• Marina im Schlaraffenland

    September 26, 2025 in Portugal ⋅ ☀️ 17 °C

    Der Kreis hat sich in Porto wieder geschlossen. Nach der gemütlichen Zugfahrt von Caminha, gerade mal anderthalb Stunden, war ich zurück. Und habe mir dort ein Leben wie ein König gegönnt. Mittagessen mit Blick über Stadt und Fluss, ein grosser Fisch auf dem Teller. Da ich Porto schon kenne, gab es null Stress, einfach treiben lassen.

    Und dann das Beste zum Schluss das Hotel. Ehrlich gesagt war ich zuerst misstrauisch, so günstig, das klang fast zu schön, um wahr zu sein. Ich dachte schon, ich lande irgendwo in einer Bruchbude ohne Fenster. Aber nein, brandneu eröffnet, erst eine Woche alt, deshalb noch ohne grosse Bewertungen. Und es war wirklich ein Volltreffer. Alles nagelneu, mit Liebe gemacht, dazu ein Empfang, bei dem man sich fast wie ein VIP fühlt. Sie haben sich alle so ins Zeug gelegt.

    Der Jakobsweg selbst war eine grossartige Erfahrung. Klar, offiziell endet er in Santiago, doch für mich war aus Zeitgründen in Caminha Schluss. Und trotzdem fühlte es sich wie ein Ziel an, ein Wegstück, das sich geschlossen hat. Irgendwann werde ich weitergehen, die offenen Kilometer einlösen, den Faden wieder aufnehmen. Bis dahin bleibt dieser Abschnitt für mich ein kleiner Schatz: Meer, Holzstege, Begegnungen, etwas Leiden, Stille, Freude, Up und Downs. Und vielleicht ist das ja gerade das Schöne am Camino, dass er nie wirklich endet, sondern immer nur eine Pause macht.

    Fortsetzung folgt?
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