• Zum Salar del Hombre muerto

    31. jan.–1. feb., Argentina ⋅ ☀️ 17 °C

    Ich habe tolle Fotos von der Lagune del hombre muerto gesehen und wollte das Ganze live erleben. Auch wenn das nicht ganz geklappt hat, war es ein toller Tag.

    Wir verlassen Antofagasta über die zu Anfang noch asphaltierte Ruta 43 und bekommen das richtige Puna- Feeling. Weite, karge Berge, Pampagras und viele Vicuñas ☺️

    Wir kommen am Salar an und haben einen phantastischen Blick. Den türkisfarbenen See können wir mehr erahnen als richtig sehen. Wir versuchen ein paar Pisten, kommen aber nicht wirklich näher hin. Unsere Navis zeigen uns auch keine Möglichkeit auf 😞. Jetzt wäre die Drohne recht, aber die ruht ja schon ein paar Wochen im Drohnenhimmel 🤣

    Wir nehmen dann eine coole Piste einmal quer durch den Salar, wo Lithium abgebaut wird (Infos unten). Zum übernachten stellen wir uns an die verlassenen alten Minen. Später kommen zufällig Rhane und Winni vorbei. Wir verbringen zu viert wieder einen schönen Abend bei uns.

    Am nächsten Morgen steige ich noch auf den Hügel. Oh Mann, ich muss ganz schön schnaufen. Da merke ich die 4.000 m Höhe! Sonst vertrage ich es erstaunlich gut.

    Infos zum Salar:
    Die Lithiumförderung begann 1996 oder 1997. Zusammen mit dem Salar de Uyuni und dem Salar de Atacama definiert der Salar del Hombre Muerto das "Lithium-Dreieck", das die meisten Lithium-Reserven der Welt enthält. Etwa 50% - 70% des weltweiten Lithiumangebots stammen aus Salar de Atacama und Salar del Hombre Muerto, von denen letzteres aufgrund der hohen Qualität des dortigen Erzes zu den wichtigsten Lithiumressourcen der Welt zählt. Lithium ist ein wichtiges Material, das beim Bau vieler elektronischer Geräte wie Elektroautos und anderer Anwendungen im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien verwendet wird.
    Lithium-Ressourcen werden als strategische Ressourcen in der Region betrachtet, die verwendet werden könnten, um die interne Entwicklung zu erleichtern; nach einigen Jahren, in denen ein von der Regierung geführtes Unternehmen die Salzpfannen erforschte, verkaufte die Militärdiktatur des nationalen Reorganisationsprozesses die Bergbaukonzession von Salar del Hombre Muerto. Bor und Kalium finden sich auch am Salar und Borate werden als Nebenprodukt gewonnen; die Tincalayu-Borax-Mine liegt am nördlichen Rand des Salars. Der Lithiumbergbau in Hombre Muerto seit 1997 ist einer der Treiber für eine Steigerung der Bergbautätigkeit in Argentinien, mit gleichzeitigen Folgen wie politischen Konflikten im Bergbau.
    Die Bergbauaktivitäten haben bei der lokalen Bevölkerung Besorgnis über negative Umweltauswirkungen und Schäden für die lokale Existenzgrundlage zum Beispiel durch den hohen Wasserverbrauch geäußert und zu einem Streit über die Wasserrechte im Zusammenhang mit dem Projekt und einem weiteren Konflikt über Zugangsrechte zu einer örtlichen Schule geführt.
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