VaLatina

Joined January 2017
  • Day226

    Humanisierung von Tieren

    September 10, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 21 °C

    Wissens dass mir ein 4-stündiger Ausritt inkl. Übernachtungsbesuch bevorsteht, dachte ich mir es wäre gut schon zuvor mal auf einem Pferd gesessen zu sein.
    Mein Bild von dem Gefühl von Freiheit für alle Beteiligten entpuppte sich als Fehlanzeige, sobald wir dem vergeblich flüchtenden Colorado (das unkomplizierte der zwei Pferde) ein Seil angelegt haben um ihn zur Sattelstation zu führen. 😒 Ab diesem Moment überkam mich das Gefühl, dass ihm mein Vorhaben ganz und gar nicht gefällt, schließlich hat er genug freie Fläche um sich nach eigener Nase frei in der Natur zu bewegen. So konnte ich mich nicht darauf konzentrieren wie es sich anfühlt auf einem Pferd zu sitzen, da ich so sehr damit beschäftigt war mich zu fragen wie das Pferd sich wohl fühlt... 😒 und die "Blicke" der anderen Tiere zu interpretieren, die Colorado aus meiner Perspektive heraus bedauerten. 🙈

    Ich hab mich wohl gar nicht so schlecht angestellt, bin aber nie über die Stunde langsames Traben hinausgekommen, weil wir im Endeffekt nie ausgeritten sind. 😂
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  • Day223

    Gar nicht mal sooo URwald

    September 7, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 13 °C

    Mein erster Eindruck von meinem neuen Zuhause war beeindruckt. Hätte nicht erwartet an einem isolierten Ort wie diesem so ein gemütliches Haus im rustikalen Stil vorzufinden. Dschungel, wie man in sich vorstellt, habe ich aufgrund der aktuell herrschenden Trockenzeit jedoch nicht vorgefunden.

    Man könnte meinen ein magischer/mystischer/seltsamer Ort. Abgesehen von den archäologischen Funden von Werkzeug der Urbevölkerung sowie einem Meteroiten auf dem Kaminsitz, bin ich umringt von sich clonenden Kakteen und unter ständiger Beobachtung von einer undefinierbaren Anzahl vom Sims aus zum Fenster hereinschauenden Katzen. Eine beeindruckende Vielfalt an Vögeln in allen möglichen Farben und sehr unterhaltsamen Singsang, sowie teilweise überdimensionalen Insekten, von denen mich gefühlt jedes einzelne einmal angeknabbert hat. 😒

    Somit habe ich einen großen Teil meines Aufenthalts damit verbracht mich auf unerwünschte Passanten zu untersuchen. 🙈
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  • Day219

    The Dschungelina-Experience

    September 3, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 27 °C

    Ich verabschiede mich in den südlichen Streifen des südamerikanischen Dschungels, der sich von hier aus Richtung Norden zu beiden Seiten bin ausbreitet. Hier lebe ich den September über auf 400 Hektar Land fernab der Zivilisation im Yungas der Provinz de Jujuy (Argentinien), erleuchtet von Solarenergie, effrischt vom Wasser der der Cordillere entspringenden Flüße, unterhalten von der vielfältigen Flora und Fauna vor Ort und bewegt von (hoffentlich tiefenentspannten) Pferderücken... 🙋Read more

  • Day216

    Wildesel im Regenbogental

    August 31, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 19 °C

    Über den Wolken, durch Flüße, zwischen Wildeseln und näher an der Sonne, als meiner Haut lieb ist... 😍 😳 So verbringe ich die letzten August-Tage überwiegend auf Tages- und Nachtwanderungen in Gesellschaft von Pablo, einem Argentinier, der seit 2,5 Jahren alle Provinzen seines Landes auf dem Motorrad bereist und online dokumentiert. Was das mystische Regenbogental-Dörfchen Iruya angeht, bin ich seit unserem Aufeinandertreffen während einer Wanderung durch die " Quebrada de Humahuaca" (Schlucht) überall mit von der Partie (siehe Pablitoviajero.com, Youtube oder Facebook, sowie Tripin Argentina). 😉
    Ganz nach dem Motto ¡Descanza! (= Erhol dich!) stimme ich mich hier bereits auf ein paar Wochen Entspannung im Norargentinischen Dschungel ein. ☺

    PS: Die krassen Fotos kommen nachträglich, sobald mein Trekking-Partner mit Profi-Kamera mir diese zukommen lässt. 😋
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  • Day214

    Einfach zu Fuß über die Grenze laufen...

    August 29, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 21 °C

    ...haben sie gesagt. 😩

    Von Samstagmorgen bis Dienstagabend unterwegs in Jeep bzw. Bus, stets mit spektakulärer Aussicht, war es an der Zeit mal eine Strecke zu Fuß einzulegen. 😊 Nach einem halben Tag supermüde sinnlos durch-bolivianische-Kleinstadt-Straßen-Laufen, der Einsicht dass Bolivianer keineswegs so offen und zuvorkommend sind wie die Nationen weiter südlich und zig Eindrücken von Armut, Unordnung und Machokultur, war ich froh Bolivien gleich wieder zu verlassen. Die Übernachtfahrt zur Grenze mit Bolivien-Argentinien-Clash hat mich auch nicht gerade davon überzeugt diesem bestimmt super schönen Land noch eine Chance zu geben...

    Meine Nachbarn im Bus: eine Gruppe argentinischer Idioten (gibt's bekanntlich in jeder Nation), die den kompletten Bus die ganze Nacht über mit einem Heavy Metal Konzert unterhalten hat... 😤 Die Musik war ja nicht schlecht, aber nach zwei schlaflosen Nächten und einem halben Tag Hauptsache-bis-zur-Abfahrt-Durchhalten nicht gerade was ich gebrauchen konnte. 😓

    Um 3:30 am Busbahnhof abgesetzt, haben sich plötzlich alle Fahrgäste in Luft aufgelöst, während ich - mit dem Wissen dass ich zwar von hier aus in 10 Minuten über die Grenze laufen kann, diese aber erst um 6 Uhr morgens aufmacht - mit einem irischen Pärchen, das überhaupt gar nichts wusste, kein Spanisch sprach und kaum Geld in bolivianischer geschweige denn argentinischer Währung hatte, festsaß. 😂 Eine Riesenportion Karma hab ich in nur 2,5 Stunden gesammelt! 😇 Gleich in die Rolle der "Mutti" geschlüpft, habe ich fleißig Leute angequatscht und Gesprochenes übersetzt, Informationen gesammelt und hinterfragt, Zeit und Geld kalkuliert, Reisemöglichkeiten abgewägt, Preise verhandelt und zu Brot und Tee eingeladen. ☺ Um 6:30 haben wir zu dritt (plus folgender Hunde) - überglücklich argentinisches Land zu betreten - die Landesgrenze passiert. ...um uns kurze Zeit später fast 2 Stunden lang am Wegrand wartend wiederzufinden, während superwichtige mit Messern und Pistolen bewaffnete Straßenpolizisten unseren Bus inkl. allem Gepäck durchsuchten- Willkommen zurück in Argentinien!

    Keine Ahnung wie ich es geschafft habe, mich an diesem Tag von nichts und niemandem unterkriegen zu lassen... 😅 Beim Einfahren in Humahuaca war ich nicht gerade begeistert von der Idee hier auszusteigen (Das Lesen im Lonely Planet und die Erfahrungsberichte anderer kreieren immer so ein schönes Bild von einem Ort, dass ich dort ankommend meist schockiert bin von dem ersten Eindruck, da die schönen Dinge sich meist auf ein kleines Terrain beschränken, das es erstmal zu finden gilt.), die Kleinstadt hingegen schien mich jedoch nicht gehen lassen zu wollen. Zunächst in Form von Santiago, der mir innerhalb von 3 Stunden 3 mal über den Weg gelaufen ist, um mich zum Bleiben in seinem Hostel zu überreden und zuletzt in Form von einem Bankautomaten, der meine Kreditkarte eingezogen hat, während ich damit beschäftigt war $2.000 (ARG) in 100er-Scheinen zu verstauen. 😂

    Was war ich froh (samt zurückerlangter Kreditkarte) im Bus nach Iruya zu sitzen und mich schon während der Slalom-Fahrt am Abgrund hinunter ins Tal festzustellen dass meine von Empfehlungen und Lobeshymnen geprägten Erwartungen bereits auf halbem Wege übertroffen wurden. 😍 Passend zum Einbruch der Dunkelheit (viiiiiel später als ursprünglich gedacht) und ohne jeglichen Plan einer Bleibe angekommen, wurde ich kaum ausgestiegen schon von einem netten Familienvater abgeholt und zu meinem Unterkunft mir Hammer-Ausblick begleitet. 😀

    Iruya - ein Ort zum verlieben und länger bleiben! 😍
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  • Day122

    Mendoza Inn & by Night

    May 29, 2017 in Argentina ⋅ 🌙 6 °C

    Wieder in einer größeren Stadt und ich weiß nichts so wirklich mit mir anzufangen außer die im Lonely Planet empfohlenen Locations abzuklappern (und festzustellen dass einige nicht mehr existieren)...
    Ein leeres Hostel gepaart mit so la la Wetter und eine Liste voller To Dos bei Wlan führt dazu dass ich mehr Zeit im 'Mendoza Inn' verbringe als mir lieb ist und die Highlights der Stadt, ein riesiger Park mit einem zu besteigendem Berg 'Cerro Gloria' und die Aussichtsplattform der Stadtverwaltung auf einen ggf. zweiten Besuch verschiebe. 🙈

    Meine Erlebnisse starten diesmal bei Einbruch der Dunkelheit und der wohl effektivsten Form Einheimische kennenzulernen: Planlos übern Bus Terminal irren. 😅 So hat mich nämlich Franco aufgegabelt, mit der Frage auf welchen Bus ich warte und der Empfehlung lieber zu Fuß zu gehen. Schnell war klar dass es sich hier um einen sehr nützlichen Kontakt handelt, da Franco im Tourismusbereichs der Atacama-Wüste im Norden Chiles arbeitet und gerade Urlaub in der Heimat macht. So endete der Small Talk im Austausch von Nummern und nach drei geplatzten Verabredungen innerhalb von 30 Stunden letztendlich in einer Einladung zu Freunden mit hausgemachten Gnocci und Wein mit anschließendem Last-Option-Bar-Besuch von 5.30am bis 8.30am. 😂

    Den Tag drauf bin ich gerade noch rechtzeitig zu meiner Tango-Verabredung mit Mendoza-Bekannschaft Nummer 2 (erfolgsloser Couchsurfing-Versuch) aufgewacht. 🙈 Somit gab es Pizza-Frühstück um 8pm mit Tango-Basics für Tanzbehinderte und dem Drang in einer Bar gen Tanzfläche zu klatschen. 😍
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  • Day118

    Back to School

    May 25, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 29 °C

    Drei Mal habe ich Orlandos Tochter Paula - Englischlehrerin - zum Unterricht begleitet und die Äffin im Zoo gespielt. 😅
    Am anderen Ende der Welt scheint meine Lebensgeschichte erklärt anhand einer Weltkarte zu begeistern und jedes Wort auf einer anderen Sprache zu erstaunen. ☺ Die Möglichkeit den eigenen Namen in fremden Schriftzeichen niederzuschreiben motivierte die somst weniger lernwütigen Schüler unaufgefordert Heft und Stift zur Hand zu nehmen. 😉
    Ich hab mich gefühlt wie ein Star auf dem roten Teppich. Alle wollten ein Foto mit mir, ein Autogramm oder mich einfach nur mit Fragen überhäufen, mir was erzählen, mir Bilder zeigen etc. Ich wusste gar nicht wo ich hinschauen bzw. -hören sollte. 🙈 Für mich wurde Saita (traditioneller bolivianischer Tanz) getanzt und das spärliche Taschengeld genutzt um mich zu einer "Tortafrita" bzw. "Sopaipilla" einzuladen (= frittierte Teigteile, die man in Argentinien bzw. Chile isst, wenn es kalt ist).

    Ich hatte das Vergnügen 11-13-jährige mit verschiedenen Familien-Verhältnissen kemnenzulernen, zwei örtlich naheliegende aber ststus-technisch weit auseinanderklaffende Schulen vergleichen zu können und am nationalen Unabhängigkeits-Fest inkl. Schauspiel- und Tanzeinlagen teilzunehmen. Direktorinnen haben mich der ganzen Schule vorgesellt, sich bei mir bedankt und meinen Besuch inkl. Fotos im Schulbuch dokumentiert. 😊

    Diese Aktion hat mich auch Paulas super talentierten Familie näher gebracht, mit der ich im der letzten Woche viel Zeit im Auto singend, im Zumba-Kurs tanzend und in hrem Haus Tee trinkend verbracht habe. Mein Abschieds-Tag (!) war gefüllt mit "Asados" (= Grillfleisch) und "Postres" (=Nachtisch), lokalen Klassikern mit Gitarren-Begleitung, Wohnzimmer-Karaoke, spontanen Tanzeinlagen und spannenden Geschichten am Kaminfeuer. ☺

    Nein, die Atmosphäre wurde nicht von alkoholhaltigen Getränken erzeugt. Tatsächlich wurden an diesem Tag genau 1,5 Flaschen Wein durch 17 Personen geteilt. 😋
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  • Day114

    Monasterio - ¡Nunca más!

    May 21, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 29 °C

    Eine Woche später bin ich bei den Mönchen gelandet. Genauso rot und tot wie letztes Mal nachdem ich 2 Stunden durch eine Reihe von Postkarten geradelt bin. 😊 Außer der Aussicht hatte der Weg aber wirklich nichts schönes... Ein einziges Kieselsteinfeld (inkl. riesieger Kieselsteine), das beim Bergabrollen auf dem Rückweg fast ein bisschen gefährlich war. Das Highlight war mein Ruccola-Kürbis-Salat-Picknick und zwei freilaufende Meerschweinchen (?), die ganze Aktion somit nicht gerade empfehlenswert. ¡Nunca más! (= nie wieder)

    PS: Amüsiert hat mich aber was es in der Kapelle zu kaufen gab: Wein und Schokolade! 😂
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  • Day106

    Mein Weg zu Christus

    May 13, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 20 °C

    Ich besitze ein Fahrrad! 😍
    ...zugegeben nicht gerade perfekt auf mich zugeschnitten: Der Sattel ist zu niedrig, wippt vor und zurück und lädt in punkto Bequemlichkeit nicht gerade zu gemütlichen Spazierfahrten durch die Landschaft ein... aber ich habe die Freiheit errungen die Finca im Radius von etwa 15km eigenständig zu verlassen. 💪

    Mein erster Ausflug führte zum Aussichtspunkt "Christo Rey".
    Noch nie zuvor war ich so froh eine Jesus-Statue zu sehen! 🙈 Rund 2,5 Std habe ich für die scheinbar 10km (+ Strecke von Finca zum Zentrum) inkl. Fotopausen gebraucht. 😩 Die Tatsache, dass ein Teil der Strecke aus Flucht vor aggressivem Hundegebell und damit zusammenhängende Herzrasen bestand, hat wohl seinen Teil zu meiner Erschöpfung beigetragen...
    Den Sonnenuntergang im Nacken habe ich - am Ziel erreicht - meinen Belohnungs-Alfajor (Lieblings-Süßi Argentiniens alias harter Berliner mit Dulce de Leche) in Null Komma nichts verdrückt und mit einem halben Liter Minztee hinuntergespült. Erst auf dem Rückweg wurde mir klar dass ich zuvor stetig bergauf gestrampelt bin, da ich in wenige als einer Stunde im Grunde bis in die Innenstadt gerollt bin. 😅

    In der weisen Voraussicht, dass ich mich demnächst wieder aufs Rad schwinge, um einer Weintour und -Verkostung beizuwohnen, habe ich meinem Allerwertesten einen Tag Pause gegönnt und meinen Erlebnis-Hunger mit der absolut sehenswerten Aussicht vom Dach der Finca gestillt. 😉
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