• Dorit Horst-Bock
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Albanien

Un’avventura di 46 giorni di Dorit Leggi altro
  • Winery Cantina Mani/Shkodra

    14–15 ott 2025, Albania ⋅ ☀️ 19 °C

    Die wohl kürzeste Etappe unserer Reise führt uns nach 6,9 km zur Winery Kantina Mani. Vorab auf halber Strecke erhält Adriano eine wohlverdiente Wäsche von Hand. Das Womo strahlt wie neu und wir mit ihm. Wir bedanken uns bei der fleißigen Familie mit einem Obolus. Augenblicklich bittet sie uns zu warten und bringt uns im nu zwei Hände voll Weintrauben. Es berührt uns immer wieder zu tiefst, wie herzlich die Albaner/innen sind 🫶🏻
    Der heute 44-jährige Fatjon Mani hat nach dem Fall des kommunistischen Regimes 1998, wie viele andere junge Albaner, das Land verlassen. Er lebte in Italien, England und kurze Zeit in den Niederlanden. Aus dieser Zeit stammt eine tiefe Freundschaft zu drei Niederländern.
    2011 kehrte er nach Albanien zurück. 2012 legte er seinen Weinberg mit 7500 Rebstöcken auf dem Land seines Vaters an. Er baute einen Brunnen und ein Bewässerungssystem. Verkaufte seine Trauben an andere Winzer und stellte unter sehr einfachen Bedingungen in der Garage seiner Schwester seinen ersten eigenen Wein und Raki her.
    Mit seinen drei niederländischen Freunden plante Fatjon einen Ort, um guten Wein herzustellen und Gäste zu bewirten. Erst fehlte das Geld, aber der Traum blieb. 2020 wurde innerhalb von drei Monaten das Haupthaus fertiggestellt. 2021 wurde die Kantina Mani offiziell von der niederländischen Botschafterin eröffnet!
    Warum erzähle ich das?
    Uns hat der sympathische Fatjon mit seiner Geschichte, die es in ähnlicher Weise wohl öfter in Albanien gibt, beeindruckt. Seine Haltung und sein Durchhaltevermögen zeigen eine Stärke, die auch bei unserem Besuch deutlich zu spüren war. Immer freundlich, zugewandt. Die viele Arbeit kaum zu bewältigen, unterstützende Kräfte fehlen auch hier. Seine hochschwangere Frau kochte für uns ein traditionelles Essen. Nachdem wir bewirtet wurden, teilte Fatjon uns mit, dass er seine Frau zum Arzttermin fahren musste, er entschuldigte sich vielmals dafür. Ein wenig verdutzt blieben wir zurück.
    Als wir am nächsten Morgen unsere Rechnung begleichen wollten, erzählte er, dass seine Frau Probleme mit dem Blutdruck habe, aber der Doktor war zufrieden mit ihrem Zustand. Wieder folgten Entschuldigungen.
    Wir vertieften uns in ein Gespräch über die Zeit während des kommunistischen Regimes, seine Freunde und über seine weiteren Pläne. Wir ziehen den Hut vor diesen Menschen, die mit soviel Mut, harter Arbeit und Zuversicht ihr Land zu einem besseren Land machen möchten.
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  • Mlini

    15–16 ott 2025, Croazia ⋅ ☀️ 19 °C

    Albanien Adieu. Heute steht eine lange Tour Richtung Dubrovnik an. Über Hani i Hotit (Grenze) auf einer wunderschönen Gebirgsstraße an die montenegrienische Küste. Die bekannte Riesenbaustelle vor Kotor und die kurze Fährfahrt über die Bucht sind kein Prolem. Bei der Einreise nach Kroatien wird es nervig, die Jungs lassen sich viel Zeit - über eine Stunde Wartezeit. Aber dann sind wir wieder in der EU. Do wechselt sofort und während der Fahrt die SIM-Karten. Unsere letzten 'Lekerlies" waren noch in Albanien gegen "Rauchwaren" eingetauscht worden, Dann stranden wir später auf dem Camp Kate in Mlini, ungefähr 12 Kilometer vor Dubrovnik. Von dort gibt es eine Wassertaxi- Verbindung in die Touri-Hochburg. Machen wir. Aber schon am Abend kam Wind auf. Wetter am Morgen weiter pustig und bedeckt.. Mit dem Womo in der Stadt einen Parkplatz suchen? Nee, den Stress tuen wir uns nicht an. Und weil wir grad beim Auslassen, sind fliegt auch Split aus der Planung. Auf geht's nach Trogir, 272 Kilometer nördlich. 15:30 Uhr Ankunft. Schöner Platz auf Pinien bewaldeter Landzunge, Sonne 22⁰ C. Gute Entscheidung, ein paar Tage noch das schöne Sommerwetter genießen.Leggi altro

  • Trogir/ Camping Rožac

    16–20 ott 2025, Croazia ⋅ ☀️ 20 °C

    Camping Rožac, gelegen auf einem schönen Kap, mit einem ein Kilometer langen Kiesstrand, in Okrug Gornji (runde Bucht) auf der kleinen Insel Ĉiovo, ist ein Traum. Die Tages Höchstwerte betragen immer noch 22 - 24°C. Genau richtig, um noch ein paar Tage den "Spätsommer" zu genießen.
    Doch schon am frühen Abend kratzt der Hals, fühl mich etwas malad. Am nächsten Morgen hat sich auch noch die Rüsselseuche dazugesellt. Na toll, erst einmal Aspirin und wieder ins Bett. Mit Tropfen und Spray versuche ich der Sache Herr zu werden!
    Schongang ist angesagt.
    Zur großen Erleichterung geht es mir am Samstag besser. So können wir unseren Ausflug nach Trogir angehen. Die Kräfte gut einteilen, sagt Micha. Wir wollen Taxi fahren. Leider bekommt die Frau an der Rezeption keines geordert. Ihre Kollegin meint, sie fährt eh in die Stadt und nimmt uns mit. Sie entpuppt sich während der Fahrt als Besitzerin des Camping. Läuft bei uns 💪🏻.
    Trogir, in irgendeinem smalltalk unter Reisenden habe ich diesen Ort gehört, als interessant abgespeichert. Und so ist es.
    Malerisch liegt die Stadt auf einem Inselchen, die durch eine kleine Brücke mit dem Festland und einer weiteren mit der Insel Čiovo verbunden ist. Die historische Altstadt ist seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe.
    Das erste, was wir besuchen, ist der tägliche große Obst- und Gemüsemarkt. Wir verschaffen uns einen Überblick der Produkte. Vieles wird mit "handmade" angeboten. Wir aber steuern erst einmal die Fischhalle an. Nur zwei Stände haben noch ein kleines Restangebot. Der Thuna springt mir förmlich ins Auge. Die ältere Frau schneidet mir beherzt zwei Scheiben ab. Gute 600 Gramm! Da haben wir heute Abend was vor.
    Grüne Bohnen wurden auf dem Markt angeboten, Zehn Euro das Kilo. Hammer, die lassen wir lieber liegen!
    Mit unserer Beute bummeln wir durch die engen Gassen, betrachten die dreischiffige Kathedrale des Hl. Laurentius mit dem beeindruckenden Portal. Weiter geht es am Uhrturm vorbei zur imposante Festung Kamerlengo. Zu guter Letzt schlendern wir über die mit Palmen gesäumte Promenade.
    Langsam wird es Zeit für den Rückweg. Am Taxistand teilt uns der Fahrer mit, 15 - 20 € ist der Preis für die 2,5 km lange Strecke zum Camp. Ich könnte platzen vor Wut! Ich fühl mich so richtig über den Tisch gezogen!
    Ich lehne die Taxifahrt ab. Micha ist genervt. Genervt vom Taxifahrer, genervt von mir und vor allem genervt von dem anstrengenden, steilen Fußweg, der vor ihm liegt. Die Stimmung ist angespannt.
    Abends, nach einem klärenden Gespräch, lassen wir uns unseren super mega leckeren saftigen Thuna schmecken.
    Der Sonntag macht seinem Namen alle Ehre. Die Sonne scheint ☀️ aus allen Knopflöchern. Wir schlendern durch den Tag. Zwischendrin wird gepackt und geräumt. Nur mit dem Abbaden klappt es leider nicht. So fit fühle ich mich dann doch noch nicht. Abends wird eine köstliche Pizza im Restaurant des Camp verputzt. Morgen wollen wir früh starten.
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  • Camp Zagreb

    20–21 ott 2025, Germania ⋅ ☁️ 13 °C

    Ab jetzt heißt es Strecke machen. Unser heutiges Ziel heißt Camp Zagreb. Es sind "nur" 384 km, diese verlaufen teils durch schöne buntgefärbte herbstliche Gebirgszüge - landschaftlich sehr ansprechend, doch auch mit vielen Kurven. Der Stellplatz ist nett angelegt, ich ärgere mich aber bei der Ankunft. Es weht die Acsi Fahne, Aufkleber befinden sich an der Tür. Als ich meine Karte vorzeige, lächelt die Mitarbeiterin und weißt auf einen kleinen ACSI-Wimpel auf dem Tresen mit rotem Kreuz. Soll heißen wir akzeptieren die Karte nicht 😤. Zähneknirschend bezahlen wir 36 € statt 27 €. Wäre ja halbwegs in Ordnung, aber so fühlt es sich nach Nepper, Schlepper, Bauernfänger an!
    Wir schütteln uns einmal kräftig und machen das Beste daraus. Zumindest sind die sanitären Einrichtungen tipptopp und sogar beheizt. Und die Klodeckel haben eine Zuklapp-Brems-Funktion.
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  • Vilshofen

    21–22 ott 2025, Germania ⋅ ☁️ 16 °C

    Es ist Vilshofen geworden und nicht Passau. 470 km laufen heute wie geschnitten Brot! Dank des genialen Podcast Schreiben & Schreddern von Marc-Uwe Kling vergeht die Zeit wie im Flug. Die Grenzen Kroatien/Slowenien, Slowenien/Österreich und Österreich/Deutschland verliefen, mit kaum erwähnenswerter Wartezeit, reibungslos.
    In und um Passau konnten wir keinen ansprechenden Stellplatz finden. Vilshofen versprach einen idyllischen Platz am Bootshafen. Wasser klingt immer gut. Es ist ein kleiner ziemlich neu angelegter Stellplatz für 17 Mobile. Strom, Duschen, Toiletten, inclusive Blick auf die Donau, alles da, was das Camperherz benötigt.
    Das Eincheck-Prozedere war herausfordernd, am Ende doch erfolgreich!
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  • Plauen/ Freistaat Sachsen

    22–23 ott 2025, Germania ⋅ ☁️ 15 °C

    Keine 300 km weiter endet unsere Fahrt in Plauen im Vogtland. Wikipedia verspricht eine schöne Altstadt mit schickem Rathaus und der Johanniskirche.
    Der gut ausgestattete Stellplatz für zwölf Mobile liegt zentrumsnah.
    So bummeln wir durch den Ort, schauen uns die altehrwürdigen Gemäuer an, gehen in die Kirche und entzünden Kerzen für unsere Reiseengel. "Danke für die wunderbare und sichere Reise".
    Irgendwas im Hinterkopf von Micha musste nach vorne geholt werden. Das Hinweisschild "e.o.Plauen-Galerie" brachte das Aha-Erlebnis. Der Karikaturist Erich Ohser benutzte seine Geburtsstadt als Pseudonym. Seine textlosen Vater und Sohn Geschichten sind auch heute noch zeitgemäß.
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  • Braunschweig/BMC e.v. Mittellandkanal

    23–24 ott 2025, Germania ⋅ ☁️ 16 °C

    Letzte Nacht im Womo. Knappe 330 Kilometer von Plauen bis zur Marina des Braunschweiger Motorboot Clubs am Mittellandkanal. Professionell angelegt, mit WC und Dusche. Das Wetter: 13 Grad bei Nieselregen, windig, aber schwerer Sturm ist angekündigt. Für morgen ist in der Marina abslippen angesgesagt. Der Hafenmeister und Stellplatztwart in Personalunion befürchtet eine mögliche Absage. Betrifft uns nicht, wir brechen früh auf (07:30 Uhr) und erreichen trotz Sturmtief "Joshua" ohne Stau bei kleineren Wacklern auf der Rader Hochbrücke nach den letzten 345 Reisekilometern unseren Heimathafen. Es war ein außergewöhliches Gefühl wieder zuhause anzukommen, obwohl wir schon verdammt häufig nach den vielen Reisen daheim angekommen sind. Aber die Albanien-Reise war dann doch etwas besonderes. In der Adelbyerstraße ist alles wie wir es verlassen haben. Bis auf die Zeitschriften und die Briefe, die Nachbarin Antje fein säuberlich getrennt auf den Treppenstufen platziert hat.
    Schön wenn man zwei "Wohlfühl-Heime" hat.
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  • Heimathafen Flensburg ⚓️

    24 ottobre 2025, Germania ⋅ 🌧 11 °C

    Einmal Albanien und zurück. Das war unsere große Reise im Spätsommer 2025. Nach sieben Etappen durch Deutschland, Österrreich, Slowenien, Kroatien und Montenegro erreichen wir am 16. Reisetag freudig und ein wenig aufgeregt Albanien. 2328 Kilometer haben wir problemlos bis zum Lake Shkodra Ressort zurückgelegt. Vielen Menschen haben wir von unserer geplanten Reise erzählt, oftmals haben wir im Laufe der Vorbereitung nicht daran geglaubt, dass wir es tatsächlich umsetzen. Wir sind es angegangen, aber es fühlt sich noch unwirklich an - aber anstoßen mit einem Spritzer geht immer. "Gözuar" heißt Prost.
    Gute vier Wochen später werden wir wieder auf dem Stellplatz am Lake Shkodra stehen, um viele Eindrücke und Erfahrungen über Albanien reicher. Dos erstes Fazit: "Die Menschen hier sind unendlich gastfreundlich". Und sie habe sich noch in keinem Land so sicher gefühlt. Dem kann ich nur zustimmen. Genauso wie dem besorgten Eindruck, dass an der albanischen Riviera die Küste in größerem Stil mit Hotelburgen zugebaut wird. Aber Albanien ist mehr als Küste mit Traumstränden. Die Landschaften sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Wunderschön die albanischen Alpen mit unserem Aufenthalt in Theth und der Wanderung zum Blue Eye.
    Highlight unser Stadtbesuche war eindeutig Berat. Die Stadt der tausend Fenster beeindruckte mit ihrem Flair und mit dem Stellplatz im Garten von Niko, nur fünf Minuten vom Zentrum entfernt. Und sein Frühstück war klasse.
    Camping Pata an der Lagune Patok, der Strandcamping Bago i Plazli Bardhe mit der estischen Platzwartin, die kein albanisch spricht, die Besuche der beiden Weingüter mit Bewirtung und Übernachtung waren nur einige Höhepunkte der Reise. Die Osum-Schlucht und die Zeit mit Sandra und Martin in Gjirokastra gehören ebenfalls dazu, wie auch die Tage ohne Programm nur am Womo.
    Albanien hatte nach fünfzigjähriger abgeschotteter Hoxha-Diktatur bisher nur 30 Jahre Zeit sich zu öffnen und den Weg in die EU zu schaffen. Albanien hat ein Müllproblem, Albanien ist ein Land im Umbruch und muss lernen. "Was wir brauchen sind verlässliche Regeln", sagt Weinbauer Fatjon Mani beim frühmorgentlichen Abschiedsgepräch, bevor wir uns auf die lange Heimreise begeben,
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    Fine del viaggio
    24 ottobre 2025