• Tolar Grande - Ojos de Mar

    5.–6. feb., Argentina ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir fahren wieder quer über den Salar de Arizaro in den kleinen Ort Tolar Grande, der heutzutage weniger als 500 Einwohner zählt. Unterwegs telefonieren wir mit Bimobil, um herauszufinden, warum unser Wasser nicht mehr heiß wird. Am Ende scheint es doch nur Luft im System gewesen zu sein.

    Tolar Grande erlebte seine Blütezeit in den 1940er Jahren. Damals bildete die Stadt den Endpunkt der geplanten Eisenbahnstrecke nach Chile, die Salta mit Antofagasta verbinden sollte. Schätzungsweise lebten zu dieser Zeit rund 5000 Menschen in der Stadt, die hauptsächlich im Eisenbahnwesen tätig waren.

    Gleichzeitig war die Mine La Casualidad in vollem Betrieb und transportierte Schwefelladungen von Mina Julia zum Bahnhof Tolar Grande, von wo aus sie zu ihren Bestimmungsorten verschifft wurden.

    Die Schließung der Mine, der Abbruch des Eisenbahnprojekts und schließlich die vollständige Stilllegung der Strecke führten zur Entvölkerung der Region und damit zur Verschlechterung der Lebensbedingungen der wenigen verbliebenen Einwohner, die die Stadt nicht verließen.

    Wir essen einfach aber gut, tanken Wasser und Diesel nach. Der Supermarkt ist ein richtiger kleiner Tante-Emma-Laden, in dem wir ein wenig Gemüse kaufen können.

    Dann geht es weiter zu den Ojos de Mar. Dabei handelt es sich um mehrere kleine Teiche, die sich durch ihre blau-türkisfarbene Färbung inmitten einer weißen, salzigen Wüstenlandschaft unter strahlend blauem Himmel auszeichnen. Ihr Wasser ist extrem salzig und alkalisch, und seine Farbe verändert sich je nach Sonnenstand. Die Gewässer werden durch Wasser gespeist, das von den umliegenden Felsen aufsteigt und in den Ojos de Mar verdunstet. Der Name könnte sich auf die Farbe und den Salzgehalt des Wassers beziehen, das an das Meer erinnert.
    Læs mere