• Banff

    June 10 in Canada ⋅ ☁️ 10 °C

    Die heutigen Höhepunkte waren Schwarzbär, Fuchs und Wapitis (Elks). Aber alles der Reihe nach.

    Es hatte die ganze Nacht geregnet und es wurde sehr kühl. Helen erwachte um 5 Uhr und es war noch gerade 12 Grad im Wohnmobil. Um 7 Uhr standen wir auf und als Allererstes wurde mal eingeheizt. Nachdem Frühstück machten wir uns auf den Weg von Revelstoke nach Banff. 3,5 Stunden Fahrt.

    Als wir am Abend zuvor in Revelstoke eintrafen, hatte man uns erzählt, dass sich in den letzten 2 Wochen ein Schwarzbär nachts auf dem Campingplatz aufhielt. Wir sollten auf keinen Fall Essen draussen lassen.

    Als wir von Revelstoke abfuhren und kaum 5 Minuten unterwegs waren, sahen wir ein Schwarzbär im hohen Gras am Strassenrand sitzen. Ob das wohl „unser“ Schwarzbär war? Es ging alles so schnell, dass wir kein Foto machen konnten, auch konnten wir nicht stehen bleiben oder wenden. Aber er war so so süss. Unser erster Schwarzbär.

    Unterwegs liefen wir einen kleinen Rundweg, den Hemlock Grove Boardwalk. Es war ein sehr schöner, wenn auch kurzer Weg durch den Wald. Er war auch bekannt als Bärenwald, aber ein Bär haben wir dann doch nicht gesehen.

    Weiter ging die Fahrt nach Golden. Dort besuchten wir zuerst einen Eisenwarenladen, wo man allerlei kaufen konnte und wir dann auch noch die restlichen Sachen fanden, die uns fehlten. Mittel für den Schwarzwassertank, Schnur, Spitzmesser und zwei Körbe für den Küchenschrank, damit das Zeugs nicht immer in alle Richtungen umkippte. In einem kleinen Café-Shop machten wir unsere Mittagspause.

    Die Fahrt ging weiter bis zum Lake Louise/Banff Visitor Center. Wir informierten uns über die verschiedenen Möglichkeiten und buchten die Tickets für den Shuttle Service nach Moraine Lake und Lake Louise. Denn es ist nicht möglich, mit dem Wohnmobil dorthin zu fahren, da es keine Parkmöglichkeiten gibt.

    Weiter zum Banff Campingplatz, welcher unser bisher grösster Campingplatz war. Gut hatten wir vorreserviert, denn er war unterdessen ausgebucht. Als wir im Wohnmobil sassen und Kaffee tranken, sahen wir draussen einen Fuchs rumschleichen. Nach dem Duschen hatte es vielleicht schon ein wenig Dampf im Wohnmobil und beim Kochen des Abendessens ging dann der Alarm los. Wie stellt man den Alarm ab? Schnell die Türe auf und das Handbuch zu Hilfe nehmen. Aber da steht nichts von Alarm drin und wie man ihn wieder abstellt. Gott sei Dank hörte er dann doch noch von selbst auf. Da das Poulet noch nicht durch war und Reis und Broccoli noch nicht lind, mussten wir nochmals alles anstellen. Auf einen zweiten Versuch und nach ein paar Minuten der zweite Alarm. Wie peinlich. Nun alle Türen und die Dachlucke auf. Ein dritter Versuch und ein dritter Alarm. So, das war es jetzt aber. Das Reis war quasi fertig, das Poulet durch und Broccoli kann man auch halb roh essen. Nebenan hatte es das gleiche Wohnmobil und wir erkundigten uns bei denen, ob sie dieses Problem auch schon hatten. Ja, hatten sie. Schon mehrmals. Beim Alarm hat es einen Reset-Knopf, einfach drücken. Am besten, einer steht am Herd, der andere beim Alarm. Oje.

    Beim abendlichen Rundgang über den Campingplatz sahen wir dann noch eine Gruppe von Wapitis zwischen den Bäumen grasen. Schnell zurück zum Wohnmobil und Kamera holen. Aber da war es nur noch Einer.
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