Laurissilva - Lorbeer, Erika, Löwenzahn
September 28, 2024 in Portugal ⋅ ⛅ 21 °C
Der Tag startete für uns früh. Unsere letzte große Tour hier auf Madeira führte uns in einen der ursprünglichsten Teile der Insel - den Laurissilva. Ein Wald der sich seit Jahrhunderten nicht verändert hat und der für die Insel von großer Bedeutung ist. Hier wird vieles von dem benötigten Wasser aufgefangen und über die Levadas - Wasserstraßen - über die Insel transportiert.
Genau an einer solchen Wasserleitung würden wir unserer Wanderung machen. Unser Guide für den heutigen Tag war Magno. Er erzählte uns auf dem Weg zum Startpunkt schon so manch wichtiges Detail und worauf wir bei der Wanderung achten sollten.
Hauptattraktion der Wanderung würden die zwei Wasserfälle Risco und 25 Fontes sein. Auch über den durch die UNESCO geschützten Wald wusste er einiges zu berichten.
Dann waren wir endlich am Startpunkt und konnten unsere Wanderung mit der hauptsächlich englischsprachigen Truppe beginnen. Den ersten Teil des Weges hatten wir noch die Begleitung einer Kuh, die sich jedoch für eine andere Tour entschied.
Auf dem Weg konnten wir wieder die Fauna der Insel bestaunen. Zwar waren uns die Pflanzen rechts und links des Weges bekannt, doch in der hier vorkommenden Größe nicht immer direkt erkennbar. Erika das 3m hoch ist? Löwenzahn mit einer Höhe von 2m? Für uns bis dato unvorstellbar, hier jedoch der "Normalzustand".
Der erste Stopp war nach einer Wanderung über steinige, nicht immer sehr bereite Wege erreicht. Unser erster Wasserfall.
Von hier aus wurde der Weg immer abenteuerlicher und selbst für die nicht so hochgewachsenen Teilnehmer der Tour kamen die Bäume teilweise soweit herab, dass man sich bücken musste um dem Weg folgen zu können. Den Abhang an der Seite des Weges ignorierten Teile unserer Reisegruppe geflissentlich um nicht eine dauerhafte Bleibe im Wald aufschlagen zu müssen.
Am zweiten Wasserfall angekommen war es dann Zeit für eine kurze Verschnaufpause und einen kleinen Snack. Zum Glück waren wir am Morgen frühzeitig aufgebrochen, sodass wir noch vor den großen Touristenmassen diesen wunderschönen Ort bestaunen konnten.
Nach dem Mittagessen ging es über einen nicht weniger abenteuerlichen Weg auf den letzten Teil unserer Strecke. Dieser endetet an einem 800m langen, stockdunklen Tunnel. Also Handys und Taschenlampen raus und los ging es etwa 12 Minuten durch die Dunkelheit. Dank wasserfester Schuhe konnten wir diesen Teil der Strecke mit trockenen Füßen hinter uns bringen. Belohnt wurden wir mit einem atemberaubenden Blick über ein leicht wolkenverhangenes Tal.
Nach einem kurzen Stopp in einer örtlichen Lokalität, wo wir ein kühles Getränk als Belohnung für die heutigen Anstrengungen zu uns nahmen ging es für die erschöpfte aber glückliche Reisegruppe zurück nach Funchal in unsere Hotels.Read more





















