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  • Day14

    Trinidad

    May 17, 2016 in Cuba ⋅ ⛅ 29 °C

    Der Weg nach Trinidad ist kein leichter. Ganz naiv dachten wir, dass Fefa, unsere Gastmami, uns wieder ein Taxi collectivo bestellen würde. Sie erzählt uns aber, dass nach Trinidad kein taxi fährt und der Viazul sowieso viel besser und sicherer sei. Wir hielten das für einen Scherz und fragten Rafael. Er als Taxifahrer kennt bestimmt jemanden der uns fahren würde. Aber weit gefehlt. Auch er empfiehlt den Viazul. Da wir also keine Wahl haben stapfen wir am Morgen zum Busbahnhof (am vorigen Nachmittag hatte das Büro schon zu) um uns Tickets zu holen. Während wir warten fragen wir uns, wie Corinna, Thomas umd Stefan es geschafft haben einen Fahrer zu finden. Als wir nach einer Stunde endlich dran sind können wir lediglich eine Reservierung machen und müssen 30 Minuten vor Abfahrt wieder da sein um die Tickets zu holen. Es ist mittlerweile 9.30h und der nächste freie Bus nach Trinidad geht erst um 14.40h. Wir schlagen die Zeit in der Hundert Feuer Stadt in unserer Lieblingsbar tot. Die langersehnten Kroquetten gibt es leider nicht, dafür aber einen Spieß.
    Überpünktlich trudeln wir schließlich am Busbahnhof ein. Der Warteraum ist ungesund runtergekühlt.
    Nach 1 1/2 Stunden kommen wir in Trinidad an und werden nicht wie angekündigt von Señora Mirelys abgeholt, sondern von einem Bicitaxi, dass uns durch die engen Gassen bis zum Casa fährt. Wenigsten das angekündigte Schild (NICO FLORIAN & MIRIAM) wurde wie versprochen hochgehalten.
    Im Casa dürfen wir zwischen 3 Zimmern wählen.
    Natürlich treffen wir unsere Schwaben wieder. Zugegebenermaßen diesmal verabredet und nicht zufällig. Wir chillen zunächst auf der Steintreppe am Plaza Mayor mit Livemusik und Mojito und probieren als Abschluss den Canchanchara, ein ehemaliges Sklavengetränk aus Honig, Eis, Wasser, Limone und Schnaps.
    Am nächsten Tag erhalten wir eine private Stadtführung von Rafael (ein anderer). Er erzählt uns viel über die Architektur Trinidads. Wir bekommen sogar Einblicke in einige Häuser. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein: Prächtige Fußböden, antike Möbel und wunderschöne Innenhöfe. Sogar den Nationalvogel Kubas bekommen zu sehen.
    Für nicht nachvollziehbare Dinge prägt Rafael den Begriff "TIC". Das bedeutet "This is Cuba".
    Nachmittags fahren wir zum Playa Ancon und sind enttäuscht. Im Reiseführer als einer der schönsten Strände an der Südküste angepriesen ist er lange nicht so schön wie Playa Giron und darüber hinaus überlaufen und laut. Ein Highlight ist die Rückfahrt. In den 30 Personen Bus wird locker die doppelte Menge gequetscht. Damit die Stimmung nicht kippt wird lautstark Musik dargeboten. TIC eben.
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