Pulacayo ist eine Minensiedlung mit großer Vergangenheit.
Im 19. Jahrhundert war die Mine Pulacayo die zweitgrößte Silbermine in Bolivien und erreichte bis in die 1990er Jahre eine Teufe (Tiefe) von etwa 1100 m.
Ebenfalls im 19. Jahrhundert wurde eine Bahnlinie zum Minengelände geführt, möglicherweise die erste Bahnlinie Boliviens. Kurz nach 1900 hatte der Ort 20.000 Einwohner, davon 7.000 Minenarbeiter.
In den 1940er Jahren gab es mehrere Streiks sowie Versuche, Gewerkschaften zu gründen. Diese Bewegung wurde blutig niedergeschlagen. Die Wohnstätten der armen Bergarbeiter wurden durch Zäune von denen der Reichen getrennt. Die 1946 aufgestellten Thesen der aufständischen Arbeiter wurden in Bolivien weit verbreitet. 1952 wurde die Mine verstaatlicht. Bald danach war die Mine weitgehend ausgebeutet, sodass die Arbeiter den Ort verließen. Die wenigen, die verblieben, leben von der Landwirtschaft in einer nahezu verlassenen Geisterstadt.
Heute kann man die Überreste der Eisenbahnen besichtigen. Überall stößt man auf Erinnerungen an bessere Zeiten. Aber der Ort ist keineswegs total verlassen. Es leben noch ca. 600 Menschen im und um den Ort (Auskunft eines Einheimischen). Als wir durch den Ort spazieren kommen wir auch am Theater vorbei, wo gerade die neuen Autoridades vereidigt werden.Read more
TravelerToll, dass Ihr hier einen Stopp gemacht habt. Das machen nicht viele. Ich fand den Besuch sehr interessant. Vom Ort wusste ich durch eine Folge der Serie "Eisenbahnromantik".
TravelerToll, dass Ihr hier einen Stopp gemacht habt. Das machen nicht viele. Ich fand den Besuch sehr interessant. Vom Ort wusste ich durch eine Folge der Serie "Eisenbahnromantik".