• Rometta

    March 22 in Italy ⋅ ☁️ 13 °C

    Zur Abwechslung laufe ich gar nicht in Richtung Palermos, sondern marschiere nochmal ein Stück Richtung Osten. Allerdings überquere ich den Hauptkamm um in die Nordausläufer zu gelangen. Zuvor hatte ich einen Ort gesehen, der mir so gut gefiel, dass dieser Umweg lohnenswert ist. Rometta trohnt auf einem Felsplateu und war in der Vergangenheit befestigt.  Heute stehen nur noch Reste der alten Stadtmauer, vor allem die Stadttore.  Der Rundumpanoramablick ist beeindruckend schön. Doch wie in den meisten Orten die nicht an der Küste liegen, hat man hier den Eindruck, es ging schon mal lebendiger zu. Das ehemals harte Leben in diesen Orten treibt seid 50 Jahren alle jungen Leute in die großen Städte.  Diese Prozesse laufen irgendwann von selber, da sobald ein gewisser Bewohner Schwund erreicht ist, verschwindet sukzessive die Infrastruktur.  Schulen schließen, sowie Geschäfte und Jobs verschwinden. Ohne Kino, Entertainment oder Kultur suchen viele Menschen das weite. Persönlich kann ich es nicht nachvollziehen, mein Bedürfnis nach Ruhe und Geborgenheit überwiegt stark. Abends besorge ich mir in einer Bar noch ein fritiertes Abendessen. Eine Notfall Lösung.  Bedient werde ich von einer wirklich alten Nonna, die Schwierigkeiten hat zu laufen. Kein selten Anblick in den eher isolierten Ortschaften. Zum Schlafen ziehe ich mich zurück an den Rand eines Olivenhains. In der Nähe begegnen mir ein paar Jugendliche,  die glaube ich zum kiffen runter an den Fluss kommen. Da sie den steilen Aufstieg nicht zu Fuß bewältigen wollen, quetschen sie sich zu viert auf einen Roller. Leider konnte ich wegen den Lichtverhältnissen kein Foto machen.Read more