• 140 km in 5 Stunden💀

    Jan 13–15 in Laos ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach den aufregenden Tagen in Vang Vieng folgten ruhigere Tage in Luang Prabang. Da es keine Zugtickets mehr online zu erwerben gab und ich gehört habe, dass es aber noch welche vor Ort zu kaufen gäbe, bin ich einfach zur Bahnstation gefahren. Im Gegensatz zu den (mir bekannten) europäischen Städten befindet sich diese jedoch ca. 20 min außerhalb der Stadt. Zur meiner Überraschung kostete das Zugticket vor Ort nur die Hälfte von dem Online Ticket (wohlbemerkt auf der offiziellen Webseite), eine Wohltat für mein Schwaben Herz.
    In Luang Prabang angekommen checkte ich in einem recht schicken Hostel ein, ganz zum Gegensatz zu der Zufahrt des Hostels. Von Hoshan und Ronnie wurde mir vor Ort ein israelisches Restaurant empfohlen wurde, welches ich gleich mal ausprobierte um ein "Schnitzelbrötchen" zu essen 😅. Am Tag 2 lieh ich mir wieder eine Honda Wave aus um zu einen bekannten Wasserfall (Kuang Si), eine Stunde außerhalb der Stadt, zu gelangen. Auf den letzten Teilstück bemerke ich wie hinter mir her ein anderer Roller fuhr, welcher auch auf dem Parkplatz von dem Wasserfall hielt. Mit großen Augen schaute er mich an, weil er mir die letzten 10 Minuten gefolgt ist, aber dachte ich wäre ein Local, weil ich so schnell unterwegs war. So klärte ich ihn zu meiner Belustigung auf, dass auch ich diese Strecke zum ersten mal gefahren bin. Viel interessanter für mich war aber sein 125er Yamaha Roller mit welchem er und seine weibliche Begleitung von Malaysia nach Laos gefahren ist. Warum? - um auf Social Media mehr Aufrufe zu bekommen.
    Um den Sonnenuntergang auf dem Phousi Hill anzuschauen, verabretete ich mich noch mit Audrey. In den üblichen Review Seiten habe ich bereits gelesen, dass dieser Viewpoint ziemlich überlaufen sei und voller chinesischer Gruppen. Ach so schlimm wird es schon nicht sein! Richtig - Es war schlimmer 🤣.Es sind soooo viele Menschen sind auf den begrenzten Platz zusammen gekommen und gepaart mit den ganzen Minivans auf der Straße war dies nicht unbedingt der entspannteste Sonnenuntergang. Für mich aber auch ziemlich lustig, da ich gerne Menschen beobachte.

    Da mir Luang Prabang nicht unbedingt so zusagte, stieg ich am Tag 3 gegen 11 in den Minivan nach Nong Khiaw, ein Dörfchen 140km nördlich. In Deutschland würde man für diese Strecke vmtl. gerade mal 1:15 brauchen, in Laos hat diese Strecke jedoch ganze fünf Stunden (!!!) gebraucht. Ich habe ja schon ein bisschen über die schlechten Straßen von Laos berichtet. Jedoch hat dieser Streckenabschnitt jegliche Straße davor übertroffen. Uns hatte es ordentlich durchgeschüttelt, sodass für mich nach der Fahrt fest stand, dass ich diesen Weg mit einem Van NICHT zurück fahre werde. Später habe ich erfahren, dass ich mit meinem fünf Stunden recht human dran war. Die französische Gruppe ist 4 Tage nach mir gefahren und hat 6 1/2 Stunden gebraucht. Für die nächsten 4 Nächte habe ich es mir in einem 10er Schlafsaal im "Eco Farm Hostel" gemütlich gemacht.
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