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  • Day1

    Campgrounds - reservieren oder nicht?

    May 21, 2017 in Germany ⋅ ☀️ 19 °C

    (26.02.2017)
    Das Thema Campingplätze und die Frage diese vorab zu reservieren oder besser nicht beschäftigt mich gerade sehr.

    Eigentlich wollten wir uns nicht schon im Voraus für jede Nacht festlegen, da vielleicht mancher Ort doch zum länger Verweilen einlädt oder wir aufgrund des Wetters vorzeitig weiter reisen wollen.
    Ich habe auch gelesen, dass eine Reservierung von Campingplätzen i. d. R. nicht erforderlich ist. Es empfiehlt sich jedoch bei den großen Touristenattraktionen, wie z. B. dem Banff oder Jasper Nationalpark, zu reservieren oder relativ früh am Tag anzukommen.
    Dadurch, dass wir aber auch schon die Fähre vorab gebucht haben und somit unsere Zeit auf Vancouver Island auf den Tag genau fest steht und drei Wochen relativ kurz sind, müssen wir eh an bestimmten Tagen in bestimmten Regionen sein, um alles zu sehen und zu schaffen was wir uns vorgenommen haben.
    Außerdem würde ich vor Ort genauso die Campingplätze vorab recherchieren. Nur hab ich dann vielleicht keine so gute Internet Verbindung. Also warum nicht gleich von zu Hause in aller Ruhe vergleichen und dann den passenden Campground (CG) auswählen. Außerdem hab ich schon die Verfügbarkeit des ein oder anderen CG überprüft und angefragt und ich war überrascht, dass diese bereits jetzt zu 80% reserviert waren. Man findet sicherlich immer irgendwo einen Platz, zur Not auf einem Parkplatz, aber man möchte ja auch eine tolle Lage mit schöner Aussicht. Außerdem möchte ich nicht täglich den Stress haben einen CG zu finden.
    Wenn man vorab reserviert, hat man zudem den ganzen Tag Zeit für diverse Unternehmungen und kann auch erst spät abends am CG ankommen, ohne Angst keinen Platz mehr zu bekommen.

    Ich habe jetzt insgesamt schon 7 CG (alle auf Vancouver Island, Jasper NP, Vancouver, Okanagan Valley und die letzte Nacht in Calgary) reserviert und teilweise gezahlt. Manche CG kann man jedoch nicht vorab buchen. Es gibt zudem auch kostenlose CG, die man natürlich auch nicht reservieren kann. Es gilt dann FCFS "First Come, First Safe".

    Für die übrigen 7 CG werden wir wahrscheinlich auch nichts reservieren und einen von den FCFS Plätzen besuchen. So haben wir einen guten Mix.

    Generell ist das "wilde campen" sowohl in den Provinz- und Nationalparks, als auch in den Großstädten außerhalb der offiziellen Plätze strengstens verboten.

    Man unterscheidet grundsätzlich zwischen staatliche CG, Nationalpark CG, Provincal oder Muncipal Park CG und privaten CG.

    Die staatlichen CG sind meistens sehr großzügig angelegt, aber nicht alle verfügen immer über sanitäre Einrichtungen. Die Bezahlung verläuft meist auf Vertrauensbasis. Dabei variieren die Gebühren stark in Abhängigkeit von Lage und Ausstattung sind aber i.d.R. günstiger als private Plätze.

    Die Nationalpark CG sind sehr beliebt, da es sich meistens um sehr reizvolle Natur-Plätze mit tollen Aussichten handelt. Ich habe gelesen, dass sich hier frühzeitiges Buchen empfiehlt, vor allem in der Hochsaison. Viele der Nationalpark CG verfügen über einfache sanitäre Einrichtungen, einige Campgrounds, vor allem in Banff und Jasper, sind jedoch besser ausgestattet und bieten mehr Komfort. Kostenlos sind sehr oft so genannte „Walk-in“ oder „Wilderness Campgrounds“, die abseits der Straßen liegen.

    In allen Provinzen sind „Provincial Parks“ mit unterschiedlichen Komfortbedingungen zu finden. Einige verfügen über gute sanitäre Anlagen, wie Dusche etc. Andere bieten dem Besucher einen Wasser- und Stromanschluss, wiederum andere sind nur sehr einfach ausgestattet. Die Kosten variieren entsprechend. In vielen Städten gibt es auch so genannte „Municipal/ Country Campgrounds“, die sich nach Ausstattung und Lage stark unterscheiden.

    Private Campingplätze sind meist komfortabler als die staatlichen ausgestattet. Die meisten haben „Full Hook-up“, d.h. Stellplatz mit Frischwasser-, Abwasseranschluss und Stromanschluss, und bieten sehr gute sanitäre Einrichtungen. Zudem haben viele privat betriebene Plätze Duschen, Waschmaschine, Pool, Kinderspielplätze, Sportanlagen oder Shops. Private Plätze bieten meist auch WiFi. Die Preise variieren stark und sind deutlich teurer als die vorgenannten.

    Eine riesige Hilfe für die Planung war jedenfalls das Unterkunftsverzeichnis des Reise-Know-How Reiseführers "Kanada der ganze Westen". Im Netz gibt es zwar Campingverzeichnisse, aber nur in englischer Sprache und auch bei guten Sprachkenntnissen nicht immer einfach zu interpretieren. Ich denke wir haben einen guten Mix an vorab reservierten und FCFS CG. Wir haben auch einen guten Mix an privaten CG, Nationalpark CG und Provincal Park und zwischen etwas teureren und komplett kostenlosen Plätzen.
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