Taliouine تليوين ⵜⴰⵍⵉⵡⵉⵏ
23. april 2019, Marokko ⋅ ☁️ 16 °C
Wolken, Nieselregen und 13 Grad begrüssten uns heute Morgen. Natürlich kein Grund, herum zu sitzen. Wir zogen uns entsprechend an und starteten zur Erkundung der Gegend.
Wir überquerten die Hauptstrasse (N10), um in das nächste kleine Dorf zu kommen. Wir bummelten, wie jedes mal, quer durch die kleinen Gassen und standen auf einmal vor eine grosse Kasbah, welche halb zerfallen war. Es musste wirklich etwas grosses gewesen sein. Darin befindet sich im renovierten Teil sogar ein Restaurant "Escale Rando", schön dekoriert, mit einem Blumen- und Gemüsegarten. Gleich daneben sieht man ein verlassenes, modernes Hotel - eine der vielen "Bau-Leichen". Das nächste Dorf machte hingegen einen jämmerlichen Eindruck, man könnte sagen, "echt authentisch". Wir folgten der Strasse, welche völlig unerwarteter weise asphaltiert war und stiegen dann das steile Ufer zum fast trockenen Flussbett hinunter. Noch vor dem Abstieg entdeckten wir riesige, schwarze "Käfer", sie waren, mit den Fühlern, etwa 12cm lang (!), leider haben wir nicht herausgefunden, wie diese heissen.
(Sollte es jemand herausfinden, bitte melden
Nachtrag : es sind Nymphen der Riesengrille "Eugaster guyoni")
Auf der anderen Seite wollten wir wieder hoch, aber ein Bauer meinte, dass wir nicht durch sein Stückchen Land dürfen. Wir stiegen also wieder hinunter und fanden einen anderen Weg in das Dorf Taliouine. Hier trafen wir viele Touristen, wir denken sie waren auf Trekking Touren. Im Restaurant tranken wir einen fürchterlichen Kaffee. Am Ende des Dorfes schauten wir uns die Strasse an, auf welcher wir weiter zu fahren gedenken - es wurde uns aber von diesem Vorhaben abgeraten. Weiter in diesem Teil des Dorfes liegt der zweite, kleine Campingplatz, ziemlich versteckt, aber sehr hübsch. Allerdings würde ich mit unserem Gefährt nicht über die Zugangsstrasse fahren.
Auch hier fanden wir wieder Dutzende dieser grossen Käfer.
Zurück auf dem Platz, stellten wir unser Auto um und setzten uns, vor Wind geschützt, an die Sonne. Leider zogen schon wieder Wolken auf und es begann bald darauf leicht zu regnen. Wir zogen uns in unser "Schneckenhaus" zurück und studierten die möglichen Routen für die nächsten Tage. Weil es in den Bergen regnete, kamen Passfahrten für die nächsten Tage nicht in Frage, also werden wir auf den Hautstrassen und der Autobahn Nach Marrakech und dann weiter Richtung Meknès ins Rif-Gebirge fahren.
Alle die, die gerne Steinpilznudeln essen, hätten heute Abend bei uns sein sollen :-)Læs mere














