Letzte Nacht - Phuket
April 27, 2025 in Thailand ⋅ ☁️ 30 °C
Die letzte Nacht war alles andere als ruhig.
Zunächst rollte wieder ein gewaltiges Tropengewitter über uns hinweg, das Haus erbebte unter Donner und prasselndem Regen. Und dann – Achtung, Plottwist – ging mitten in der Nacht um 2 Uhr einfach unsere Eingangstür vor der Villa auf. Ob Wind, Witzbold oder was Übernatürliches – wir werden es nie erfahren. Todesmutig (und noch im Halbschlaf) bin ich raus aus der Villa und habe die Tür wieder verriegelt.🙈
Am Morgen standen wir, noch etwas zerknautscht, um acht Uhr auf. Der Himmel strahlte in schönstem Blau, als wollten die letzten Stunden hier noch einmal alles geben. Wir frühstückten entspannt unter Palmen, spürten die Sonne auf der Haut und genossen dieses stille Glück.
Anni – also ich – entschied spontan, noch eine kleine Runde mit dem Kajak zu drehen. Ich glitt auf der ruhigen, glitzernden Andamanensee dahin, als würde die Welt für einen Moment stillstehen. Dieses Wasser, diese Weite – ein kleines, großes Geschenk zum Abschied.
Zurück an Land hieß es dann: Rucksäcke packen, alles verstauen, bereit machen für die Abholung um 13 Uhr.
Unser Taxifahrer war auch pünktlich zur Stelle – jedenfalls physisch. Geistig befand er sich allerdings noch im “sanitären Entspannungsbereich”, wo er sich eine ausgiebige Auszeit gönnte. Und während wir so warteten, wurde langsam klar: Das könnte heute noch spannend werden.
Um 13:25 Uhr – der Puls schon leicht erhöht – kam er dann doch aus der Toilette geschlendert. Kein Stress – noch nicht. Schließlich hatten wir ja gedacht, der Pier sei gleich um die Ecke. Dem war nicht so. Während der Fahrt merkten wir, er muss wo andres sein als gecheckt. Der Pier liegt auf der anderen Seite der Insel.
Jetzt hatten wir ein echtes Zeitproblem.
Doch unser Fahrer nahm die Herausforderung sportlich – und uns gleich mit. Mit Vollgas ging es über die Straßen, wir auf der offenen Ladefläche des Pick-ups, zwischen riesigen Säcken voller schmutziger Wäsche. Ein Glück eigentlich – die Säcke dienten in den abrupten Bremsmanövern als exzellente Puffer.
13:50 Uhr, Ankunft am Pier. Uns war beiden richtig schlecht 🤮🤢Haare zerzaust, aber wir waren da.
Ich sagte dem Fahrer noch, dass das eine ziemlich sportliche Fahrt war – er grinste nur breit. Ganz offensichtlich unser Problem, nicht seins.
Das Speedboot wartete schon. Und zu unserer Überraschung waren wir fast die einzigen Gäste. Perfekte Plätze, der Fahrtwind blies uns die letzten Sorgen aus dem Kopf, und ich saß einfach nur da, ließ den Blick über das endlose Meer schweifen und nahm innerlich Abschied.
Danke du wundervolles Leben, für diese zwei Wochen voller kleiner und großer Erkenntnisse, voller besonderer Momente mit meinem Le Annchen. 🥰🫶
Am Pier in Phuket angekommen, wartete das vielleicht schönste Taxi unseres gesamten Urlaubs auf uns: Ledersitze, Klimaanlage, sauber– fast ein bisschen zu komfortabel nach unserer wilden Fahrt über die Insel.
Unser Hotel für die letzte Nacht liegt in direkter Flughafennähe, nur zehn Minuten vom Terminal entfernt. Morgen geht’s dann über Bangkok zurück nach Frankfurt.
Wenn alles gut läuft, landen wir am Montagabend wieder in Deutschland.
Wir machten noch einen Spaziergang durch den Wald und am Strand entlang und fanden dabei etwas ganz Besonderes: Endlich gab es sie – Mangosteen und Rambutan! Wochenlang hatten wir vergeblich Ausschau gehalten, denn die Ernte beginnt erst im Mai. Und nun, genau heute, am letzten Tag, konnten wir die ersten Früchte der Saison kosten. Ein süßer, köstlicher Abschied von dieser Reise.
Zum Abendessen saßen wir gemütlich im Restaurant, bestellten ein letztes Mal quer durch die Karte:
Für mich gab es Reis mit Shrimps in einer Ananas serviert – tropischer geht’s kaum – und Le Ann entschied sich für eine Suppe und Bruschetta.
Schon nach den ersten Bissen seufzte sie: „Also ehrlich – das Essen hier ist nicht so zu hundert Prozent meins. Ich brauch einfach Brot. Die Italiener sind und bleiben meine Helden.“
Wir mussten lachen. Typisch Le Ann – klare Worte, auch am Ende der Welt.
Zwischen Ananas-Reis, Bruschetta und letzten Urlaubsgeschichten fiel uns dann wieder das vielleicht verrückteste Erlebnis ein:
Der Moment, als plötzlich eine Baumschmucknatter vom Baum direkt auf mich heruntersegelte.
Ganz lässig, mitten rein ins tropische Abenteuer – als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.
Ich freue mich schon auf das große Glück, was mich nun erwartet.🍀
Wir freuen uns auf Zuhause – und gleichzeitig sind wir unendlich dankbar für diese wunderschöne, gemeinsame Zeit hier in Thailand.
Für Le Ann war es das erste Mal – aber bestimmt nicht das letzte Mal.
Gute Nacht, ihr Lieben 🥰– danke, dass ihr mitgereist seid, mitgefühlt und mitgelacht habt.
Bis bald, wenn es wieder heißt:
Anni geht auf Reisen. 🎒☀️🌊🐚Read more











TravelerDanke für die sehr schönen Eindrücke und Zusammenfassungen eurer Reise 🙏🏼🫶