Moe y Alain

Joined December 2018Living in: Schweiz
  • Day7

    Chicos, ya cerramos la escuela!

    January 15 in Argentina ⋅ 🌧 23 °C

    Nachdem Alain meinem ganzen Frust ausgesetzt war, einigten wir uns darauf, mal eine „Práctica“ (Milongasimulation zum Üben) aufzusuchen. Im Parque Patricio fanden wir ein Plätzchen, wo die fitten Senioren und tanzfreudigen Touristen sich austoben konnten und Tango, aber auch Cumbia, Swing und Folklore tanzten. Es hat mich sehr berührt, mit wieviel Gefühl auch im hohen Alter getanzt wird. Diejenigen, die sich nicht mehr bewegen konnten, sassen auf den roten Plastikstühlen und fühlten mit. Eine Gitarristin gab später eine kleine Livemusikeinlage. Wunderschön! Wir haben viel getanzt. Hier fühlte ich mich nicht mehr wie ein kleiner Elefant, sondern vielleicht mehr so wie ein junges Tanzbärchen. ;-)

    Gestern untersuchten wir die „Shoppingmeile“ von Buenos Aires. Sie versucht zwar hübsch auzusehen, sich zu schmücken mit verblichenen Spiegel und verrissenen Fähnchen, um mit anderen Grosstadtshoppingmeilen mitzuhalten... Aber die heruntergekommenen Gebäude, die wohl zur Hochblüte mal fantastisch ausgesehen haben und die verlöcherten Trottoirs, die wieder mal „zum Zahnarzt“ müssten, machen einen sehr traurigen Anblick. Zum Glück fehlen auch Läden wie Gucci, Armani und Dolce Gabbana, somit muss ich mir um mein Portemonnaie keine Sorgen machen. Haha. :-)

    Oder vielleicht doch. Brauche ich nicht noch Tangoschuhe? Das hilft sicher beim tanzen? Tangoschuhläden gibt es fast wie Sand am Meer... Oje... Ich muss jetzt stark sein.

    Am Abend besuchten wir zum ersten Mal eine Tangoschule. Aufgrund der letzten Erfahrung im Anfängerkurs, besuchten wir das erste Level. (Alain wollte keinen meiner Frustrationsanfälle mehr riskieren.) Ich glaube jeder einzelne Tourist der sich zu dieser Zeit in Buenos Aires befand, hatte die gleiche Idee wie wir. Warum auch nicht... eine Tangostunde kostet gleich viel wie zwei Bier! (Zwei Bier haben wir uns danach auch gegönnt.) Obwohl sich gefühlte 100 Leute auf gefühlt 5 Quadratmetern befanden, hat die Tangostunde sehr Spass gemacht. Wir haben viel persönliche Aufmerksamkeit von den Lehrern genossen und bereits konstruktive Tipps erhalten, die wir gleich umsetzen wollten und sind zum Üben geblieben. Sie mussten uns zwei Streber irgendwann rausschmeissen, damit sie die Schule schliessen konnten... So muss es sein!

    (Videos posten wir auf Facebook, da wir hier keine Premiummember sind)
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  • Day4

    Der kleine Elefant im Tangoschuppen

    January 12 in Argentina ⋅ ⛅ 26 °C

    Schon am unserem Ankunftstag in Buenos Aires stürzten wir uns in unser Tangoabenteuer und fuhren zu meiner ersten argentinischen Milonga mit (=Tangoparty) mit Livemusik. Was ich in der Schweiz als sehr seriöse und ernsthafte Ü50-Angelegenheit erlebte, scheint hier um 180 Grad anders zu sein. Es gibt Tanguero/as jeden Alters, die Frisuren reichen vom strengen Dutt bis zu langen Rastas, man tanzt in schwindelerregend hohen Schuhen oder auch in Converses, Nikes oder Finken. Es wird auch fröhlich-laut geplaudert und die Stimmung ist sehr entspannt. Da der Saal ziemlich überfüllt war, verbrachten wir nur kurze Zeit auf der Tanzfläche und haben uns die restliche Zeit visuell und auditiv inspirieren lassen.

    An unserem ersten Morgen war Alain kaum zu halten und wir zogen los, um das „Touristenzeug“ abzuhaken. Zu Fuss durch schäbige, aber schön sonnige Strassen erreichten wir den Plaza de Mayo, gingen weiter entlang dem Río Darsena (klingt schön, ist aber nur eine braune Brühe) zum Hafen und schliesslich zu einem Naturreservat „Reserva Ecologica Costanera Sur“. Da wir das Touristentum sehr ernst nehmen, frass die obligatorische Fotografiererei viel Zeit, bis wir gemerkt haben, dass wir schon fast zu spät waren, wenn wir pünktlich und satt zu unserer ersten Tangostunde kommen wollten.

    Busfahren: die Bushaltestellen erkennt man an den säuberlich hintereinander stehenden Menschen am Strassenrand oder dank GoogleMaps. Vorbildllich steigt einer nach dem anderen ein und murmelt dem Chauffeur andächtig und unverständlich seinen Ausstiegsort und hält dann seine Prepaidkarte an den Piepserkasten. Wenn man keine Karte hat, fragt man einfach den Menschen hinter einem, der dann hoffentlich hilfsbereit seine Karte anpiepst. Zurückbezahlt-werden wollte er in unserem Fall nicht. Nett oder? Das Busfahren kostet zum Glück kaum einen Viertel Franken, so mussten wir nicht ein allzu schlechtes Gewissen haben. Da wir als zwei unbeholfene Touristentrottel viel Aufmerksamkeit im Bus erregt haben, wusste der halbe Bus wo wir hinwollten und so waren wir in sicheren Händen.

    Tangostunde: Oft findet vor den Milongas ein Tangoworkshop statt. Zwei sympathische junge Leute gaben uns musikalische Inputs. Ich als ungeduldige Anfängerin fühlte mich in diesem “Anfängerkurs” überfordert. Meine Frustrationstoleranz im Tanzen kann wirklich nicht gerade hoch genannt werden... Es wurde auch nicht besser als die Party losging und die Porteño/as (Buenos Airer/innen) ihre Schuhe schnürten. Wir waren wohl in einem Profitangoschuppen gelandet: alle haben “Tango gefühlt”, ausser ich. Jeder Schritt fühlte sich falsch an und sah wohl auch nicht halb so elegant aus wie bei den anderen. Als Tänzerin wieder ganz von vorne beginnen zu müssen und zu erkennen, dass es wirklich gar keine Abkürzungen zum Tango gibt, ist zurzeit Frust pur. Aber ich werde es lernen!!

    (Zum Glück hab ich meinen lieben Schatz der mir heute Frühstück gemacht hat und jetzt einen kleinen Mittagssnack vorbereitet. :-) E Guete!
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  • Day2

    (Para bailar la) Cochabamba

    January 10 in Argentina ⋅ 🌧 20 °C

    Cochabamba: Was mehr nach einer lustigen Party oder einem abenteuerlichen Dessert klingt, ist unsere argentinische Adresse für die nächsten zwei Wochen. Nach 25h Reise sind wir endlich in unserer gemütlichen AirBnB-Wohnung im Quartier “San Telmo” angekommen. Die Wohnung ist in einem alten, typisch argentinischen Haus mit zwei engen Wendeltreppen und einer Dachterrasse mit Aussicht auf heruntergekommene Hausfassaden. Es gibt Küche mit Kaffeemaschine, Bad mit Bidet um die Tanzstinkfüsse zu waschen und Wohnzimmer mit viel Platz, grossem Spieltisch und Tanzspiegel. Der Vermieter ist Tangogitarrist und hat uns bereits mit zahlreichen Tangotipps ausgestattet.
    Heimweh? Können wir eigentlich gar nicht so haben, wir haben kein “Daheim” mehr! ;-) Unser ganzer Haushalt befindet sich auf circa 5 Kubikmeter im Keller bei meinen Eltern. Tagelanges Ausmisten, Verkaufen, Verschenken und Entsorgen hat sich definitiv gelohnt!
    Rucksack versus Koffer: ich mit 14 Kilo vollem Rucksack am Rücken und Alain mit 12 Kilo vollem Koffer an der Hand, haben wir die verschneite Schweiz für 7 Monate verlassen. Sehr praktisch, dass ich keinen Koffer durch den Schnee schleiffen musste: 1:0 für meinen Rucksack. (Im Flughafen selber hat sich der Punktestand recht schnell zu Gunsten des Koffers gedreht.)
    Kamasutra des Sitzens: Hochgradig kreativ habe ich jede mögliche Sitzstellung im Flugzeug ausprobiert, um mich fit zu schafen für den ersten Tag in Buenos Aires. Vieles ist möglich, aber bei 12h nichts wirklich nachhaltig bequem. (Deshalb liege ich jetzt gemütlich im Bett und “influence” euch. Im Wintergarten nebenan ist Alain am Spanisch lernen, damit er das nächste mal nicht “Nariz” (Nase) bestellt, wenn er eigentlich “Arroz” (Reis) essen will ;-))
    Unser Plan: keinen zu haben! Wir freuen uns wahsinnig, mit einer leeren Agenda unterwegs zu sein. Nur Tango tanzen und gut essen. Was will man mehr!
    Übrigens wer noch Argentinien-Tipps hat, melde sich doch bitte bei uns! Im Gegenzug gibts dann paar neidisch-mach-Fotos! ;-)
    Hasta la Pista!
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