• Ayutthaya Tag 1

    October 11, 2025 in Thailand ⋅ ☁️ 30 °C

    Wir lassen den Tag relaxed angehen. Während Timo Reiseblog schreibt, dreht sich Nadine nochmal um und nickert noch ein bisschen.

    Gegen 10 Uhr machen wir uns auf den Weg, frühstücken in einem kleinen Strassencafe und organisieren Fahrräder.
    Die beiden Drahtesel haben definitiv ihre besten Jahre hinter sich!
    Aber wir machen das Beste draus.
    So gurken wir los, spüren bei jeder Umdrehung der Pedalen unsere Knie unter dem Kinn, geradewegs in den 'Historical Park' von Ayutthaya.

    Nur 80 Kilometer nördlich der heutigen thailändischen Hauptstadt Bangkok symbolisiert die alte Königsstadt Ayutthaya noch immer die bedeutendste Epoche der thailändischen Geschichte:
    Prachtvolle Ruinen von Tempeln, Palästen und Festungsanlagen in der ganzen Provinz legen beredtes Zeugnis ab vom verblichenen Glanz der ehemaligen Ayutthaya Periode. Über 400 Jahre lang herrschten hier insgesamt 33 Könige aus fünf verschiedenen Dynastien. Dass die Stadt bei den vielen kriegerischen Auseinandersetzungen in der damaligen Zeit uneingenommen blieb, ist vor allem auf ihre einzigartige und gut gewählte Lage zurückzuführen. Die Stadt selbst bildet fast eine Insel, da sie an allen Seiten von Wasser umgeben ist:
    Vom Chao Phraya im Westen und Süden, im Osten vom Pa Sak und im Norden von einem kleinen Gewässer, wo einmal der Lop Buri Fluss strömte, bevor er seinen Lauf änderte. Die Stadt war nicht nur an allen Seiten von Gewässern geschützt, sondern auch von 20 Meter hohen und fünf Meter dicken Stadtmauern. Darüber hinaus wurde das tiefgelegene Land in diesem Flussgebiet regelmäßig überflutet, sodass einerseits eine lang dauernde Belagerung unmöglich und andererseits das Land besonders fruchtbar für den Reiseanbau war.

    Bereits im Jahre 1350 machte König U-Thong die Stadt Ayutthaya zur Hauptstadt seines Königreiches. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich Ayutthaya mit drei prächtigen Palästen und über 400 Tempeln zu einer beeindruckenden Stadt, die nicht nur asienweit Ruhm erlangte: Diplomatische Beziehungen mit Louis XIV und der regelmäßige Besuch von Händlern aus China, Japan, Portugal, den Niederlanden und dem persischen Reich belegen dies. Zur Blütezeit reichten die Grenzen des siamesischen Königreichs weit über die Grenzen des heutigen Thailands hinaus; Teile von Myanmar, Laos, Kambodscha, China,Vietnam und Malaysia fielen unter den Herrschaftsbereich des Königreichs von Ayutthaya. Den vielen Eroberungsversuchen trotzte Ayutthaya über 400 Jahre lang erfolgreich, bis die Stadt schließlich nach einer 15-monatigen Belagerung 1767 von den Burmesen eingenommen und vollkommen zerstört wurde.

    Wir durchqueren die historischen Stätten und verschaffen uns erstmal einen Überblick. Morgen werden wir tiefer einsteigen.

    Am Chao Phraya machen wir eine Rast und schießen ein paar Bilder.
    Regen setzt ein und entwickelt sich schnell zu einem heftigen Schauer.
    Wir suchen Schutz in einem kleinen Laden am Straßenrand.

    Obwohl es noch immer nieselt, brechen wir auf und kehren zurück zum Quartier.

    Nach einem leckeren Abendessen gehen wir schlafen. Den kommenden Tag wollen wir früh beginnen!
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