stromboli leider ausfällt, wegen Wind und Wellen, hoffen wir, dass es am Dienstag klappt, Mittwoch geht’s schon mit dem Schiff aus Palermo zurück.
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