• Mae Hong Son Loop Tag 2 +3

    24. oktober 2025, Thailand ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach einer erholsamen Nacht geht es früh aus den Federn.
    Die ältere Dame, welche die winzige Bungalowanlage betreibt, versorgt uns mit Frühstück.
    Es gibt Rührei mit Reis aus einem etwas altertümlichen Wärmebehälter.
    Dann brechen wir auf.
    Unser heutiges Tagesziel heißt Mae Sariang in ca 180 km Entfernung.

    Wieder geht es endlose Kurven bergauf. Die Straße windet sich wie eine große Schlange durch die Landschaft.
    Nebelschwaden ziehen auf, mit jedem Höhenmeter wird es kälter. Bald fahren wir durch eine dichte "Wolkensuppe" und haben kaum noch Sicht.
    Nach etlichen Kilometern geht es endlich wieder talwärts.

    Wir machen eine kleine Pause an einem Viewpoint und wärmen uns erstmal mit einem Cappuccino auf, bevor es weitergeht.

    Bald biegen wir von der Hauptroute ab und steuern kurzentschlossen den "Doi Pui Ko" an, einen weiteren mächtigen Berg im Grenzgebiet zu Myanmar, welcher fantastische Ausblicke bieten soll.
    Nehmen für diesen Umweg weitere 120 Kilometer in Kauf.

    Die Anfahrt Richtung Gipfel entwickelt sich zur Tortur. Die zu Beginn noch asphaltierte Straße wird bald zu einer Schotterpiste und letztlich zu einer Art ausgewaschenem Flußbett.
    Unsere Straßenmaschinen sind für solch ein Terrain einfach nicht ausgelegt.

    Es kommt wie es kommen musste. Timos Vorderrad verkeilt sich in einer Rinne... Ein Sturz ist unausweichlich!
    Glücklicherweise fuhr er lediglich mit Standgas. Er kommt mit einem aufgeschlagen Knie, einigen Schürfwunden und zerfetzten Klamotten relativ glimpflich davon.
    Sein Roller hat nun ein neues Design.

    800 Meter unter dem Gipfel müssen wir unsere Maschinen abstellen. Der Rest erfolgt zu Fuß.
    Die Aussicht ist atemberaubend und war die Mühen wert.
    Wir machen tolle Aufnahmen und begeben uns in die Abfahrt.
    Diesmal verläuft alles reibungslos. Gott sei Dank!

    Die Sonne steht schon tief am Horizont, als wir endlich Mae Sariang erreichen. Unsere Unterkunft liegt ungefähr einen Kilometer außerhalb des Zentrums mitten in den Reisfeldern.

    Angekommen, schwingen wir uns erneut auf die Roller um noch etwas zum Abendessen zu finden, da dem hauseigenen Restaurant das Gas ausgegangen ist und die Küche dort heute leider kalt bleibt.

    Da stellt Timo fest, dass sein (einziger) Rollerschlüssel weg ist. Wir beginnen zu suchen und müssen schnell feststellen, dass er ihn beim auspacken des Helmfaches dort drinnen vergessen hat.

    Egal, morgen ist auch noch ein Tag!

    Auf einem Roller finden wir ein Restaurant unweit unserer Unterkunft und schlafen später nach einem ereignisreichem Tag zufrieden ein!

    Die Sonne blinzelt durch die Reisfelder. Timo ist schon früh auf den Beinen.
    Mit Hilfe eines Angestellten der Unterkunft fischt er den Schlüssel per Kleiderbügel aus Draht, a la McGyver, aus dem Helmfach!

    Wir lassen uns Zeit mit der Abfahrt, frühstücken Reissuppe und Bananen.
    Gegen 11 Uhr brechen wir auf.
    Erstes Ziel ist eine große Tempelanlage, welche man in einen Felsen gebaut hat.

    Der Legende nach wird man von seinen Sünden reingewaschen, wenn man durch einen Höhlengang innerhalb der Anlage schreitet.
    Natürlich tun auch wir das und mit dem Wissen, nun frei sämtlicher Vergehen zu sein, fahren wir weiter.
    Auf zu neuen Schandtaten!

    Nach ungefähr der Hälfte der heutigen Etappe legen wir eine kurze Rast an einem der unzähligen Viewpoints ein, trinken einen 'Cold Latte' und genießen die Aussicht.

    Wir erreichen unsere Unterkunft am späten Nachmittag.
    Sie liegt etwas außerhalb des kleinen Städtchens Khun Yuam.
    Uns erwartet ein nettes Zimmer mit großzügiger Terrasse und einem herrlichen Blick auf die umliegenden Reisfelder.

    An einer Fenstervergitterung hat ein Webervogel sein Nest gebaut. Von Aussen wirkt es wie ein Blumengesteck.
    Geht man ins Zimmer und zieht vorsichtig die Gardine zur Seite, schaut man durch die Fensterscheibe direkt ins Innere des Nestes und kann das Brutgeschehen beobachten.

    So lassen wir den Abend ausklingen...
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