• Phitsanulok Tag 1

    October 15, 2025 in Thailand ⋅ 🌧 29 °C

    Schon früh sitzen wir auf unseren knatternden Maschinchen.
    Wir wollen ins ca 85 Kilometer entfernte Sukhothai.
    Unterwegs geben wir unsere Wäsche ab.
    Die alte Dame versteht zwar kein Wort englisch, aber wir verständigen uns darauf sie am nächsten Tag wieder abzuholen.

    Nach einem 'Flat White' in einem schnuckeligen Café im Studentenviertel von Phitsanulok geht es schon bald raus aufs Land.
    Sattgrüne Reisfelder, kleine Ortschaften und verträumte Gehöfte prägen das Landschaftsbild.
    Thailand litt in den vergangenen Monaten unter Ausläufern verheerender Tropenstürme, welche vom südchinesischen Meer, die Phillippinen und Vietnam heimsuchten und gewaltige Regenmassen mit sich brachten.
    Auch wir bekommen dies zu spüren, als wir uns kurz darauf einen Weg durch ein gewaltiges Überschwemmunggebiet bahnen müssen.
    Etliche Straßen sind überflutet, die Anwohner fahren per Boot von Haus zu Haus.

    In der Ebene von Phitsanulok treffen vier große, aus dem Norden kommende Flüsse zusammen und münden in den mächtigen Chao Phraya, Thailands Hauptwasserstraße.
    Überschwemmungen sind in dieser Region keine Seltenheit, in diesem Jahr allerdings weit über das normale Maß hinaus!

    Die Situation wirkt auf der einen Seite bedrohlich, auf der anderen Seite ist es ein beeindruckendes Naturschauspiel.
    Die gesamte Region gleicht einer riesigen Seenlandschaft. Tausende Vögel nutzen die Situation zu ihren Gunsten.

    Silber- und Purpurreiher, Löffler und Watvögel, Störche jeglicher Gattung sowie farbenfrohe Eisvögel bevölkern die Landschaft.
    Ein tolles Schauspiel!

    Nach rund zweistündiger Fahrt erreichen wir Sukhothai.
    Die Stadt mit ihren rund 40000 Einwohnern präsentiert Besuchern historische Ausgrabungen, Ruinen und Tempelanlagen aus dem 13. Jahrhundert.

    Uns hat es vor allem der 'Wat Si Chum' angetan. Eine historische Tempelanlage aus dem 14. Jahrhundert!
    Der massige Mondop, ein würfelförmiges Gebäude in der Mitte der Anlage wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts von König Maha Thammaracha II. erbaut. In ihm befindet sich eine riesige sitzende Buddha-Statue, die etwa 11 Meter breit und 15 Meter hoch ist.
    Sie ist das größte erhaltene Buddhabildnis in Sukhothai.
    Der scheinbar durch die schmale Öffnung des Tempels spähende Buddha, wie auch seine elegante, zugespitzte Hand gehören zu den beliebtesten Postkarten- und Photomotiven in Thailand.

    Wir besichtigen noch einige weitere Ausgrabungen und machen uns dann zügig auf den Rückweg.
    In der Dämmerung erreichen wir unsere Unterkunft, welche hier nur wenige Minuten andauert bevor es pechschwarz ist.

    Müde gehen wir bald zu Bett.
    Morgen wollen wir uns einen chinesischen Tempel und ein japanisches Künstlerdorf anschauen!
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