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Südamerika Teil 2

An open-ended adventure by Antje Read more
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    🇦🇷 Municipio de San Antonio de los Cobre…

    Tolar Grande - Ojos de Mar

    Feb 5–6 in Argentina ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir fahren wieder quer über den Salar de Arizaro in den kleinen Ort Tolar Grande, der heutzutage weniger als 500 Einwohner zählt. Unterwegs telefonieren wir mit Bimobil, um herauszufinden, warum unser Wasser nicht mehr heiß wird. Am Ende scheint es doch nur Luft im System gewesen zu sein.

    Tolar Grande erlebte seine Blütezeit in den 1940er Jahren. Damals bildete die Stadt den Endpunkt der geplanten Eisenbahnstrecke nach Chile, die Salta mit Antofagasta verbinden sollte. Schätzungsweise lebten zu dieser Zeit rund 5000 Menschen in der Stadt, die hauptsächlich im Eisenbahnwesen tätig waren.

    Gleichzeitig war die Mine La Casualidad in vollem Betrieb und transportierte Schwefelladungen von Mina Julia zum Bahnhof Tolar Grande, von wo aus sie zu ihren Bestimmungsorten verschifft wurden.

    Die Schließung der Mine, der Abbruch des Eisenbahnprojekts und schließlich die vollständige Stilllegung der Strecke führten zur Entvölkerung der Region und damit zur Verschlechterung der Lebensbedingungen der wenigen verbliebenen Einwohner, die die Stadt nicht verließen.

    Wir essen einfach aber gut, tanken Wasser und Diesel nach. Der Supermarkt ist ein richtiger kleiner Tante-Emma-Laden, in dem wir ein wenig Gemüse kaufen können.

    Dann geht es weiter zu den Ojos de Mar. Dabei handelt es sich um mehrere kleine Teiche, die sich durch ihre blau-türkisfarbene Färbung inmitten einer weißen, salzigen Wüstenlandschaft unter strahlend blauem Himmel auszeichnen. Ihr Wasser ist extrem salzig und alkalisch, und seine Farbe verändert sich je nach Sonnenstand. Die Gewässer werden durch Wasser gespeist, das von den umliegenden Felsen aufsteigt und in den Ojos de Mar verdunstet. Der Name könnte sich auf die Farbe und den Salzgehalt des Wassers beziehen, das an das Meer erinnert.
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  • Cono de Arita

    Feb 4–5 in Argentina ⋅ ⛅ 22 °C

    Unser Ziel heute: Der Cono de Arita im Salar de Arizaro.

    Im Herzen der argentinischen Salzwüste befindet sich diese perfekt geformte Vulkanformation. Seine perfekt kegelförmige Gestalt und die Höhe von 200 Metern haben im Laufe der Zeit zu vielfältigen Interpretationen geführt. Aus der Ferne ähnelt seine Silhouette einer mit Zirkel und Lineal gezeichneten Pyramide. Dieses Erscheinungsbild unterscheidet ihn von allen anderen natürlichen Erhebungen in der Region und ist der Ursprung zahlreicher lokaler Legenden.

    Er weist weder einen Krater noch Anzeichen vulkanischer Aktivität auf, weshalb viele lange Zeit annahmen, es handele sich um ein künstliches Bauwerk, möglicherweise errichtet von alten Zivilisationen.
    Geologische Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass es sich um einen Vulkankegel handelt, der nie ausgebrochen ist. Dies erklärt seine geschlossene Form und das Fehlen von Lava im Inneren.

    Ein paar Bilder der Landschaft dürfen natürlich wieder nicht fehlen ☺️

    Beim Kochen am Abend stellen wir fest, dass plötzlich kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt. 🙄 Zum Glück haben wir Ersatz dabei. Gerald tauscht die Pumpe und es kann weitergehen. So eine Aufregung hätten wir nicht gebraucht.
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  • Lost Place Bahnhof Caipe

    February 4 in Argentina ⋅ ☀️ 13 °C

    Wieder fahren wir durch eine faszinierende Landschaft. Die Straße schmiegt sich an den Berghang und wir genießen das Panorama.

    Unser erster Stopp ist der Bahnhof Caipe, ein faszinierender und einsamer Ort auf rund 3.900m Höhe in der Puna.

    Dieser Bahnhof war in der Vergangenheit von großer Bedeutung. Seine Hauptfunktion war nicht der Personentransport, sondern die Verladung von Schwefel aus der berühmten Mine La Casualidad (oder Julia-Mine). Das Erz wurde von der höher gelegenen und weiter entfernten Mine nach Caipe gebracht und von dort per Bahn in Industriezentren transportiert.
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  • Mina la Casualidad

    Feb 3–4 in Argentina ⋅ ☀️ 13 °C

    Die Mina la Casualidad ist eine verlassene Mine und Geisterstadt mitten im nirgendwo in der Puna (Provinz Salta).

    Fast 40 Jahre lang war die Argentinische Schwefelgesellschaft in der Puna-Region von Salta Realität. Von 1940 bis zu ihrer abrupten Schließung am 21. November 1979 durch die argentinische Militärjunta erlebte sie Phasen großen Aufschwungs, Wachstums und Expansion, nicht nur im Bereich des Bergbaus, sondern auch im sozialen und gemeinschaftlichen Leben.
    In der Blütezeit waren ca. 4.000 Menschen in der Mine beschäftigt. Die Arbeit war schwer und nicht gut bezahlt.

    Einen interessanten Artikel mit persönlichen Erfahrungen habe ich hier gefunden: https://www.pagina12.com.ar/430467-historia-de-…
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  • Durch die Puna gen Westen

    February 3 in Argentina ⋅ ☀️ 11 °C

    Heute war wieder so ein Tag, an dem nicht viel passiert ist, der mich aber trotzdem berührt.

    Wir fahren von Antofalla zur Mina la Casualidad. Die Strecke verläuft zu großem Teil auf über 4.000m Höhe und ich genieße die volle Ladung Puna: Weite, Berge in allen Farben, Salzpfannen, kleine Lagunen und immer wieder Vicuñas. Ich bin dankbar, hier sein zu dürfen.

    Nicht so toll ist die Straße - übelstes Wellblech. Am Salar de Rio Grande stoßen wir auf die 3. oder 4. Lithiumfabrik und eine gesperrte Straße. Die Mineros sind total nett, weisen uns eine einfachere Route und räumen die Sperre beiseite. Gegen 17:30 kommen wir endlich an, fotografieren (extra Step) und suchen uns dann ein etwas windgeschütztes Plätzchen.
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  • Ojos del Campo

    Feb 2–3 in Argentina ⋅ ☀️ 13 °C

    Die Ojos del Campo sind eine Reihe von 12 Becken im Salar de Antofalla.
    Diese Senken werden von Grundwasser mit sehr unterschiedlichem Salzgehalt und unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung gespeist, wodurch eine unterschiedliche mikrobielle Vielfalt entsteht.

    Das bekannteste Becken ist das Fanta- oder Orangenbecken, in dem Archaeen und die Alge Dunaliella vorherrschen, die ihm aufgrund ihres Beta-Carotins die charakteristische orange Farbe verleihen.

    In einigen der Becken finden sich einige der ältesten Ökosysteme der Erde (Mikrobialite und mikrobielle Matten)

    Wir sind wieder ganz allein und genießen die Stille und Atmosphäre. Es gibt hier viele Altiplano-Erdhacker, kleine neugierige Vögel.
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  • Salar de Antofalla

    Feb 1–2 in Argentina ⋅ ☀️ 17 °C

    Unser Tagesziel ist der Salar de Antofalla. Dafür nehmen wir die touristische Nebenstrecke 🤣.

    Wir sind vollkommen allein. Wobei, eigentlich stimmt das gar nicht. So viele Vicuñas wie heute haben wir wahrscheinlich auf der ganzen Reise zusammen noch nicht gesehen. Vor allem an der Laguna Caro, wo wir einen längeren Stopp einlegen, grast eine große Herde.

    Die Straße, oder besser die Spur, schraubt sich wieder auf 4.500m hoch. Die Berge sind kahl, der Untergrund steinig. Wir kommen nur langsam vorwärts. Bald taucht das Feuchtgebiet Vega Colorada auf. Neben den Vicuñas grasen dort auch unzählige Lamas, im Hintergrund rote Berge. Was für ein traumhafter Anblick. Hier treffen wir auch das erste Mal heute auf andere Menschen.

    Nun geht es nur noch bergab zum Salar. Der erste Anblick ist beeindruckend: Der Salar de Antofalla ist eine riesige Salzwüste, die sich über 160 km erstreckt und damit die längste der Welt ist. Sie umfasst eine Fläche von 5.001 km², ist über 150 km lang und maximal 12 km breit. Ihre durchschnittliche Höhe beträgt 3.900 Meter über dem Meeresspiegel.

    Am nächsten Morgen queren wir den Salar und gelangen zum kleinen Ort Antofalla.
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  • Zum Salar del Hombre muerto

    Jan 31–Feb 1 in Argentina ⋅ ☀️ 17 °C

    Ich habe tolle Fotos von der Lagune del hombre muerto gesehen und wollte das Ganze live erleben. Auch wenn das nicht ganz geklappt hat, war es ein toller Tag.

    Wir verlassen Antofagasta über die zu Anfang noch asphaltierte Ruta 43 und bekommen das richtige Puna- Feeling. Weite, karge Berge, Pampagras und viele Vicuñas ☺️

    Wir kommen am Salar an und haben einen phantastischen Blick. Den türkisfarbenen See können wir mehr erahnen als richtig sehen. Wir versuchen ein paar Pisten, kommen aber nicht wirklich näher hin. Unsere Navis zeigen uns auch keine Möglichkeit auf 😞. Jetzt wäre die Drohne recht, aber die ruht ja schon ein paar Wochen im Drohnenhimmel 🤣

    Wir nehmen dann eine coole Piste einmal quer durch den Salar, wo Lithium abgebaut wird (Infos unten). Zum übernachten stellen wir uns an die verlassenen alten Minen. Später kommen zufällig Rhane und Winni vorbei. Wir verbringen zu viert wieder einen schönen Abend bei uns.

    Am nächsten Morgen steige ich noch auf den Hügel. Oh Mann, ich muss ganz schön schnaufen. Da merke ich die 4.000 m Höhe! Sonst vertrage ich es erstaunlich gut.

    Infos zum Salar:
    Die Lithiumförderung begann 1996 oder 1997. Zusammen mit dem Salar de Uyuni und dem Salar de Atacama definiert der Salar del Hombre Muerto das "Lithium-Dreieck", das die meisten Lithium-Reserven der Welt enthält. Etwa 50% - 70% des weltweiten Lithiumangebots stammen aus Salar de Atacama und Salar del Hombre Muerto, von denen letzteres aufgrund der hohen Qualität des dortigen Erzes zu den wichtigsten Lithiumressourcen der Welt zählt. Lithium ist ein wichtiges Material, das beim Bau vieler elektronischer Geräte wie Elektroautos und anderer Anwendungen im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien verwendet wird.
    Lithium-Ressourcen werden als strategische Ressourcen in der Region betrachtet, die verwendet werden könnten, um die interne Entwicklung zu erleichtern; nach einigen Jahren, in denen ein von der Regierung geführtes Unternehmen die Salzpfannen erforschte, verkaufte die Militärdiktatur des nationalen Reorganisationsprozesses die Bergbaukonzession von Salar del Hombre Muerto. Bor und Kalium finden sich auch am Salar und Borate werden als Nebenprodukt gewonnen; die Tincalayu-Borax-Mine liegt am nördlichen Rand des Salars. Der Lithiumbergbau in Hombre Muerto seit 1997 ist einer der Treiber für eine Steigerung der Bergbautätigkeit in Argentinien, mit gleichzeitigen Folgen wie politischen Konflikten im Bergbau.
    Die Bergbauaktivitäten haben bei der lokalen Bevölkerung Besorgnis über negative Umweltauswirkungen und Schäden für die lokale Existenzgrundlage zum Beispiel durch den hohen Wasserverbrauch geäußert und zu einem Streit über die Wasserrechte im Zusammenhang mit dem Projekt und einem weiteren Konflikt über Zugangsrechte zu einer örtlichen Schule geführt.
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  • Incahuasi - alte Goldminen

    January 31 in Argentina ⋅ ☀️ 16 °C

    Direkt am Salar del Hombre Muerto befinden sich zwei ehemalige Goldminen. Die Bergbauaktivitäten begannen im 19. Jahrhundert.

    Heute sind nur noch Ruinen der zwei Minen zu sehen, ohne dass sich mir deren frühere Nutzung erschließt.

    Wir erkunden das Gelände zu Fuß. In dieser unwirtlichen Gegend muss es ein sehr schweres Leben gewesen sein.
    An der Hauptstraße befindet sich auch ein kleiner Friedhof der Bergleute.
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  • Antofagasta de la Sierra

    Jan 30–31 in Argentina ⋅ ☀️ 18 °C

    Wir verlassen unseren schönen Platz zwischen den Felsen und fahren zurück nach El Peñon. Hier tanken wir Wasser und möchten gern essen gehen, aber noch (12 Uhr) ist alles geschlossen. So fahren wir direkt weiter nach Antofagasta, wo auch schon ein Comedor geöffnet hat. Dafür sind alle anderen Geschäfte in einer langen Mittagspause. Der Bäcker macht um 17 Uhr wieder auf, der kleine Supermarkt erst 18 Uhr.
    Wir stellen uns unter das Wandbild von Messi am Sportplatz und planen unsere weitere Route. Uns wird klar, dass wir nochmal tanken müssen. Die zwei Tankstellen im Ort nehmen nur Bares. Dazu kommt der extrem hohe Preis (2.600 statt 2.000 Pesos pro Liter). Soviel Bares haben wir nicht. Ein netter Hotelier stellt unsere Frage nach Geldwechsel in seine WhatsApp-Hotelier-Gruppe. Am Ende rettet uns ein Tipp von Marc. Es gibt vor dem Ort noch eine Tankstelle, die Kreditkarten akzeptiert.

    Am Abend sitzen wir nett mit Winni bei uns im Womo. Die Stunden vergehen wie im Flug.

    Samstag läuft dann alles wie geschmiert: tanken, einkaufen, abfahren 👍
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  • Vulkan Galán

    January 29 in Argentina ⋅ ☁️ 8 °C

    Noch ein letzter steiler Anstieg und wir haben es geschafft: wir stehen am Kraterrand auf 4.750m !

    Ein paar Infos:
    Der Krater dieses Vulkans gilt als der größte der Welt. Bis 1970 war er als Cerro Galán bekannt. Mit dem Aufkommen von Satellitenbildern wurde er jedoch als Vulkankrater identifiziert. Sein Kraterrand misst 42 km im Durchmesser. Aufgrund seiner Größe ist er der größte der Welt. Seine Wände erreichen eine Höhe von 5.000 Metern über dem Meeresspiegel. Der Zentralgipfel liegt 5.912 Meter über dem Meeresspiegel. Der Kraterboden befindet sich auf einer Höhe von 4.000 Metern über dem Meeresspiegel. Im Inneren schimmert die Laguna Diamante (Diamantenlagune). Geschützt vor den Winden durch die Kraterwände, bietet sie rosa Flamingos und Enten einen Zufluchtsort.Read more

  • Felslandschaft ohne Namen 🤔

    Jan 28–29 in Argentina ⋅ ⛅ 12 °C

    Heute geht es weiter in die Höhe zum Vulkan Galán. Die Weiterfahrt nach Antofagasta vom Vulkan aus haben wir gestrichen - das ist mit unserer Fahrzeuggröße nicht machbar. Wir wollen aber wenigstens einen Blick auf die Lagunen im Krater werfen und machen uns bei bestem Wetter gegen 9 Uhr auf den Weg.

    Der erste Stopp kommt allerdings schon nach wenigen Kilometern: ein faszinierendes Feld von Felsen. Manche mit fragilen Strukturen, manche sehen wie gestapelt aus. Zwischen den Felsen sehen wir sogar zwei Chinchillas.

    Der weitere Weg zum Vulkan ist eine gute Piste, auch wenn unser Womo mit der Höhe zu kämpfen hat.

    Wir fahren bis zum Kraterrand und kehren dann um, machen eine ausgiebige Pause bei den schönen Felsen. Es fängt an zu regnen und zu hageln, aber insgesamt fällt wenig Niederschlag. Uns gefällt es hier so gut, dass wir hier übernachten.

    In der Früh sind die hohen Berge ringsum komplett weiß ❄️. Der Himmel ist wieder strahlend blau und die Sonne leuchtet die Felsen an. Einfach nur schön.
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  • Laguna Grande

    Jan 28–29 in Argentina ⋅ ⛅ 12 °C

    Wir machen uns auf den Weg ins Nirgendwo zu den Lagunen.
    Ab El Peñon geht die Straße langsam aber stetig aufwärts.

    Mittagspause machen wir an der Laguna Espejo, wo ein paar Vicuñas grasen. Am Nachmittag kommen wir an der Laguna Grande an. Der Weg hierher war besser als vermutet, Ripio, aber gut machbar 👍

    Die Laguna Grande ist ein Nistplatz und sommerlicher Treffpunkt für den Andenflamingo (Phoenicoparrus jamesi). Hier stehen tausende Flamingos - wir sind total geflasht ☺️
    Weiter Richtung Norden brauen sich dunkle Wolken zusammen, es blitzt und regnet stark. So ändern wir unseren Plan und bleiben an der Laguna Grande stehen (4.200 hm).
    Draußen weht ein starker Wind, wir sitzen gemütlich drinnen und beobachten fasziniert die Flamingos 🦩🦩🦩.

    Danke an Gerald für die Bilder ☺️
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  • Carachi Pampa - Vulkan & Lagune

    Jan 27–28 in Argentina ⋅ ☀️ 17 °C

    Unsere heutige Tour führt uns einmal um den Vulkan Carachi Pampa herum zur Laguna Rosada.

    Die Strecke ist anspruchsvoll: Sand, Steine, Vulkan - von allem ist was dabei. Die Steigungen sind auch nicht ohne. Aber irgendwie macht es auch Spaß.

    Hinzu kommt die grandiose Landschaft. Wir genießen es, hier zu sein. Mittags kommen wir an der Lagune an und gehen gleich auf Foto-Tour. Die Flamingos stehen malerisch im Wasser, im Hintergrund die roten Berge. Traumhaft! Wir können uns nicht loseisen und bleiben noch eine Nacht ☺️
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  • Campo de Piedra Pomez

    Jan 26–27 in Argentina ⋅ ⛅ 22 °C

    Wir fahren zum Campo de Piedra Pomez und knacken unterwegs für kurze Zeit die Marke von 4.000hm. Die Landschaft ist weit und surreal. Schon wieder müssen wir sagen, so etwas haben wir noch nie gesehen. Einfach nur: wow!

    Der Campo de Piedra Pomez ist das Ergebnis morphogenetischer Ereignisse, die tektonische, endogene und exogene Prozesse umfassten und die heutige Landschaft formten, in der zahlreiche Vulkane zu beobachten sind, insbesondere der Volcán Blanco oder Robledo, der die Quelle des Bimssteins darstellt. Man geht davon aus, dass diese Formation durch den Ausstoß von Lavaströmen und Ablagerungen entstand, die sich als Ignimbrit-Lagerstätten ausbreiteten.

    Die Formationen selbst sind das Resultat jahrtausendelanger erosiver Prozesse, die die Landschaft in skulpturale Meisterwerke verwandelt haben.
    Die schroffen, unregelmäßigen Kanten und sanften Hügel stehen in einem spannenden Kontrast zueinander und erscheinen wie von einem Künstler geschaffen. Flatterschliffe und faszinierende Reliefs erzeugen ein Spiel von Licht und Schatten, das die Landschaft lebendig wirken lässt. Manchmal ist es, als ob die Natur in einem tiefen kreativen Zustand der Inspiration Werke hervorbringt, die selbst die kühnsten Träume übertreffen.

    Ab und an kommt ein Fahrzeug, kurze Besichtigung und weiter. Wir sind die Einzigen, die hier übernachten und genießen die besondere Atmosphäre.

    Am nächsten Morgen stehen wir noch vor 8 Uhr (!) auf und fotografieren im Morgenlicht. Als wir beim Frühstück sitzen kommt der Ranger zum Kassieren.
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  • Fahrt in die Puna

    Jan 25–26 in Argentina ⋅ ☀️ 18 °C

    Wir starten heute richtig mit unserer ersten Tour in die Puna (in der indigenen Sprache der Quechua für «hohes Land»). Dies ist eine im Nordwesten Argentiniens gelegene steppen- bis wüstenhafte Hochebene zwischen 3500 und 4200 Metern Höhe. Sie bildet eine geografische Einheit mit dem bolivianischen Altiplano und der chilenischen Atacama-Wüste.

    Die Landschaft wird interessant und abwechslungsreich, sobald wir die Ruta 40 verlassen und die Straße sich in die Höhe schraubt.
    Besonders beeindruckt haben uns neben den Felsformationen die Sanddünen auf 3.000m Höhe- damit haben wir gar nicht gerechnet!
    Und wir sehen unsere ersten Vicuñas 👍🦙

    Zum Übernachten wählen wir einen Platz an der Laguna Blanca. Auf dem See gibt es viele Flamingos, diese sind aber zu weit weg, um sie zu fotografieren. Vicuñas äsen rund um den See. Sie sind sehr scheu und schon bei großer Entfernung stoßen sie ihren hohen Warnruf aus.
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  • Ruinas de Quilmes

    Jan 24–25 in Argentina ⋅ ☁️ 21 °C

    Wir verlassen Cafayate gegen 11 Uhr, nachdem wir noch Wasser getankt haben und einkaufen waren.

    Es geht weiter auf der Ruta 40 gen Süden.
    Wir sehen links von uns die farbigen Berge der Sierra del Aconquija. Wieder eine Möglichkeit mehr, um zurück nach Salta zu kommen ☺️

    Auf dem Weg liegen die Ruinas de Quilmes, die wir uns natürlich anschauen. Das Informationszentrum ist relativ neu und informativ, auch wenn vieles nur auf Spanisch erklärt ist. Dafür gibt es sogar ein Faltblatt auf Deutsch und das Video ist in Englisch untertitelt.

    Am Nachmittag fahren wir noch ein paar Kilometer und suchen uns dann einen schönen Übernachtungsplatz in der Natur.

    Ein paar Infos zu den RuinasdeQuilmes [Wikipedia]:
    Die Befestigungsanlage von Quilmes wurde vom gleichnamigen Volk ab dem 10. Jahrhundert erbaut.
    Der größte Teil der Anlage liegt an einem Berghang in einer Nische, wo die gute Übersicht in kriegerischen Auseinandersetzungen entscheidend war.

    Die indigenen Quilmes lebten in sehr hoher Bevölkerungsdichte, was eine bessere Verteilung der Aufgaben und eine intensivere Nutzung des Ökosystems ermöglichte. Im gesamten Calchaquí-Tal entstanden Städte mit einer so hohen Bevölkerungsdichte, dass sie heute von Fachleuten als die ersten präkolumbischen Städte Argentiniens angesehen werden.

    Diese Siedlungen entstanden im 10. Jahrhundert und erreichten ein hohes soziokulturelles Entwicklungsniveau sowie ein ausgeklügeltes Management komplexer Agrar-, Weide-, Ackerbau- und Bewässerungssysteme. Dieser kontinuierliche Fortschritt wurde erst 1667 unterbrochen, als die Quilmes durch die Belagerung ihrer wichtigsten Festungen gegen die Spanier unter der Führung von Alonso Mercado und Villacorta ihre bedeutendste militärische Niederlage erlitten. Nach etwa einem Monat beschlossen die indigenen Völker, sich zu ergeben. Die Spanier zwangen ca. 2.600 Überlebende zu Fuß tausende Kilometer zum Rio de la Plata (bei Buenos Aires) zu gehen. Nur ca. 400-800 Quilmes (Angabe Wiki/ Angabe Museum) überlebten diese Tortour.

    Die Rückgabe des Gebietes an die Nachfahren der Quilmes ist rechtlich nicht wirklich geschehen.
    Am 9. Januar 2008 besetzten sie das Gelände im Rahmen einer spirituellen Zeremonie für Pachamama und öffneten den Zugang für Touristen am 10. Januar desselben Jahres wieder. Bis dahin hatte ein Hotelier die Konzession für das Gebiet.
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  • Weinprobe bei Piattelli

    January 23 in Argentina ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir entscheiden uns heute für eine Weinprobe bei Piattelli.

    Diese gibt es nur mit Führung, die Gruppe ist nicht groß. Zuerst kommen die Erklärungen in Englisch, danach in Spanisch. Wir dürfen auch die Trauben an den Reben probieren: die Schalen sind recht fest, aber der Geschmack super, nicht zuviel Süße.

    Danach geht es zur Degustation. Uns gefallen die Weine der Linea Reserve am besten. Zuviel Barrique ist einfach nicht unser Geschmack 🤷
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  • Weiter auf der Ruta 68

    Jan 23–24 in Argentina ⋅ ☁️ 17 °C

    Das schönste Stück der Ruta 68 durch die Quebrada de las Conchas liegt heute vor uns. Dazu scheint die Sonne und wir haben blauen Himmel!
    Wir entdecken immer wieder neue wunderbare Ausblicke in diese faszinierende Landschaft und halten sie fest.
    Kurz vor Cafayate treffen wir zufällig auf Marc und Doro, die gerade in die entgegengesetzte Richtung fahren. Ein kurzer Schwatz muss sein, bevor jeder seiner Wege geht ☺️
    Wir haben in Cafayate dann gleich noch das Casa de las Empanadas ausprobiert 👍
    Zum Übernachten stellen wir uns wieder auf den Campingplatz.
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  • Salta

    Jan 19–22 in Argentina ⋅ ☁️ 21 °C

    Mal wieder was am Auto: die erste Differentialsperre geht nicht rein und wir beschließen, nach Salta in die Werkstatt zu fahren. Nach einer provisorischen Reparatur und deren Rückbau fahren wir am Mittwoch im gleichen Zustand raus, wie wir am Montag reingefahren sind 🤣
    Die nötigen Ersatzteile haben wir (natürlich) nicht dabei und besorgen sie in Deutschland.

    Dafür haben wir unsere Leidensgenossen Maja und Tomas wieder getroffen. Wir übernachten wieder im gleichen Hotel und essen am Abend bei Doña Salta hervorragend. Das Zusammensein tut uns allen gut.
    Unsere zwei Engel bleiben auch am Mittwoch bei uns in der Werkstatt, bis wir gegen 19 Uhr fertig sind. Gemeinsam fahren wir zu einem kleinen Campingplatz, wo wir andere Reisende treffen und noch einen schönen gemeinsamen Abend verbringen.
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  • Quebrada de las Conchas

    Jan 18–19 in Argentina ⋅ 🌧 19 °C

    Das Wetter ist besser als vorhergesagt und so machen wir einen Abstecher in die Quebrada de las Conchas.
    Die Ruta 68, die sich durch diese tolle Landschaft windet, geht weiter bis Salta und ist ziemlich stark befahren. Viele argentinische Touristen sind unterwegs.

    Die Sonne sticht vom Himmel und wir genießen die Fahrt, die Ausblicke, Felsen, Farben...
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  • Archaeological Museum ...

    January 17 in Argentina ⋅ ☁️ 23 °C

    ... Rodolfo I Bravo - Die Spuren der Diaguitas

    Das Regionalmuseum in Cafayate ist das Werk von Professor Rodolfo Bravo, einem passionierten Forscher der Diaguita-Calchaquí-Kultur. Die archäologischen Fundstücke stammen aus dem Umkreis von 30 km um Cafayate. Alle ausgestellten Objekte – Keramik, Textilien und Metallarbeiten – wurden, mit Ausnahme der Steinartefakte, für Bestattungs- und religiöse Zwecke verwendet.

    Die Ursprünge der Diaguita-Kultur lassen sich auf eine archäologische Kultur zurückführen, die als El-Molle-Komplex bekannt ist und von 300 bis 700 n. Chr. existierte. Die klassische Diaguita-Periode um 1000 n. Cr. war durch fortschrittliche Bewässerungssysteme und schwarz-weiß-rot bemalte Keramik gekennzeichnet. Ihre Sprache, bekannt als Cacán, starb Mitte des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts aus.

    Seit 1991 wird das Regional- und Archäologische Museum Cafayate, das rund 2.000 Exponate beherbergt, von seiner Witwe Helga H. Mazzoni und seinem Sohn Maximiliano Bravo geleitet und betreut.

    Die Präsentation der interessanten Stücke ist leider alles andere als ansprechend. Ich war die einzige Besucherin und bin mit Doña Helga ins Gespräch gekommen. Sie hat mir viel Interessantes über die indigenen Kulturen und die ausgestellten Stücke erzählt. Der Besuch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

    Nachdem man im Museum nicht fotografieren darf habe ich im Internet nach entsprechenden Abbildungen gesucht.
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  • Cafayate

    Jan 16–18 in Argentina ⋅ 🌧 19 °C

    Cafayate gehört zu den touristischen Hauptattraktionen der Provinz Salta, nicht zuletzt aufgrund der vielen Weinproduzenten. Der Wein wird nicht an Hängen, sondern hauptsächlich auf der großen Ebene, in welcher die Stadt liegt, angebaut. Es gibt unglaublich viele Bodegas und wir wissen gar nicht, wo anfangen ☺️. Unter den Weinen aus großer Höhe (über 1.600m) ist vor allem der Torrontes - ein Weißwein - berühmt.

    Am ersten Tag machen wir eine Weinprobe bei Domingo Molina. Für uns neu ist der Petit Verdot, ein Rotwein mit besonderem Geschmack.
    Den zweiten Abend verbringen wir mit Doro und Marc in einem Weinbistro, wo wir uns für Wein von Piattelli entschieden haben - eine sehr gute Wahl 😋.
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