• Susann und Reto on Tour
  • Susann und Reto on Tour

Marokko mit dem WoMo 2019

Auf geht's ! Im Januar 2019 starteten wir mit unserem WoMo für 4 Monate nach Marokko.
Via Gotthard nach Genua und dann mit der Fähre nach Tanger.
Was dann kommt, werden wir sehen.
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  • Chefchaouen شفشاون ⴰⵛⵛⴰⵡⵏ, kl. Wanderung

    3. mai 2019, Marokko ⋅ ☁️ 15 °C

    es war neblig mit leichtem Nieselregen, als wir vom Motel Rif losfuhren. Kurz davor brachte und ein Kellner Brot zum Frühstück und wir erstanden leckeres Olivenöl vom Restaurant. Nach kurzer Fahrt, das Wetter wurde immer besser, erreichten wir einen Markt, an dem Honig, Konfitüren, Olivenöl und Arganprodukte angeboten wurden und wir kauften feinen Honig ein. Auf der Weiterfahrt kamen wir wieder an saftigen Wiesen und Vieh vorbei und sahen auch eine neue Form von Minarett. Auf der Zufahrt begegneten wir Radfahrer, die uns richtig leid taten, die Strecke war steil und es war sehr warm. bald erhaschten wir die ersten Blicke auf Chefchaouen, die auch die blaue Stadt genannt wird. ("blau" vielleicht deshalb, weil hier in den Bergen viel Cannabis "Kif" angebaut wird). Wir stellten uns auf dem Campingplatz Azilan, oberhalb der Stadt auf und unternahmen sogleich eine Wanderung zu den Hügeln.Les mer

  • Chefchaouen, Kurzbesuch der Stadt

    3. mai 2019, Marokko ⋅ 🌧 19 °C

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    Bereits nach ein paar hundert Metern wurden wir von einem Burschen angesprochen, der mehr spanisch sprach, ob wir nicht auf seiner Cannabis (Kif) Farm arbeiten möchten, als Lohn gäbe es reinen Stoff. Ich habe ein Weilchen mit ihm geplaudert und dankend abgelehnt, wenn man mit Hasch an der Grenze erwischt wird, werden einem die Ferien automatisch um Monate oder Jahre verlängert. Die Stadt selbst ist sehr sauber, das bedingt, dass der Müll gesammelt und irgendwo deponiert wird. Und genau an dieser Deponie kamen wir vorbei. Zuerst vielen uns die vielen Krähen, Milane und Störche auf, die im Wind kreisten und wir dachten an normale Thermik. Oh nein, sie kreisten über Mülldeponie, um etwas zu erhaschen. Auch Menschen suchten nach etwas brauchbarem. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass auch die Nase etwas zum riechen bekam. Der nächste Hasch-Dealer kam auch bereits auf uns zu und nach einem kurzen Gespräch zweigten wir nach rechts ab und stiegen auf dem schmalen Wege hinauf. Kleine Büsche und Brachland säumten den Weg - doch was war denn das ? Das Brachland war wohl nur eine Tarnung, zwischen den vielen Steinen wuchsen kleine Pflanzer heran - Cannabis. Nach etwa einer Stunde Marsch kam wieder ein Mann auf uns zu, er sass wohl stundenlang auf einem Stein und hatte nichts anderes zu tun, als Touristen zum "einkaufen" zu bewegen - er hatte ebenfalls keinen Erfolg. Bald gingen wir in den Wald, vorwiegend Fichten und Pinien. Wir waren froh über den Schatten, denn es wurde bereits wieder heiss. Allerhand, und unbekannte Pflanzen wuchsen im Wald. Etwas eigenartig war der Eindruck, Fächerpalmen zwischen den Nadelbäumen zu sehen. Beim Abstieg fuhren zwei Traktoren mit Anhängern sehr vorsichtig die sehr steile und kurvige Strasse herunter. Wir trafen sie weiter unten, als ein Bagger Betonröhren auf eher unkonventionelle Weise auf deren Anhänger lud.
    Nach einer gemütlichen Pause spazierten wir hinunter in die Altstadt. Zum Glück waren nur noch wenige Touristen hier und wir konnten die vielen, blauen und dekorierten Gebäude anschauen. Ich kann es den Bewohnern nicht verdenken, dass sie nicht gut auf Touristen zu sprechen sind, schliesslich ziehen dies kreuz und quer durch ihre Wohngebiete. Das positive daran war, dass wir nirgends von Verkäufern bedrängt wurden und in allen Werkstätten und Läden alles anschauen konnten - nur Fotos durften wir keine machen. Besonders der Metzger, bei dem wir Pouletfleisch kauften, verbot es ausdrücklich. Unterhalb des Platzes ist eine grosse Sportanlage, mit Tennisplatz und Schwimmbecken, nicht in Betrieb aber von Hunden bewacht, die darin "wohnen". Mal schauen, wie sehr sie in der Nacht bellen werden.
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  • Chefchaouen am Abend

    4. mai 2019, Marokko ⋅ ☁️ 19 °C

    direkt unterhalb des Campingplatzes lag, wie gesagt, ein Schwimmbad mit Tennisplätzen, bewacht von Hunden. Diese haben die ganze Nacht gebellt und wir haben entsprechend wenig geschlafen. Nachdem Susann einen Zopfteig zubereitet hatte, stiegen wir in die Stadt hinunter und bummelten durch die vielen schmalen Gassen - alles in blau und weiss. Es wurde Zeit, den Teig in en Ofen zu schieben, so stiegen wir wieder hinauf zum Platz. Der Zopf gelang wunderbar, direkt zum 'rein beissen. Gegen 4 Uhr stiegen wir noch einmal in die Stadt hinunter, checkten aber vorher aus und stellten das Auto ans Ufer des kleinen Teiches, weg von den Hunden. Es war schon interessant, die verschiedenen Blau erzeugen eine besondere Stimmung, besonders am Abend, wenn das rote Dämmerlicht dazukommt. Auf dem Hauptplatz assen wir eine Pizza, kauften verschiedenes ein, streiften noch ein Wenig in der Stadt herum und kehrten zum WoMo zurück.Les mer

  • Oued Laou, am Mittelmeer

    5. mai 2019, Marokko ⋅ ☀️ 24 °C

    Montag
    am Teich haben wir wunderbar geschlafen. Nach dem Frühstück bekamen wir Besuch von einem zürcher Paar mit einem Bucher Duro "Spezial". Mit ihnen plauderten wir ein Weilchen, bevor wir uns auf den Weg in Richtung Mittelmeer machten. Die Gegend, welche wir durchfuhren wurde immer grüner und war geprägt durch steile Auf- und Abfahrten. Einmal durchquerten wir eine tiefe Schlucht auf der sehr guten Strasse. An den Hängen klebten, fast unsichtbar, die kleinen Dörfer und oben in den Bergen sah man die "Kif" Felder durch das Fernglas. Bald konnten wir den ersten Blick auf das Mittelmehr erhaschen. Kurz nach Mittag erreichten wir das Städtchen Oued Laou und der Platzwart zeigte uns den grossen Parkplatz, wo wir bleiben konnten. Sogar die WC Kassette und das Brauchwasser konnten wir hier entsorgen. Er sagte uns, dass es auch einen öffentlichen Brunnen gibt. Dir kilometerlange Promenade war fast menschenleer, das wird siech aber ändern, wenn in den Sommerferien tausende von Marokkanern den Ort fluten werden.
    Wir bummelten durch das Dorf und waren froh, dass es so ruhig war.
    Noch am Abend kauften wir Brot und Gemüse am Markt ein, denn morgen wird der Ramadan beginnen und die Läden werden geschlossen sein. Das hiess für dei Marokkaner auch, dass sie den Abend bis sehr spät in die Nacht mit plaudern und lachen verbrachten. Trotzdem konnten wir gut schlafen.

    Dienstag
    Am Morgen leerten wir unsere Tanks und bezogen Wasser vom öffentlichen Brunnen. Danach fuhren wir ans Ostende des Strandes und blieben den ganzen Tag an der Sonne. Wir kochten hier sogar unser Essen. Danach kam ein Schulmädchen zu uns und schenkte Susann einen Kaugummi; sie erhielt dafür ein paar "Stylos" und war überglücklich. Nach einer Weile erschien sie wieder mit einem selbst geschriebenen Briefchen und freute sich über das Lob und Schokolade. So kleine Dinge können das Herz gewinnen !!!
    Am Abend zogen wir uns wieder auf den Stellplatz zurück und waren am Markt einkaufen. Morgen beginnt Ramadan und die Geschäfte werden geschlossen sein. Doch es war natürlich nicht ruhig. Ein gutes Dutzend Jugendliche, von etwa 8 bis 20 Jährigen spielten auf der Promenade, direkt vor unserem Heim Fussball. Aber gegen 23 Uhr war es wieder ganz ruhig.
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  • Torres Al Kala'a

    7. mai 2019, Marokko ⋅ ☀️ 22 °C

    Torres Al Kala'a, am Mittelmeer

    Dienstag, 7. Mai
    wieder fahren wir durch die Rif-Berge und durch fantastische, bunte Berglandschaften. Immer wieder konnten wir von hoch oben auf die Küste und die Strände hinunterschauen. Auf einem Kiesplatz machten wir eine Pause, tranken wir einen Kaffee und genossen das Panorama. Unterwegs fuhren wir durch El Jebha, da war gerade Markt. Der ganze Markt fand in dem trockenen Flussbett statt. Eine merkwürdige Kulisse, aber es hatte bestimmt genug Platz. Wir konnten Mispeln und leckere Oliven kaufen. Dann trafen wir an der Küste ein und stellten uns auf den grossen Parkplatz, mit der Nase zum Meer. Es ging eine frische Brise, aber wir konnten uns etwas in den Windschatten des Wohnmobils setzen. Das Meer rauschte mit unerwarteten Tönen. Die herankommenden Wellen klangen ganz gewohnt, aber die vielen, runden Kieselsteine erzeugten ein helles Rauschen, als sich das Wasser wieder zurückzog. Auf einem kurzen Spaziergang erkundeten wir das felsige Ufer und die nächste Umgebung.
    Am Abend bekamen wir Besuch von der Hafenbehörde, sie fragten uns, ob wir über Nacht hier bleiben wollen und haben unsere Namen und Passnummern registriert - so können wir bestimmt nicht verloren gehen. Bei der Hafenbehörde wohnte eine Familie mit drei Kindern, die mit ihren Fahrrädern (oder was davon übrig war) Rennen veranstalteten. Das kleine Kaffee am Platz hatte den ganzen Tag geschlossen, aber jetzt, am Abend war es geöffnet und einige Männer verfolgten das Fussballspiel Liverpool gegen Barcelona am TV. Trotz der allgemeinen Fussballbegeisterung war es recht ruhig, obwohl sie sich darüber freuten, dass Barca 0:4 verlor.
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  • bei Al Hoceïma الحسيمة ⵜⴰⵖⵣⵓⵜ

    8. mai 2019, Marokko ⋅ ☁️ 22 °C

    ein schöner, sonniger Morgen erwartete uns nach einer ruhigen Nacht. Am Dorfbrunnen füllten wir unseren Wassertank und fuhren los, Richtung Al Hoceïma. Unterwegs suchten wir eine Übernachtungsmöglichkeit, aber ohne Erfolg. Die Stadt selbst liegt auf mehreren Hügeln, mit sehr steilen Auf- und Abfahrten. Darüber hinaus werden an allen Hängen und seien sie noch so steil, Neubauten erstellt. Östlich der Stadt fanden wir einen schönen Platz am Strand, wo wir uns einrichteten und eigentlich über Nacht bleiben wollten. Aber zuerst versenkte Reto die Vorderräder im Sand und wir blieben stecken. Vor ein paar Jahren passierte uns dies in Estland und wir lernten daraus, dass wir da alleine nicht herauskommen. Also ging Reto an die Landstrasse und hielt das erste 4x4 Fahrzeug an, um uns zu helfen. Da die Marokkaner sehr hilfsbereit waren, haben die drei Jungs alles gegeben, um uns aus dem Sand zu ziehen - leider ohne Erfolg. Zufällig kam ein Bauer vorbei, der seinen Traktor holte und im Nu waren wir draussen. Natürlich erhielt jeder seinen verdienten Batzen. Wir kochten danach etwas feines und da kam auch schon einer von der Küstenwache vorbei und erklärte, dass wir hier übernachten dürfen. Stunden später kam die Militärpolizei vorbei: wir dürfen hier auf keinen Fall bleiben - wir sollten am Besten in ein Hotel gehen. Nun, das war natürlich nicht nach unserem Gusto. Der Campingplatz, ein paar Kilometer nördlich, gab es nicht mehr, so fuhren wir zum Flugplatz. Der Parkwächter und später die Polizei erlaubten uns, auf dem bewachten und beleuchteten Parkplatz stehen zu bleiben. ABER, gegen 0:30 Uhr kreuzte wieder die Militärpolizei mit drei Mann und einem gepanzerten Wagen auf und wies uns weg, wir müssen auf den bewachten Parkplatz in der Stadt, am Plage Calla Bonita fahren.
    Morgen werden wir in Richtung Nador weiterziehen. Wir ahnen schon, dass das Übernachten schwierig werden wird. Es scheint, dass die Camping- und Stellplätze irgendwie verdunstet sind - mal sehen ....
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  • Nador الناظور ⵏⴰⴹⵓⵕ

    9. mai 2019, Marokko ⋅ ☁️ 25 °C

    Da standen wir nun, an der kleinen Plage Cala Bonita, in der Stadt. Um halb neun standen wir auf und nahmen unser Frühstück mit auf die Restaurantterrasse, es war ja niemand da (Ramadan). Bei einem schönen Blick auf das Meer und Sonnenschein war dies eine Entschädigung für die Umtriebe gestern Nacht. Wir fuhren bald los, Richtung Nador, wohl wissend, dass es schwierig sein würde, einen Campingplatz zum Übernachten zu finden. Die Route führte meistens der Küste entlang und wir entdeckten alle paar Kilometer zwei kleine Einmann-Zelte auf den Felsen. Die Küste wird akribisch überwacht, um illegale Einwanderer oder Flüchtlinge zu erwischen, die Marokko als Transitland nutzen wollen. Wir wurden auch ein paar mal von der Polizei, oder der Armee kontrolliert und mussten unsere Pässe zeigen. Die Reise führte uns wieder durch fruchtbare Landschaften. Vor allem Oliven- und Feigenbäume, sowie Kartoffeln und Getreide wurde angebaut. Ab und zu entdeckten wir grosse Gummibäume. Leider fanden wir nirgends eine Parkmöglichkeit, auch die Polizisten machten uns klar, dass es viel zu gefährlich sei, hier zu übernachten. Also fuhren wir direkt nach Nador hinein. Reto suchte zum letzten Mal einen Barbier auf und Susann fand eine Coiffeuse. Südlich von Nador sollte es einen Campingplatz geben, in Kariat Arkmane. Also los, wir füllten unseren Dieseltank und konnten sogar für 60 DH unser Auto von Hand waschen lassen. Dann, welche Enttäuschung, der Campingplatz existiert nicht mehr und der Stellplatz vor dem Hotel war auch gesperrt - was nun. Wir hielten an und ein marokkanisches Auto hielt an. Es war Deutsch-Marokkaner mit seiner Familie. Glücklicherweise wuchs er hier in der Nähe auf und verbrachte ein paar Tage Urlaub. Er bestätigte, dass es hier, rund um Nador sehr schwierig sei, einen Platz zu finden. Aus politischen Gründen sei alles gesperrt, oder definitiv geschlossen worden. Doch er wird mit dem Polizeichef und der Armee sprechen, ob wir neben ihnen übernachten dürfen - kein Problem sagten diese (arabisch sollte man können).
    Also fuhren wir über das Trottoir auf die Promenade und richteten uns ein. Wir nahmen unsere Stühle mit an den schönen Sandstrand und genossen lange die Sonne. Am Abend unternahmen wir einen Spaziergang durch das Dorf. Vorbei an vielen stattlichen, schönen Häusern. Doch viele waren nicht mehr in so gutem Zustand.
    Auf dem Rückweg stellten wir fest, dass nur eine Handvoll Strassenlampen leuchteten, auch die Promenade war nicht beleuchtet. Die Stadt habe die Stromrechnung seit zwei Monaten nicht bezahlt, zzzz.
    Am späteren Abend öffnete das kleine Restaurant und die Leute erwachten zum Leben und schauten sich das Fussballspiel im TV an. Noch später, gegen 22 Uhr wurde ein echtes Fussballtournier, mit Schiedsrichter, auf dem einzigen Platz mit einem Scheinwerfer angepfiffen. Viele Leute besuchten das Spiel bis gegen ein Uhr in der Früh. Wir konnten trotzdem sehr gut schlafen - und - keine
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  • Heimreise

    11. mai 2019, Marokko ⋅ 🌙 21 °C

    nun ist es also passiert, wir begeben uns auf die Heimreise.
    In Nador beginnt das Abendteuer mit dem Besorgen der erforderlichen Papiere und vor Allem mit Aufpassen. Zu jeder möglichen Gelegenheit versuchen junge Flüchtlinge auf irgend eine Art in oder auf ein Fahrzeug zu gelangen, um mit auf die Fähre zu kommen. Die Personen seien keine Marokkaner, sondern sollen aus Mauretanien etc. kommen. Auch wir wurden von vier freundlichen Jungs angesprochen - und plötzlich waren es nur noch deren drei. Einer kletterte unter unser WoMo und klammerte sich unter dem Boden, bei der Hinterachse fest - natürlich wurde er entdeckt. Er war sehr freundlich und erklärte, dass sie halt einen Weg nach draussen suchen, und dass es nicht schlimm sein ,wenn sie erwischt werden. Beim LKW vor uns stieg alle paar Minuten einer, flink wie ein Wiesel, aufs Dach und wollte sich zwischen den grossen Reserverädern verstecken - natürlich ohne Erfolg. Es war fast wie ein Spiel für sie.
    Von der Fähre aus beobachteten wir, dass immer wieder Flüchtlinge auf dem Schiff gefunden wurden und ganz freundlich hinaus begleitet wurden - und 5 Minuten später wieder hier waren :-)
    Nach sechs Stunden warten legten wir endlich ab und konnten gegen 22 Uhr in unserer Kabine zu Abend essen.

    Nach einem Stopp in Barcelona. mitten in der Nacht, legten wir nach zwei Tagen, gegen 10 Uhr in Sète an und brausten direkt nach Hause.
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  • Reisens slutt
    13. mai 2019