• Auf die Räder, fertig, los!!

    December 7, 2024 in India ⋅ 🌙 15 °C

    Nach köstlichen Aloo Parathas und Poha in der Morgensonne auf dem Dach unseres Havelis, geht es um 8:30 mit der Motor-Rikscha wieder zurück zu unserem Navin und dem für indische Verhältnisse sehr großen und jungfräulichen Toyota. Er bringt uns ein bisschen raus aus der Stadt, bevor wir uns dann voll Freude in die Fahrradsättel schwingen. Vorbei am Fateh Sagar See, machen wir einen ersten Chai-Stop bei Kishan zuhause, wo uns seine Frau Tee zubereitet und zeigt, wie man einen Sari anlegt.

    Wir radeln fröhlich durch die überraschend grüne und wasserreiche Landschaft, halten bei einem Bauern, der uns seine Felder und Ochsen zeigt, winken den vielen Kindern lachend zurück, die uns wie Celebrities anstrahlen und freudig "Hello und Good bye!" zurufen. Ich genieße die Fahrt in vollsten Zügen! Nicht nur, dass es wirklich Spaß macht, wieder einmal mit dem Mountainbike unterwegs zu sein, sondern auch, weil ich mich auf dem Fahrrad den Menschen und ihrem Leben so viel näher fühle, als wenn ich durch Scheiben und Geschwindigkeit von ihnen getrennt, in Auto oder Bus die Straße entlang fahre.

    Nach ca. 41 km und rund 250 Hm packen wir für heute die Räder in unsern kleinen Begleit-LKW und legen den Rest der Strecke nach Kumbhalgarh im Auto zurück. Immerhin wird es langsam Zeit für's Mittagessen und das Fort wollen wir auch noch besichtigen. Dazwischen geht sich sogar noch eine kleine Runde in Pool aus. Sehr erfrischend! Vergleichbar mit dem Fischauer Freibad, würde ich meinen, wenn überhaupt 😉. Hab ich schon erwähnt, dass das Essen ausgezeichnet war? Eine Komposition aus Dal, Aloo Gobi, Paneer, gewürztem Reis, Roti und Naan Brot!! Danach noch Chai und Halwa, ein Desert aus Grieß, Cashews und Ghee mit Safran und Kardamon - mmmhhhhh...

    Das Fort ist tatsächlich sehr beeindruckend. Die umgrenzende Befestigungsmauer ist 36 km lang und somit die zweitgrößte der Welt (nach der chinesischen). Auf unserem ca. einstündigen Rundgang, der uns über seeehr viele Stufen führt , erfahren wir von den zahlreichen strategischen Raffinessen, die dafür gesorgt haben, dass die Mogulen trotz aller Bemühungen nie ins Innerste vordringen konnten und es tatsächlich die einzige Festung ist, die nie erobert worden ist.
    Erneut erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang und danach eine Puja im großen Shiva Tempel hier (einer von insgesamt 360 in der gesamten Anlage!).

    Mit soo vielen wundervollen Eindrücken und gutem Essen gesegnet, ziehen wir uns rundum gesättigt ins Bett zurück (auch weil es außerhalb der Tuchent schon empfindlich kühl geworden ist) und wünschen eine gute Nacht. 💫
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