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Südostasien

An open-ended adventure by redbeardmarc Read more
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    🇹🇭 Phanom, Thailand

    140 km in 5 Stunden💀

    Jan 13–15 in Laos ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach den aufregenden Tagen in Vang Vieng folgten ruhigere Tage in Luang Prabang. Da es keine Zugtickets mehr online zu erwerben gab und ich gehört habe, dass es aber noch welche vor Ort zu kaufen gäbe, bin ich einfach zur Bahnstation gefahren. Im Gegensatz zu den (mir bekannten) europäischen Städten befindet sich diese jedoch ca. 20 min außerhalb der Stadt. Zur meiner Überraschung kostete das Zugticket vor Ort nur die Hälfte von dem Online Ticket (wohlbemerkt auf der offiziellen Webseite), eine Wohltat für mein Schwaben Herz.
    In Luang Prabang angekommen checkte ich in einem recht schicken Hostel ein, ganz zum Gegensatz zu der Zufahrt des Hostels. Von Hoshan und Ronnie wurde mir vor Ort ein israelisches Restaurant empfohlen wurde, welches ich gleich mal ausprobierte um ein "Schnitzelbrötchen" zu essen 😅. Am Tag 2 lieh ich mir wieder eine Honda Wave aus um zu einen bekannten Wasserfall (Kuang Si), eine Stunde außerhalb der Stadt, zu gelangen. Auf den letzten Teilstück bemerke ich wie hinter mir her ein anderer Roller fuhr, welcher auch auf dem Parkplatz von dem Wasserfall hielt. Mit großen Augen schaute er mich an, weil er mir die letzten 10 Minuten gefolgt ist, aber dachte ich wäre ein Local, weil ich so schnell unterwegs war. So klärte ich ihn zu meiner Belustigung auf, dass auch ich diese Strecke zum ersten mal gefahren bin. Viel interessanter für mich war aber sein 125er Yamaha Roller mit welchem er und seine weibliche Begleitung von Malaysia nach Laos gefahren ist. Warum? - um auf Social Media mehr Aufrufe zu bekommen.
    Um den Sonnenuntergang auf dem Phousi Hill anzuschauen, verabretete ich mich noch mit Audrey. In den üblichen Review Seiten habe ich bereits gelesen, dass dieser Viewpoint ziemlich überlaufen sei und voller chinesischer Gruppen. Ach so schlimm wird es schon nicht sein! Richtig - Es war schlimmer 🤣.Es sind soooo viele Menschen sind auf den begrenzten Platz zusammen gekommen und gepaart mit den ganzen Minivans auf der Straße war dies nicht unbedingt der entspannteste Sonnenuntergang. Für mich aber auch ziemlich lustig, da ich gerne Menschen beobachte.

    Da mir Luang Prabang nicht unbedingt so zusagte, stieg ich am Tag 3 gegen 11 in den Minivan nach Nong Khiaw, ein Dörfchen 140km nördlich. In Deutschland würde man für diese Strecke vmtl. gerade mal 1:15 brauchen, in Laos hat diese Strecke jedoch ganze fünf Stunden (!!!) gebraucht. Ich habe ja schon ein bisschen über die schlechten Straßen von Laos berichtet. Jedoch hat dieser Streckenabschnitt jegliche Straße davor übertroffen. Uns hatte es ordentlich durchgeschüttelt, sodass für mich nach der Fahrt fest stand, dass ich diesen Weg mit einem Van NICHT zurück fahre werde. Später habe ich erfahren, dass ich mit meinem fünf Stunden recht human dran war. Die französische Gruppe ist 4 Tage nach mir gefahren und hat 6 1/2 Stunden gebraucht. Für die nächsten 4 Nächte habe ich es mir in einem 10er Schlafsaal im "Eco Farm Hostel" gemütlich gemacht.
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  • Sidequest - Enduro Abenteuer

    Jan 10–12 in Laos ⋅ ☀️ 21 °C

    Als ich am 1. Tag durch Vang Vieng gelaufen bin, hat ein Aufsteller vor einer Garage meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen: "Dust & Dirt Vang Vieng". Eine 2 Tages Enduro Tour Extended Version, bedeutet 120 km auf der Hauptstraße Richtung Norden, auf 1829 m Höhe in einem Zelt übernachten (ja - es war kalt...), 60 km über Nebenweg und 60 km über die Hauptwege zurück. Ich, noch nie Enduro gefahren, dachte mir, das könnte ein Spaß werde! (War es auch, aber es war auch fckn anstrengend😅).
    Also packe ich am 5. Tag früh morgens fix meine Sachen zusammen. Mich sehr verfluchend über die vergangene Nacht, ging es also zum Headoffice, wo ich drei Niederländer (35, 45 & 62) getroffen habe, welche auch die Tour gebucht haben. Die Honda CRF300 habe ich die Tage davor bereits Probe gefahren, denn man bekam eine kleine Offroad Einführung. Mit FMF Auspuff und ohne DB Killer, waren diese mörderisch laut - genau das Richtige für mich 😁.
    "Leicht" verkatert ging es also den Tag über in den Norden auf der Hauptstraße zwischen Vang Vieng und Luang Prabang. Die Straße war in einem solchen schlechten Zustand, dass man sehr aufpassen musste, wo man lang fährt. In der Regenzeit, wo sich die Schlaglöcher mit Wasser füllten, werden diese liebevoll "Swimming Pools" genannt, da diese gerne mal 50cm tief sind. Die drei Niederländer liesen sich schon während der Fahrt ca. 6 Bier reingießen, während ich noch mit meinem flauen Magen zu kämpfen hatte. In der Unterkunft angekommen, hieß es fix die Kette kürzen und ab zum Sonnenuntergang, an einem Pfad entlang, welcher einseitig gerne mal steil hinab bin (merke, den Weg mussten wir nach Sonnenuntergang auch wieder zurück nehmen). Belohnt wurden wir jedoch mit einer filmreifen Kulisse. Zufrieden, aber auch müde ging es für mich bereits um 9 ins Bett, damit ich ausgeruht für den eigentlichen Offroad Part Tags darauf.
    Als doch erfahrener Motorradfahrer ist Enduro fahren bzw. Offroad ein doch anderes Level. Ich bin froh über diese Erfahrung, glaube aber, dass ich es nicht nochmal machen würde. Nach mehreren Zwischenstopps aufgrund von Stürzen und/oder Defekten, mussten wir uns sputen, da wir ca. zwei Stunden zu spät dran waren. Also ging es, nach dem Offroad Part, mit Highspeed auf der Hauptstraße wieder zurück nach Vang Vieng. Froh über eine erfrischenden Dusche legte ich mich einfach schlafen und verabredete mich am nächsten Tag mit Adele aus Siem Riep. Den folgenden Tag verbrachte ich mit ein paar Franzonen an Viewpoints, Lagoonen und zum Abschluss in einem französischen Restaurant🤣, bevor ich am nächsten Tag mit dem Zug nach Luang Prabang aufbrach, nicht ohne mit Charlie und Andrea von Don Det nochmal gms. zu frühstücken :)!
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  • In the Sky of Vang Vieng

    Jan 6–10 in Laos ⋅ ☀️ 24 °C

    Für die nächsten 4 Nächte wird das Vang Vieng Chill Hostel mit etwas ungewöhnlicheren Betten (mit der kurzen Seite an der Wand) mein Zuhause. Vang Vieng ist vor 20 Jahren als DIE Party Stadt bekannt geworden, konnte jedoch sein Image drehen und ist nun eher bekannt für seine vielfältigen Viewpoints, Heißluftballon-Fahrten, Para-Motors und den Lagoonen. Am Tag 2 ging es erstmal die Umgebung auschecken mit ein paar Leuten aus den Hostel. Bevor am Tag 3 um 05:00 mein Wecker klingelte, damit ich für eine Heißluftballon-Fahrt zum Sonnenaufgang abgeholt werde. Da am Vorabend mein Para-Motor nicht geklappt hat, hatte ich am selben Tag noch das Vergnügen den Sonnenuntergang im Para-Motor bestaunen zu dürfen. Tatsächlich hatte ich dann beim Starten ein bisschen Schiss, ob dieses kleine Gerät überhaupt sicher ist. Aber die 15 Minuten in der Luft waren ein Spaß, welchen ich nicht erwartet hätte.

    Für Tag 4 habe ich mich im Hostel für Tipsy Tubing eingetragen, man bekommt einen alten LKW Reifenschlauch und "schwimmt" damit den Fluss herunter wobei man an 3 verschiedenen Bars anhält. Die letzte Fahrt war dann doch etwas kalt, sodass alle zitternd ums Lagerfeuer standen bevor wir alle wieder zurück in die Stadt gefahren wurden. Fix etwas essen, im Hostel paar Leute treffen und der Tag wurde gemütlich bei der Jungle Project Party verabschiedet. Denn, ein kleiner Sidequest stand für mich am nächsten Tag noch an, worauf ich mich mächtig gefreut habe.
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  • Vientiane

    Jan 4–6 in Laos ⋅ ☀️ 27 °C

    Auf die Nachbarsliege tropft etwas Wasser von der Klimaanlage. Ich liege ganz hinten oben auf einer Liege, welche eigentlich für zwei Leute gedacht ist - zwei Personen asiatischer Größe, nicht europäischer! Nicht desto trotz füllt sich der Bus und das deutsche Pärchen vor mir, muss sich nun auch eine Liege teilen. Von diesen laotischen Nachtbussen habe ich im Vorfeld gelesen. Es kann passieren, dass wenn der Bus ausgebucht ist und man Solo travelt, man sich eine Liege mit einem Fremden teilen muss. Aber ich habe Glück (oder auch Pech, wie man es eben sehen mag), als einziger habe ich eine Liege für mich allein. Selbst die Liege wo Wasser herunter tropft, wird von zwei jugendlichen Mädchen vereinnahmt. Zusammen gekauert liegen sie um die tropfende Stelle. Zum Glück geht die Fahrt "nur" 7 h wovon wir mind. eine Stunde mit irgendwo im nirgendwo herum stehen verbringen. In Vientiane angekommen, suchen wir ein Hotel, stellen unsere Backpacks unter und gehen erstmal Frühstücken. Da die beiden (Hoshan und Ronnie) gegen 23 Uhr zum Flughafen müssen, teilen wir uns ein Zimmer, sodass die beiden nochmal duschen und ausruhen können. Auch wenn Vientiane die Hauptstadt von Laos ist, so ist diese so spektakulär wie russisch Brot. Also heißt es, bisschen Shoppen, Cafe Hopping und Karten spielen. Abends kommt noch Heli dazu, mit welcher ich am nächsten Tag mit den Schnellzug nach Vang Vieng fahre. Der laotische Zug, welcher 160 km/h in der Spitze fährt, wurde von den Chinesen erbaut um den Tourismus zwischen China und Laos zu verbessern. Das Schnellzugprojekt wird jedoch in der Bevölkerung als kritisch angesehen wird, da die Chinesen einen (zu) großen Einfluss auf die laotische Regierung haben. Dennoch, weitaus komfortabeler als die Straßen in Laos.
    So noch ein Wissensfakt: Wer wusste, dass Laos das Land ist, wo die meisten Bomben fallen gelassen wurden?
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  • Thakhek Loop

    Jan 1–4 in Laos ⋅ ☀️ 30 °C

    Der Thakhek Loop ist ein 450km langer Motorrad Adventure Rundkurs mit Start und Ende in Thakhek. Ich erspare mir diesmal die endlosen Preisvergleiche und leihe mir gleich in meiner Unterkunft eine Honda Wave 100 aus. Mit potenten 7,2 PS aus einem 97 cm³ Einzylinder wird mich die geschmeidige 4 Gang Semi Automatic Schaltung (Schalten ohne Kuppeln🙃) über den Loop begleiten. Die erste Teilstrecke von ca. 50 km ist wirklich schlecht und ich fresse förmlich den Staub von all den LKWs. Dies liegt auch daran, dass dieser Teilabschnitt die Route nach Vietnam ist. Die Rüttelpartie hat auch ein Opfer, so schließe ich nicht komplett mein oberstes Fach vom Rucksack, sodass sich mein Letherman verabschiedet. Lehrgeld, aber ich hätte es eh nicht für den späteren Schnellzug mitnehmen dürfen. Am zweiten Punkt, einem geschlossenen Viewpoint, welchen ich dennoch machen wollte, lerne ich Leandro aus Italien und Heli aus Israel kennen. Den ganzen Loop (4 Tage) werde wir von da an gemeinsam bestreiten und ich werde Zeuge einer Siturationship wie es im Buche steht mit all ihren Höhen als auch Tiefen. Bevor wir in die erste Unterkunft einchecken, genießen wir noch die restlichen Sonnenstrahlen an einem Wasserfall mit mehreren Ebenen, was unglaublich idyllisch ist. Nach dem heißen, staubigen Tag eine willkommene Abwechslung. Tag 2 startete mit einem herrlichen Sonnenaufgang und einem gemütlichen Frühstück bevor wir uns auf dem Weg zu machten. Auf dem Weg zu unsere nächsten Unterkunft erkundeten wir noch die Dragon Cave, welche auch einen wunderschönen Viewpoint beinhaltete. Neben lustigen Krabeleinlagen in der Höhle, genossen wir einfach die Aussicht. Da wir nicht ganz die Strecke schafften, unter anderen weil ich ein bisschen die Straße geküsst habe, entschieden wir uns in "Guest house Cool pool" zu nächtigen. Ein doch sehr großer "Hotel"-Komplex, wo wir am Ende fast die einzigen waren. Überraschenderweise waren auch Ronnie und Hoshan (Israelis) vor Ort, welche wir tags davor am Wasserfall getroffen haben. Für mich began ein sehr aufschlussreicher Abend über das jüdische Leben in Israel, wofür ich sehr dankbar bin, weil ich mich damit gar nicht befasst habe. Aber auch für Ronnie und Hoshan war es sehr interessant etwas über Deutschland zu erfahren.
    Nach einem morgendlichen Bad im Cool Pool ging es über den Mountain Viewpoint in die Nähe vom Kong Lor Cave, wohl Highlight des Thakhek Loops.. Die Kong Lor Cave ist eine 7,5 km lange Höhle, welche man nur mir einem Boot durchqueren kann. So startete wir am nächsten Morgen in Richtung Cave. Leandro versuchte ich noch zu überzeugen die Motorräder mit durch die Höhle zu nehmen und dann den durch das Natane Valley den restlichen Loop zu fahren. Fahrerich etwas anspruchavoller, teurer und zeitlich länger, jedoch landschaftlich deutlich schöner (noch nicht wissend, dass die Tour durch die Höhle das eigentliche Abenteuer wird :D). Mit Freuden (noch) vernahm ich, dass Leandro die 46€ extra auf sich nahm und somit mich die beiden auch durch das Valley begleiteteten. Die Locals nahmen die Motorräder entgegen und wir machten uns auf den Weg zu den Booten. Bereits der Weg dahin war schwierig und wir fragten uns ob es einen anderen Weg für die Motorräder gab.
    Doch als wir den "Fluss" mit den Booten sahen, klappten unsere Kinnladen herunter. Nein... es gab keinen anderen Weg und die Art und Weise wie die Motorräder auf die Boote gehieft wurden, lies mich schonmal Abschied nehmen von meiner Kaution. Was für ein ca. 2 Stündiges Erlebnis als wir im Boot durch den Cave fuhren. An zwei Stromschnellen mussten wir aussteigen und sogar die Boote ziehen, nicht ohne dass in Leandros Boot eine Menge Wasser floss. Schließlich im Valley angekommen, hieß es noch den Weg finden finden. Ich - leicht auf Kohlen sitzend - durfte nun live eine der Tiefs der Siturationships erleben, denn die beiden Turbeltäubschen mussten erstmal ein Missverständnis aus dem Weg räumen (nicht das Erste im Übrigen 😅). Mit etwas Zeitdruck im Nacken ging es nach Thahkek. Die letzten 45 Minuten sind wir quasi im Dunkeln gefahren, sodass der Abschied recht kurz ausfiel, auch weil ich noch mit dem Nachtbus nach Vientiane, der Hauptstadt von Laos fahren wollte. Glücklich, dass die neu hinzu gekommenen Kratzer an meiner Honda Wave nicht berücksichtigt wurden, hieß es noch fix den Staub abduschen, von einem israelischen Pärchen Essen schnorren UND Hoshan und Ronnie wieder treffen, welche den selben Nachtbus nach Vientiane gebucht haben. Es wird (zum Glück) jedoch mein einziger Nachtbus in Laos sein, den diese sind, im Gegensatz zu den Sleeperbussen in Vietnam, etwas spezieller.
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  • Don Det & Pakse

    Dec 26–Jan 1, 2026 in Laos ⋅ ☀️ 30 °C

    4 h Fahrt, 2 h Einreise, + 1 h Fahrt, so verlief meine Einreise nach Laos. Bei der Einreise hieß es außerdem:
    Warten.... Warten...Warten. Neben den doch etwas fragwürdigen extra 2$, wurde ein Chinese etwas näher kontrolliert. Nach ca. 30 Minuten, weiteren 10$ und drei verschiedenen Grenzbeamten, durfte er letztendlich in Laos einreisen. Dann hieß es noch fix bei Sonnenuntergang die Fähre nach Don Det nehmen, eine der 4000 Island des Mekong Rivers an der Grenze zu Kambodscha. Für 2 Nächte buche ich mir ein Einzelzimmer mit Sonnenuntergangsblick (Spoiler, die Moneten für den Blick hätte ich mir sparen können, weil ich mir diesen am nächsten Abend in einem Restaurant gegönnt habe 🙌). Don Det ist eher eine ruhige Insel, welche man entspannt mit dem Fahrrad erkunden kann. Natürlich aus meinen letzten Fehlern gelernt, ging es schön eingecremt (Nicht...) mit den Fahrrad über die Insel. Abends traf ich mich noch mit Charlie und Andrea aus Skandinavien in einer Bar zum Abendessen. Da es nichts weiter auf Don Det zu tun gab, entschied ich mich am nächsten Tag gegen Mittag bereits nach Pakse zu fahren, da die Stadt viel mehr Aktivitäten bieten sollte. Bereits im Kleinbus bemerkte ich jedoch, dass ich etwas rumkränkle, also im Hostel angekommen erstmal einen Nap einlegen. Tia, nur dass ich mit Fieber aufgewacht bin. Beim Reisen bucht man ja quasi das krank sein mit dazu. Kurzfassung: Für 3 Nächte wird das Sanga Rooftop Hostel mein Zuhause. Da ich keine anderen Krankheitssymptome habe, lasse ich mich auf Malaria checken - Negativ - zum Glück.

    Am Tag 4 im Hostel reicht es mir. Das Antibiotikum hat angeschlagen, also hieß es im Hostel eine Fahrt nach Thahkek zu buchen, welche mit 335km ein ordentlicher Ritt ist. Pünktlich 08:30 wurde ich vom Hostel abgeholt. Für den Teilabschnitt 1 ging es mit dem Minivan erstmal Savannakhet. Nachdem nochmal fix die Radmuttern nachgezogen wurden, ging es über die holbrigen Straße nach Savannakhet. Der für 15 Personen vorgesehene Toyota Hiace wurde kurzerhand auf 21 Personen erweitert. Die 3er Sitzbank im Heck beherberte 6 Personen, zugegebener Maßen auch Kinder. und zwischen im Gang wurden noch Sitzblöcke "installiert". Natürlich verlief die Fahrt für die kleinen Kinder nicht kotzfrei, Kotzbeutel waren jedoch zum Glück bereits vorhanden. Während der Tankpause wurde mit Chips, Oreos und einer Cola der leere Magen wieder gefüllt. Ich etwas sprachlos über meine getätigte Beobachtung wusste schon, dass dies nicht lange im Magen bleiben sollte. Ich sollte über einen Wechsel in die Wahrsagerei nachdenken, den so verliefen auch die restlichen 2 h Fahrt mit der Füllung weiterer vier Kotzbeutel.

    In Savvanekhet ging es (zum Glück) mit dem öffentlichen Bus weiter, welches für mich ein deutlich angenehmenes Abendteuer war. Etwas skeptisch über das Glucksen aus den Beutel eines Mitfahrenden war der Bus leicht überladen. Mit Plastikstühle wurden im Gang weitere Sitzgelegenheiten geschaffen und mit stets offener Tür ging es auf die zweite Etappe.

    Belustigt über die Fahrt stieg ich in Thakhek aus dem Bus aus und checkte im Hotel ein. Für den 31. hatte ich mir mal wieder ein Einzelzimmer gegönnt. Noch etwas geplättet von den fiebrigen Tagen ruhte ich mich noch aus, bevor ich mich fertig machte für ein legendäres Silvester - Dödö, ein Blick in die Stadt verriet mir, hier ist Tote Hose angesagt. Fix Google gefragt und festgestellt, dass die Laoten ihr Neujahr im April feiern. Schmunzelnd über diese Erkenntnis, ging es also um 11 ins Bett, damit ich ausgeruht bin für den Thakhek Loop.
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  • Weihnachten in Siem Reap

    Dec 21–26, 2025 in Cambodia ⋅ ☁️ 31 °C

    Dass ich mal Weihnachten in einem Land verbringe, welches sich gerade in einem Grenzkonflikt mit Thailand befindet, quasi im Krieg befindet, auch wenn dieses Wort von beidem Parteien nicht verwendet wird, hätte ich auch nicht gedacht. Aber zurück zu Siem Riep. Für 5 Nächte wird das Onederz Hostel mein zuhause. Beim Check-In treffe ich noch Adèle aus Frankreich und Britney aus Niederlande. Gemeinsam buchen wir für den nächsten Tag die Sonnenaufgang Tempel Tour (Sunrise!..Sunset ist Sonnenaufgang, auch wenn ich mit den Begriffen immer noch struggel). Dass ich eine Reise unternehme und nicht unbedingt Urlaub, merke ich abermals, als am folgenden Tag mein Wecker um 04:30 klingelt🫩. Dafür werde ich mit einen beeindruckenden Sonnenaufgang bei Angor Wat belohnt. In den kommenden 9h lernen wir (Gruppe von ca. 15 Leuten) eine Menge über die über 1000 Jahre alten Tempel. Nach 5 Tempel komme ich komplett fertig im Hostel wieder an. Eigentlich wollte ich mir nur fix etwas zu essen holen, befinde mich aber schon in der nächsten Aktivität - 16 km Bycyclen mit Sonnenuntergang im Lotus-Blüten Feld - danke André, dass du mich dazu überredet hast 🙌. Um den Tag dann doch etwas entspannter (hahaha) ausklingen zu lassen, nehme ich noch bei der Social Hour des Hostels und dem Pub Crawl teil. Doch etwas kopfschüttelnd über meinen Tag, aber sehr happy, liege ich um 3 um Bett - Nicht ohne mich für den Tag zur Floating Village Tour eingeschrieben zu haben - Gott sein Dank startet die erst um 14 Uhr.

    Einschub: Die Auswirkungen des Krieges, bekomme ich zum zweiten mal mit, als wir bei der Bycycle Tour auch ein kleines Geflüchtetencamp besuchen, wo die Menschen all ihr Hab und Gut auf einen kleinen Anhänger aus den Grenzregion in die Mitte des Landes verfrachtet haben. Zu sehen in welch einfachsten (armen) Verhältnissen diese Menschen leben, macht mich sehr nachdenklich und auch traurig. Allein die Zahl, dass ~400.000 Menschen aus ihrer Heimatregionen geflohen sind, ist überwältigend. Diese Menschen können jedoch (vmtl.) wieder zurück in ihre Heimat, den kurz nach Weihnachten, wurde (wieder) ein Waffenstillstand vereinbart, was dennoch nicht den Konflikt an sich löst. Trotz alledem wird mir wieder mal bewusst, wie privilegiert man es in Deutschland hat, mit einem dichtem Dach über'm Kopf, dem Zugang zu Trinkwasser, Warmwasser, eine Dusche, Waschmaschine, einem Klo, Kanalisation, usw. Im Grunde weiß ich, dass der Großteil der Leser dieses Blogs dessen bewusst ist, dennoch wollte ich es hier nochmal anmerken 😊.

    Genug vom emotionalen Getexte, zurück zum Floating Village, einer Stadt mit ca. 4000 Einwohnern, welche in der Regenzeit unter Wasser steht und das Hauptfortbewegungsmittel, ein Boot ist. Im Anschluss schauen wir uns auf dem Tonle Sap, ein großer See, den Sonnenuntergang an. Zurück in Siem Riep, schnappen Adèle und Britney uns noch etwas zum Essen auf den Nachtmarkt. Mit 2,60€ ein unglaubliches teures Erlebnis 😛.
    Tia - Trommelwirbel - Heiligabend. Nach einem gemeinsamen Frühstück, sind wir (Adele, Laura von Niederlanden und Satkaran von Kanade) zu einer Sunset Tempel Tour aufgebrochen. Mit dem TukTuk ging es bei 32°C zu 5 verschiedenen Tempel mit einem herrlichen Sonnenuntergang mit Blick über den Dschungel von Kambodscha. Im Anschluss trafen wir uns noch mit anderen Solo Reisenden und fanden uns so zum Christmas Dinner in einem fancy localen Restaurant wieder. Da saßen wir, neun fremde Solo Reisende aus acht Nationen und haben auf Heiligabend angestoßen. Einem Barbesuch später sprangen wir um Mitternacht noch fix in den Hostelpool, bevor es ins Bett ging. Im Vorfeld habe ich mir tatsächlich ziemlich den Kopf zerbrochen, wie es wohl sein wird im Ausland Weihnachten zu verbringen, hatte auch etwas Angst vor einer Einsamkeit. Ca. 4 Wochen nach Reisebeginn , wich jedoch die Angst und es entwickelte sich eine Gleichgültigkeit, weil ich wusste, dass ich mit mir allein auch sehr gut klar komme. Dass ich dann doch SO ein Weihnachten verbringen würde, welches mir ein Leben lang im Gedächtnis bleiben würde, hätte ich dann doch nicht erwartet. Zufrieden und beseelt, erkundete ich am nächsten Tag mit dem Scooter noch die "Umgebung" (Hust waren nur 220 km + fetten Sonnenbrand an den Armen - zu meiner Verteidigung, waren die Tempel eine Empfehlung von einem Tourguide). Aber ich war auch der nahezu der einzige Touri in der Gegend. Auch wenn es in Kambodscha noch viel zu sehen gäbe, buchte ich für den nächsten Tag eine Fahrt nach Laos, und verließ nach 6 Tagen Siem Riep. Nicht hnend, dass die Straßen in Laos eine ziemliche Herausforderung sein würden 🤣.

    P.S.: Wusstet ihr dass die Todesstrafe in Singapur durch Hängen vollzogen wird? 👀
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  • Überfahrt nach Kambodscha und Phnom Penh

    Dec 18–21, 2025 in Cambodia ⋅ ⛅ 28 °C

    ACHTUNG, ACHTUNG

    Ha - Jetzt habe ich deine Aufmerksamkeit 😛. Dieser Text könnte zur Wissenserweiterung beitragen, aber zurück zu meiner Busfahrt von Can Tho.
    Dass Tan Chau nicht Chang Cho ist, weiß ich nun auch. Eigentlich hätte mir dies schon auffallen sollen, als mich ein vietnamnesische Mitfahrer fragte, was ich dort wolle. Nun stand ich in Tan Chau, 20 km nördlich von meinem eigentlich geplanten Ziel. Zweite Herausforderung: es gibt kein Grab oder andere Fahrgelegenheit und wie die Öffis funktionieren wissen selbst die Einheimischen nicht. In einem Motorradshop werde ich fündig, dass mich jmd. für 3,20€ in den richtigen Ort fährt. So sitze eine Stunde später mit erledigten Check IN, im richtigen Ort in einem Café. Meine Verwunderung, warum immer mehr Menschen sich mit in das Café setzen, beantwortet sich recht schnell, als auf einer Leinwand Fußball angeschaltet wird. Es läuft das Finale der U23 SEA Meisterschaften. Da ich sowieso keine anderen Pläne für den Abend hatte, schaue ich eben Fußball. Strategisch genau in der Mitte platziert - um mich herum Vietnamesen, muss dies von Außen betrachtet bestimmt recht amüsant ausgesehen habe. Joar und dann gewinnt auch noch Vietnam was dazu führt, dass die ganze Stadt gefühlt explodiert. Etwas verwundert über diesen Tag, bin ich gespannt wie meine morgige Überfahrt wird.

    Mit ca. 40 US-Dollar ist die Speedboat-Fahrt nicht ganz günstig, dafür eine Erfahrung. Lustiger weise treffe ich Spencer wieder, der Ami vom Floating Market Trip. Kurzerhand lädt er mich ein am nächsten Abend ein Theater Stück zu besuchen. Nach einem recht primitiven Grenzübertritt landen wir am frühen Nachmittag in Phnom Penh an, der Hauptstadt von Kambodscha. Gleich fällt mir auf, dass
    es hier deutlich sauberer ist als in Vietnam oder Kambodscha. Zudem fahren sehr hochpreisige Autos herum UND man benötigt US-Dollar... Jap, so habe ich auch reagiert... So kam ich zu dem Vergnügen zum ersten mal in meinem Leben US-Dollar in meinen Händen zu halten - in Kambodscha 🤣. Die eigentliche Währung (Riel) war in der Vergangenheit Schwankungen ausgesetzt, sodass man vermehrt Dollar als inoffizielle Hauptwährung verwendet hatte. Nebem dem Dollar als Hauptwährung, dient es auch als gutes Schmiergeld, denn Kambodscha ist wohl eins der korruptesten Länder der Welt, sodass Deutschland keine offiziellen Dokumente aus Kambodscha mehr anerkennt.
    Zwei Nächte werden ich in der Hautpstadt verbringen. Im Hostel buche ich zwei Touren für den nächsten Tag, erkunde ein bisschen die Stadt und lege mich schlafen.

    Jetzt zur Wissenserweiterung: Wer von euch hat schonmal etwas von dem Autogenozid (Völkerselbstmord) 1975 - 1979 in Kambodscha gehört, wo ~2 Millionen von damals 8 Millionen Kambodschaner ihr Leben verloren? Der Massenmord der Roten Khmer unter der Führung von Pol Pot hat bis heute Auswirkungen auf die Bevölkerung. Die Touren in das S21 Gefängnis und zu den Killing Fields mit Audioguide würde ich jedem empfehlen der mal Kambodscha besucht, unter anderen auch, weil z.B. ich Parallelen zur deutschen Historie gesehen habe und die schwierige Auferarbeitung (Meine Befürchtungen Pots hat sich Hitler als Vorbild genommen wurden zerstreut, vielmehr sah er Stalin bzw. den Maoismus als Vorbild).
    Nach den zwei bewegenden Touren ging es für mich ins Theater. Merke: ein gutes Outfit beim nächsten mal einpacken - den so saß ich in meinem Trekking-Outfit neben schick angezogenen Kambodschanern. Egal, werde ja niemand von den anwesenden wieder sehen 🤣. Spencer hatte mir nicht erzählt, dass die Hauptdarstellerin seine Schwägerin ist, der Director sein Bruder ist und seine Tochter gerade als Volunteer dem Theater hilft - im Grunde eine Familienzusammenführung der Spencers in Kambodscha 🤣. Natürlich ging es wieder um die Roten Khmer und wie Spencers Schwägerin ihren Vater und Bruder an die Bewegung verlor, also ein herzergreifendes Theaterstück. Mit vollem Kopf legte ich mich schlafen und musste die Informationsflut erstmal sacken lassen. Am Morgen besuchte ich noch den königlichen Palast, und bestritt eine 6 Stündige Busfahrt nach Siem Riep an. Eins vorweg - Ich bin ohne große Erwartungen nach Kambodscha gekommen, aber mit vollem Herz gegangen.
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  • Saigon & Can Tho

    Dec 12–18, 2025 in Vietnam ⋅ ☁️ 32 °C

    Als ich aus dem Flugzeug in Saigon aussteige, trifft mich der Schlag. In Da Nang bin ich noch bei entspannten 24°C eingestiegen - 1:15h & 700km später merke ich bei 32°C und deutlich höhere Luftfeuchtigkeit wie mir zwischen Flugzeug und Bus bereits der Schweiß läuft.
    Mit zwei Britten und einer Schwedin teile ich mir das Taxi in die Stadt. Das "Saigon Rooftop Hostel" wurde mir mehrfach empfohlen, bin dann aber doch erschrocken über die Zimmer und das gesamte Hostel. Froh über nur die gebuchten zwei Nächte (noch nicht wissend, dass ich auf 4 Nächte erweitere) suche ich mir etwas zu essen und gehe früh schlafen.
    Beim Frühstück bekomme ich ein Gespräch über die Aktivitäten in Saigon mit und wechsel kurzerhand meinen Tisch. Der Beginn einer Reisebekanntschaft für die nächsten Tage - Zayn aus Ägypten und Nashra aus Qatar - beide Muslime. Meine deutsche, weiße Bubble macht sich total bemerkbar, sodass ich anfange einfach Fragen über ihre Religion zu stellen. Damit wir nicht den ganzen Tag im Hostel verbringen, entschieden wir uns die Stadt zu erkunden. Über die Balcony Cafe, einer Stadtrundfahrt und einfach durch die Stadt schlendern haben wir den Tag noch gut genutzt. Zum Absch(l)uss haben wir uns noch zum Pup Crawl eingetragen durch die Nachtwelt von Saigon. Und WTF sowas habe ich noch nicht erlebt. Den folgenden Tag habe ich allein eine Gruppentour zu den Cu Chi Tunneln gebucht, welche eindrucksvoll die Taktiken der Vietnamnesen während des "Armerican War" aufzeigten. Gegen 8 war ich zurück in Saigon um noch ein paar Bars aufsuchen und in den Geburtstag von Nashra reinzufeiern.
    Die unterschiedlichen Kulturen sind am folgenden Tag etwas kollidiert, als wir uns für 10 Uhr zum Frühstück verabredet haben. Ich natürlich 09:59 in der Lobby Nach 30 Minuten warten, ist mir dann aufgegangen, dass ich nicht mit Deutschen reise 🤣. Also selbst die Stadt noch erkunden. Um 12 (!!!!!!!) sind beide ungefähr aufgewacht. Ruhig Blut Marc - habe ich mir gesagt, es ist nunmal so 🙃. Dass meine Geduld später nochmal auf die Probe gestellt wird, wusste ich noch nicht. Ziel für heute: Ein Besuch in Ziel für mich heute, gegen 16:30 in der Bar von Südostasien höchsten Gebäude zu sein (Platz 16 Weltweit), dem Landmark 81. Aber nicht ohne davor noch ein paar Postkarten zu versenden im Alten Postamt von Saigon. Auch Nashra und Zayn wollten sich gegenseitig eine Postkarte schicken, was sie mir verschwiegen haben, dass sie jeweils noch nie etwas versendet haben, weder Paket, Brief noch Postkarte. In Verbindung mit einer ägyptischen Anschrift und einer in Qatar, beauchte es ca. eine Stunde um das Prozeddere der Anschrift zu erklären. Vllt. hätte ich davor Meditieren sollen🤣. Wenn diese Postkarten wirklich ankommen, fresse ich nen Besen! Letztendlich haben wir es noch Pünktlich zum Landmark geschafft. In der 75 Etage, ca. 450m über den Boden, genossen wir unsere "Getränke", wobei ich nicht ganz verstanden habe, warum Nudeln in meinem Milchshake waren 🤔. Zum Abschluss ging es noch in das wohl berühmteste Restaurant in Saigon (unter den Vietnamesen) "The Gangs Central". Unterwegs haben wir noch einen Südkoreaner und eine Russin aufgegabelt. Da saßen wir nun 5 Nationalitäten zusammen einem Tisch, bzw. ab 20 Uhr standen wir um mit den Vietnamnesen zu feiern.
    P.S.: Ich glaube so viel, wie ich in diesem Urlaub gefeiert habe, habe ich zuletzt mit 16-18 🙈. Jedoch ergab es sich halt auch immer 👀.

    Auf dem Weg zurück zum Hostel, habe ich noch ein Tinder Date zwischen einem Niederländer und einer Vietnamnesin gecrasht. Mit einem "Hey, what's up, are you also going to the Saigon Rooftop Hostel?" sind wir ins Gespräch gekommen. Als es sich herausgestellt hat, dass dies ein Date ist, dachte ich mir noch so "Och Marc, manchmal einfach mal die Fresse halten". Eine halbe Stunde später trennten sich wieder unsere Wege, nicht ohne dass 'Thanh' nach unserem IG gefragt hat, ihr dann aber auch eingefallen ist, dass Sam, der Niederländer, auch noch nicht ihren IG hat🤣. Letztendlich haben sich doch beide über die Abwechslung gefreut - Ob das jetzt gut für das Date an sich war, vermag ich nicht zu urteilen 🎉

    Am folgenden Tag hieß es Abschied nehmen und ich fuhr weiter nach Can Tho, in das Mekong Delta. Nach 7 Nächte Hostel, habe ich mir dort wieder mal ein EZ gegönnt. Nächstet Tag - Mein , 5:00 morgens, der Wecker klingelt - ich frage mich wo ich bin, warum klingelt mein Wecker, warum ist es so dunkel, bis mir wieder einfällt, dass ich eine Floating Market Tour gebucht habe. Kurz mich verdammt, raffe ich mich auf und laufe zum Treffpunkt am Fluss. 05:30 besteige ich mit Sophia unsere Tourguidin und fünf weiteren Touris das Boot um das morgendliche Treiben zu beobachten. Nach dem Erkunden des Mekongs, einer kleinen Cooking Season bin ich 12:30 zurück im Hotel und leihe mir eine Scooter aus um die kleinen Seitenarme des Mekongs zu erkunden. Insgesamt viel ruhiger und viel mehr Natur als Saigon. Am folgenden Tag musste ich noch ein paar Erledigen machen, u.a. US-Dollar wechseln, weil dies mittlerweile die Hauptwährung in Kambodscha ist. Wusste ich auch nicht bevor mir dies Spencer aus Amerika bei der Floating Market Tour erzählt hat. Mittags ging es auf dem Weg zu Chau Doc, dachte ich zumindest 🤣. Meine 4 Stundige Minibus Fahrt endete nämlich nicht ganz da, wo ich hin wollte.
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  • Da Nang & Hoi An

    Dec 8–12, 2025 in Vietnam ⋅ 🌧 24 °C

    Der ein oder andere wird sich bereits fragen: "Hä, hat er nicht gesagt, dass er sich ein Motorrad kaufen/leihen will und damit von Nord nach Süd fahren will." Jap, das war auch der ursprüngliche Plan, jedoch füge ich mich dem Zeitplan und den üblichen Reisemethoden, zumal ich dann doch keine Lust hatte jeden Tag Strecke zu machen.
    So "sitze" ich nun auch tagsüber im VIP Sleeper und kann sagen, dass ich es deutlich angenehmer empfinde, als Nachts zu fahren, weil man dann die Landschaft bzw. auch den Trubel der Straßen miterleben darf. Natürlich fuhr der Bus auch mal mit flotteren Tempo ca. 400m einfach rückwärts oder musste auf halber Strecke ein kleinen Boxenstopp einlegen, weil scheinbar etwas mit der Bremsflüssigkeit gemacht wurde.

    Da Nang, ist eher eine Durchreise Stadt mit vielen Digital Nomads. Die bekam ich auch mit als ich mich entspannt in ein Cafè hockte und um mich herum nur Leute an ihren Laptops arbeiteten. Da die letzten beiden Nächte eher schlecht als recht waren, entschied ich mich für die 2 Nächte in einem EZ zu schlafen. Leider hatte es mir die Stadt auch nicht so angetan, am 1. Tag bin ich mit dem Roller dein Hai Van Pas gefahren bis nach Phú Lộc, eine Stadt, welche mir von einem Influencer empfohlen wurde. Nach 1 1/2 h Fahrt habe ich überhaupt nicht verstanden, warum ich dort überhaupt bin. Nicht nur ich war überrascht, sondern auch viele der Einheimischen. Denn ich habe viiiiele Blicke abbekommen nach dem Motto " Was zum Teufel machst du hier". So konnte ich abermals mit einen Eindruck machen, von den hässlichen Seiten Vietnams. Mag es am Regen gelegen haben oder der Stadt selbst, vermag ich nicht sagen, schön war sie jedenfalls nicht. Vorteil von Solo-Traveling - wenn einem es an einem Ort nicht gefällt, fährt man einfach weiter. Ab nach Hoi An!

    Da ich zu geizig war für 50 min Fahrt 10€ zu bezahlen, habe ich nach Hoi An für 75 Cent den Public Bus genommen. Über den Hostelworld Chat habe ich mich zum Paddle verabredet, was sich aber dann als Pickleball entpuppte. Mit einer Spanierin und zwei Norwegerinnen (im übrigen haben die Deutsch in der Schule 🙈), haben wir das ganze mal ausprobiert. Die doch höhere Luftfeuchtigkeit machte sich nach 5 Minuten bemerktbar, als ich komplett durchgeschwitzt war. Zu meiner Erleichterung bemerkte ich, dass es nicht nur mir so ging 😅.
    Von der Spanierin wurde ich noch zum Abendessen eingeladen, sodass ich mich 2h später mit ihr und zwei Reisenden aus Italien in einem italienischen Restaurant wiederfand. Eine willkommene Einladung nach 3 Wochen regionales Essen. (P.S.: So ne Rinderroulade mit Rotkraut und Klößen wäre auch mal wieder geil 🙈).
    Als Sam (der Italiener) den Besitzer auf italienisch begrüßte, hatte ich eine Vorahnung, dass dies lecker wird. Irgendwie hatte auch Sam arrangiert, dass wir kostenlos essen könnten: Sus! Wir 4 waren sehr skeptisch, aber als wir nach 5 Pizzen, 3 Pastas und ner Flasche Wein das Restaurant mit einem Handschlag verliesen, lachten wir nur laut auf und freuten uns darüber.

    Ab ins Nightlive von Hoi An...Haaa, dachten wir - Der geplante halbstündiger Barbesuch entpuppte sich dann auch zu einem 6 Stündigen Saufgelage mit dem wildesten Mix aus Reisenden aller Länder. Fun Fact, auch in Südafrika (ehem. britische Kolonie) hat man Deutsch in der Schule 🙈.
    Am folgenden Tag erkundete ich noch die Stadt und nahm an einer 5 Stündigen Cooking Class teil, welche auch ein Besuch auf den Markt beinhaltet. Ein Geruch, boaar Wahnsinn 🤣 - Gleichzeitig habe ich Snacks probiert, welche ich im Leben nie probiert hätte. Zunächst war meine Freude auf die Cooking Class etwas gedämpft, weil wir nur zu Dritt waren. Aber das hatte sich zum größten Vorteil herausgestellt, weil man vieeeel näher am Teacher war. Gesättigt und Zufrieden freute ich mich auch den nächsten Tag, da ich auf dem Hai Van Pass zufällig das finnische Pärchen wieder getroffen habe, welche auch nach Hoi An gefahren sind. So haben wir uns für ein Lantern Making Course verabredet, ist ja nicht so, dass ich diese dann den Rest der Reise mitschleppen darf 🤣. Fix mit dem öffentlichen Bus zurück nach Da Nang zum Flughafen und ab in den Flieger nach Saigon (Ho Chi Minh City), eine Stadt an welche ich niedrige Erwartung hatte, mich aber überaus überrascht hat.
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  • Ninh Binh & Phong Nha

    Dec 3–8, 2025 in Vietnam ⋅ ☁️ 24 °C

    Als die Finnen aussteigen, ruft der Fahrer die ganze Zeit Ninh Binh ...., denn Rest verstehe ich nicht. Mit mir sitzt noch ein anderes Pärchen im Bus, also denke ich, dass dies ihr Hotelname ist, zumal Otto (der Finne) auf Maps mir eigentlich gezeigt hat, dass ihr Hotel ein Ort früher ist als meins ist. Der Fahrer ruft dies bestimmt 10 mal, bis ich mal Maps öffne und sehe, wir sind bei "Ninh Binh Greenland Hotels" angekommen. Ich muss laut auflachen, weil "Greenland Hotels" bei weiten nicht das ist, was der Fahrer gesagt hat. Also steige ich auch fix mit aus. Als wir noch feststellen dass unsere Hotels genau gegenüber liegen, stehen da die drei weißen Europäer und lachen sich auf der Straße einen Ast ab 🤣 - in mir kommt das Gefühl hoch, dass dies gute 2 (ich verlängere noch um eine, also dann 3) Nächte werden. Ähnliches Prozedere wie in Cat Ba: erstmal ankommen, Roller für 3 Tage ausleihen und Gegend auschecken. 

    Der Plan ist, früh morgens um 6 den Sonnenaufgang anzuschauen, es war mehr ein sportliches Event mit nebliger Aussicht, aber das wars wert. Danach hatte ich mit die lustigsten 2 h in einem "Café", wobei Streichelzoo mit Lebensmittelangebot besser gepasst hat. Aber schaut euch die Bilder selbst an :P.

    Insgesamt haben wir 3 die nächsten 4 Tage miteinander verbracht, wobei wir teils etwas zusammen verbracht haben, teils jeder sein. Insgesamt sehr entspannt. Entspannt war auch der abendlich Umtrunk bei einem Bier für 33 cent für ein 0,3,.kann man nicht nein sagen. Als wir am folgenden Tag die Bái Đính Pagoda angeschaut haben, waren wir gefühlt die einzigen Touristen. Ein Gelände (inkl. Parkplatz) welcher für gefühlt 10.000 Personen ausgelegt ist, war einfach komplett leer. Umso besser für uns, somit konnten wir alles ohne Trubel erkunden. Insgesamt ein sehr mystischer Ort, so war auch die Bootsfahrt auf dem Trang An sehr mystisch. Nach sehr schönen 3 Nächten in einer schönen Unterkunft ging es für mich weiter nach Phong Nha - FEHLER!!! Ich hätte mit den Finnen reisen sollen. Der Nachtbus wurde nach vorne geschoben und ist seeehr schnell gefahren, sodass ich statt  5 Uhr morgens, völlig verrädert um 2 auhr Nachts  mitten in Phon Nha am Tresen von CentralBackpacker Hostel stand. Hilft ja nix, also 6€ für ein Hostelbett investiert und ncoh eine Mütze Schlaf geholt. Der Nachtbus, hat sich also nicht wirklich bezahlt gemacht 😄. Am Morgen habe ich dann mein eigentliche Unterkunft aufgesucht. Meine Vorfreude auf ein eigenes Zimmer schlug um, als ich in ein total miffiges Zimmer kam. Also Sachen abgeladen, Roller ausgeliehen und den Tag nutzen um eine Höhle zu erkunden, einen Pass abzufahren und ich in Café trinken. Insgesamt fand ich den Ort schrecklich und fühtle mich krass unwohl. Zumal ich einen scheiß Traum im Nachtbus hatte, welcher mir Nachhing. Also frühst möglichsten Bus nach Da Nang gebucht, FFP2 Maske aufgesetzt und schlafen gegangen. Tia auch sowas gehört zum Reisen dazu 🤣. Auf das die nächsten Tage besser werden.
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  • Cat Ba

    Nov 29–Dec 3, 2025 in Vietnam ⋅ ☀️ 23 °C

    Ursprünglich geplant waren 11 h Sleeper von Cao Bang nach Cat Ba. Im fieberhaften Zustand nicht daran zu denken, also verblieb ich eine Nacht in Cao Bang und chillte mich einfach den ganzen Tag in ein Cafe. Um doch ein paar Meter zu machen, hatte ich mir dann ein VIP Shuttle nach Hanoi gebucht (12,80 €). Etwas skeptisch, warum die Strecke lt. Anbieter 4:30 dauern würde, wenn mir Google Maps 5:50 anzeigt. Nach den ersten Meter wurde mir aber schnell klar warum. Froh über den vorhandenen Sicherheitsgurt, legte ich ihn an und genoß die rasante Fahrt. Alles was nicht bis drei zur Seite gesprungen ist, wurde weggehupt. Normalerweise soll das Hupen in Vietnam auf einen aufmerksam machen, quasi ein "Achtung". Bei diesen Fahrer war ich mir sicher, dass es mehr ein "Verpiss dich du Kek" heißen sollte 😅. Nach 5 Stündiger Fahrt sind wir in Hanoi angekommen und kann letztendlich sagen, dass dies mit eine der komfortabelsten Fahrten ever war.
    Nach einer Nacht in Hanoi hatte ich noch etwas Zeit ein paar versteckte Cafés ausprobiert. Weiter ging es nach Cat Ba, wo ich 3 Nächte verbringen sollte. Die ersten zwei Nächte waren zum Insel erkunden gut. Etwas unpraktisch war, dass mein Mietroller kein Licht hatte. Naja Handytaschenlampe regelt. Das Fiber war weg, der Husten noch da, also auf ging es ins nächte Abenteuer - Eine Tagesschifffahrt in der Van Han Bay, die etwas untourristischere HaLong Bay. Neben zwei Badepausen, einer kleinen Kajaktour durch Höhlen musste man einfach die einmalige Landschaft genießen. Nach der letzten Nacht ging die Reise weiter nach Ninh Bin mir einer unerwartetend Last Minute Bus Bekanntschaft aus Finnland.
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  • Cao Bang Loop mit Mo

    Nov 26–29, 2025 in Vietnam ⋅ ☀️ 20 °C

    Eigentlich war genau gegenüber meiner Unterkunft ein Rollerverleih, welcher für 180.000 Dong pro Tag, ca. 5,76 € eine Honda Wave anbot. Da dieser meine Versuche zu Handeln jedoch abblockten und nur ein abwertertendes "You can try the hole street, you don't get it cheaper" reagierten, bin ich abgestampft um 10 min um die Ecke bei einen anderen Verleiher für 130.000 Dong pro Tag, also 4,16€ meine Honda Wave für die nächsten drei Tage auszuleihen. Aus meinen Fehlern habe ich gelernt, so wird diesmal der Rucksack für 2 Nächte gepackt, den großen Backpack kann ich bei meiner letzten Unterkuft lassen und auf geht es von Cao Bang nach Dam Thuy. Das Wetter ist fabelhaft und unterwegs besuchen wir noch das Paper-Village und das Smith-Village. Entgegen des Ha Giang Loops, ist der Cao Bang Loop gerade zu ausgestorben. So haben wir auch genug Zeit ein bisschen traditionel Papier her zu stellen - Nicht lange fackeln, einfach machen - also hatte ich kurzerhand die ersten Werkzeuge in der Hand. Als kurzen Moment später jedoch die Hände der alten Omi mich umgriffen, war ich doch sehr verwundert, was bitte jetzt abgeht. Erleichtert stelle ich jedoch fest, dass sie mir nur eine Schürze umgebunden hatte 😅. Wie üblich in Vietnam wurden wir nach getaner Arbeit auch noch zu einem "Absacker" eingeladen. Also eine Etage nach oben in das Wohnzimmer der Familie und erstmal ein Happy Water - Mittags um 12. Unterbewusst ihr schonmal den Alkoholismus diagnostiziert, fragte ich dann doch mal nach, wie viele sie davon trinkt - es käme darauf an wieviele Touris kommen 😳🤣. Also versuchten wir sie von dem Tee zu überzeugen, jedoch gelang uns dies nicht so recht. Über die weitere Fahrt verteilt konnten wir weiterhin atemberaubende Landschaften, fragwürdige Streetfood Stände und unendlich viel Fahrtwind sammeln. Es wurde Abend und wir mussten uns sputen, weil Moritz nurnoch eine Sonnenbrille mit Stärke hatte, nicht sonderlich forderlich, bei Dunkelheit. Dennoch als wir um eine Kurve fuhren, ein Fluss erschien und auf der anderen Flussseite die chinesische Flagge wehte, hilten wir an, schauten uns an und konnten es nicht fassen, dass wir so nah an der chinesischen Grenze sind. Hätten wir die Route mal gecheckt, hätten wir es auch gewusst, aber so war es eine ziemlich Überraschung. Mit freudestrahelnden Gesicht haben wir unser Zimmer bezogen, fix etwas gemapft und auf morgen gefreut.
    Generell kann man sagen, dass der Cao Bang Loop deutlich untourristischer ist als Ha Giang. Wenn überhaupt sind hier 5% von den Touristenmassen. Das führt jedoch auch dazu, dass man sich mit Hühnern, Hunden, Büffeln und anderen Getier die Straße teilt, bzw. einfach mal ein paar Büffel die Straße überqueren ohne nach links oder rechts zu schauen 🤣.
    Am mittleren Fahrtag sind wir der Grenze noch Näher gekommen und standen am geschlossenen Grenzübergang. Auf einer riesigen Straße, die meisten Geschäfte immer noch da, schlüften wir also unsere Schokoladenmilch mitten im Norden von Vietnam und realisieren wie unwirklich dies gerade ist. Kurzum, wir haben Nordvietnam ein bisschen durchgespielt.
    Das amerikanische Geschenk machte sich dann doch am letzten Fahrtag bemerktbar, sodass ich ab Mittags mit leichten Fieber und Schlappheit zu kämpfen hatte. Dennoch nahmen wir uns nicht den Spaß und hatten ein kleines Offroad Abenteuer beim God’s Eye Mountain.
    Dennoch sichtlich erschöpft, nahmen Moritz und ich Abschied in Cao Bang, verabredeten uns auf ein Bier in Bayern und ich bezog ich mein Zimmer um mein Fieber auszukurieren.
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  • Spannende Busfahrt nach Cao Bang

    November 25, 2025 in Vietnam ⋅ ☀️ 23 °C

    Dienstag 08:15 morgens - ich werde unruhig. Bei sowas wie Pünktlichkeit bin ich typisch Deutsch. Via WhatsApp wurde ausgemacht, dass ich um acht von der Unterkunft abgeholt werden sollte für den Bus nach Cao Bang.
    08:20 ein Grab Fahrer rast an, ich steige ohne große Worte ein. Mit doch zügigen Tempo fahren wir richtig Busbahnhof. Dort angekommen werde ich in einen VIP Sleeper verfrachtet, etwas verwundert, aufgrund der kommenden Strecke, dennoch froh über den Komfort. Nach ca. 10 min Fahrt kommt einer der Angestellten zu mir und will mein Ticket sehen. Ich zeige ihm es, seine Augen weiten sich, er klatscht die Hände über den Kopf zu sammen und stapft wieder vor. In mir breitet sich das unangenehme Gefühl aus, dass ich nicht in diesem Sleeper "sitzen" sollte. Ein zweiter Angestellter kommt zu mir, gleiches Prozedere, nur dass er beim nach Vorne gehen etwas auf Landessprache sagt beim. Auch wenn ich kein Wort verstanden habe, so erkannte ich an der Tonlage etwas von Verzweiflung, Frustrationen und eine Art von "So'ne Scheiße" 🤣. Die Fahrt wird nurnoch mit 30 km/h fortgesetzt, nach weiteren 10 min bleiben wir an einer Tankstelle stehen. Nach nochmalig 10 min warten, kommt selbiger Grab Fahrer angerast, welcher mich bereits vom Hotel abgeholt hat. Ein großer blonder Mann steigt aus, in den Bus hinein und ich in das Grab. 15 min Rückfahrt zur Unterkunft, wo tatsächlich mein ursprünglicher Bus steht. Man konnte für 07:15/08:15/09:15 einen Bus buchen. Moritz hat den für 09:15 gebucht, ich den für 08:15. Dennoch saßen wir jetzt wieder im selben Bus, auch zu unser Verwunderung mit den 07:15 Fahrgästen. Eigentlich habe ich mich an diesen Tag nichtmehr nach Cao Bang fahren sehen, war dennoch froh im Bus zu sitzen und fand die gesamte Situation ziemlich amüsant.
    Im Bus selbst, habe ich noch Mar, aus Spanien kennen gelernt, deren Freund der große blonde Mann war, welchen die Busunternehmen mit mir verwechselt haben. Es war lustig zu hören, wie das Grab wohl mit einer Affengeschwindigkeit dem Bus nach Hanoi hinterher gejagt war.

    Learning für mich: IMMER NACHFRAGEN ob ich richtig bin🥴!!!!

    Nun zur eigentlichen "Busfahrt", wobei offroadfähiger Kleinbus besser passt. Ich sag mal so, 230 km, 08:00 Fahrt mit einer Mittagspause und 2 Pinkelpausen, sprechen schon für sich. Für alle Interessierten: gerne mal auf die Strecke Hineinzoomen :P.

    https://maps.app.goo.gl/xxu4miqiYgPiWREa9?g_st=ac

    Insgesamt waren wir 6 Fahrgäste, wobei der ältere Ami, welcher vor mir, welcher dauernd in sein Stofftaschentuch getrotzt hat, noch ein kleines Geschenk gegeben hat. Dazu später mehr 🥳.
    17:30 in Cao Bang angekommen, heißt es ins miffige Zimmer einchecken, mit Moritz etwas essen und für morgen Pläne machen. Es heißt nämlich: Cao Bang Loop fahren - diesmal aber ohne Driver 😍.
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  • Ha Giang Loop

    Nov 21–24, 2025 in Vietnam ⋅ ⛅ 15 °C

    Ich bin ehrlich und weiß gerade nicht, wie ich all die Eindrücke der letzten Tage niederschreiben soll - aber eins vorweg, diese zählen mit zu den krassesten Tagen meines Lebens bis jetzt.

    Über Bong Hostel (sehr zu empfehlen!!) habe ich eine 4D/3N Ha Giang Loop Tour gebucht. Bedeutet, dass man in einer Gruppe von 12 Leuten auf einem "Motorrad" von Homestay zu Homestay fährt. Vietnam ist in den letzten Jahren von Geheimtipp zu einem sehr touristischen Land regelrecht explodiert. Dies habe ich auch gemerkt, als ca. 120 Reisende die Einweisung für die Fahrt bekommen haben (und da ist dies nur EINER der Anbieter). Den Loop fährt man meist mit einem persönlichen Driver zusammen. Obwohl ich bereits Erfahrungen in Hanoi sammeln konnte, so habe ich mir auch einen Fahrer genommen. Ich muss gestehen, dass ich vorher ein bisschen Bedenken hatte, dass wir aufgrund meines Körperbaus und den etwas schwach motorisierten 8,7 PS Honda Wave 110ccm Maschinen jeden Berg hochkommen. Als auch noch dazu mein Fahrer nicht unbedingt der schlankeste war, ist mein Herz nochmal nach unten gerutscht 🤣. Vorweg, es ist besser gelaufen als gedacht!
    10:30 ging es von Ha Giang nach Yen Minh,und scheinbar ist Bong einer der schnelleren Anbieter, weil wir die anderen Gruppen in teils sehr mutigen Überholmanövern weggerasiert haben 🤣.
    Eigentlich mag ich es überhaupt nicht als Sozius mitzufahren,auch weil es damit zusammenhängt, Verantwortung abzugeben, jedoch habe ich mich (fast) immer sicher gefühlt, sodass ich mich auf die atemberaubende Landschaft und das gemeinsame Fahrgefühl einstellen konnte.
    Die Fahrt war durchzogen von mehreren kleinen Pausen und einer größeren Mittagspause,bei welcher man die anderen Fahrgruppen immer wieder getroffen hat. Weil es eben so viele Gruppen waren, wurden ca. 5 Gruppen ins Tommys Homestay einquartiert, wo wir in einem 12-Betten-Lager genächtigt haben, auch eine neue Erfahrung 😀.
    Nun hatte ich einen Marc Moment: Normalerweise bereite ich mich für Reisen gut vor, so auch jetzt, jedoch als ich Clara und Julian, ein Paar aus München, gefragt hatte, wann unser Gepäck nachgeliefert wird, so haben diese mich mit fragenden und lachenden Augen angeschaut. Mir wurde recht schnell klar, dass ich die nächsten 3 Nächte damit klar kommen muss, was ich an mir trage + den Pulli in meinem Rucksack😅. Durchatmen, Lage sondieren, Chat GPT fragen... Spoiler - es war weniger schlimm als gedacht, in der 2. Unterkunft habe ich fix gewaschen und Hygienezeug gab es in der Unterkunft.
    Dennoch habe ich damit das Eis gebrochen und mit diesem Moment(und vielen weiteren) werde ich den beiden in Erinnerung bleiben.

    Die Abende enden immer so, dass man ein gemeinsames Abendessen zu sich nimmt, ein bisschen (Lüge, Marc!!!) "Happy Water" mit den Drivern trinkt und Karaoke singt. Bei einem Bier für 'n € an der Bar und den Bayern im Schlepptau, konnte ich auch dazu nicht nein sagen. Achso und bevor jmd. fragt, ich habe keine Ahnung was Happy Water ist, irgendwas, was die selber herstellen😁.

    Am nächsten Morgen mit leichter Katerstimmung schworen wir uns, dass wir heute ruhig machen (Hahahaha - das war nur Stufe 1. - die weiteren Abende, waren lauter, länger, lustiger, emotionaler und durstiger (habe ich schonmal erwähnt, dass ich eigentlich weniger Alk trinken wollte 👀🙈)).

    Entlang der chinesischen Grenze, kam ich aus den Staunen nichtmehr heraus. Über teils doch sehr schmale Wege, ging es nach Meo Vac, wo wir tatsächlich mit allen Bong Gruppen zusammen kamen. Habt ihr schonmal in einem 34-Betten-Lager geschlafen? Nein? Ich jetzt schon 😁 - Merke - lieber ein Bett hinten nehmen, als vorne bei den Klos. Sonst ähnlicher Ablauf wie gestern, nur größer.
    Kurzer Einschub zu meiner Persönlichkeit. Nicht nur, dass ich auf Arbeit ganz gut vernetzt bin, so ist auch Clara, Julian und Moritz aufgefallen, wie viele ich in der kurzen Zeit connected habe, fanden es sogar krass, wie ich dies schaffe. Diese Rückmeldung hat mich doch etwas erschrocken, und ich erkenne es einfach an, dass ich so ein Mensch bin, welchem es unglaublich Spaß bereitet, Leute zusammenzubringen.

    Es folgte ein weiterer Fahrtag nach Du Gia und somit auch der letzte Abend. Nicht nur, dass wir bis 03:30 unterwegs waren, uns extrem viel Happy Water gegeben wurde, so fanden wir den ein oder andere Fahrer komplett besoffen auf den Straßen wieder 🤣. Es war Lang Lang, der Driver von Caro. Naja, aber was ich nicht erwartet hätte, ist einen kleinen Club mitten im Nordvietnam, welcher voll von internationalen Reisenden war. Aus dem Club kommend haben wir noch zu viert in einem der kleinen "Bäder" Zähne geputzt, uns die jeweilige Lieblingsmusik vorgespielt, gequatscht und (Schande auf mein Haupt) paar Kippen geraucht. Glücklich und beseelt waren wir die Letzten im Bett. Erst am Morgen haben wir realisiert, dass wir die anderen in dem 24er Schlafsaal ziemlich abgefuckt haben, weil natürlich Bad und Schlafsaal nebeneinander liegen und oben offen sind. Upsi.

    Diesmal mit deutlicher Katerstimmung ging es zur letzten Etappe nach Ha Giang zurück, wo mich sehnsüchtig das Gepäck erwartete. Mit Tränen in den Augen habe ich mich von Caro und Julian verabschiedet, wollen uns aber gegenseitig mal besuchen. Mit Moritz ging es weiter nach Cao Bang, einer Fahrt, welche ein Abenteuer für sich war.
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  • Wild, Wilder, Hanoi

    Nov 17–20, 2025 in Vietnam ⋅ ☁️ 27 °C

    Ähm ja. Wie soll man die Eindrücke schriftlich rüber bringen, wenn man sie selbst noch nicht verarbeiten konnte. Kurz und Knapp - Crazy! 🤣

    Um auf die Eindrücke der drei Nächte in Hanoi erstmal klar zu kommen, und nicht noch Abends socialising betreiben zu müssen, habe ich mich strategische für ein Hotelzimmer entschieden (22€ p.N.).

    Taxi: Damit ich den Fehler aus Georgien nicht wiederhole, und eine überteuerte Fahrt nehme, nutze ich hier um von A-B zu kommen, die App "Grab". Bsp.: 45 min Fahrt mit 15 km, kostete mich 6€ 🤣.
    Straßenverkehr: Schaue nur nach vorne! Was hinter dir passiert ist (fast) egal UND NICHT anhalten, auch wenn du die Straße ünerquerst! Die Roller fahren schon um dich herum... Somit hat die Bedeutung "Vorrausfahrendes Fahren" für mich ein neues Level erreicht.
    Wer mich kennt, weiß auch wie gerne ich Motorrad fahre - Spoiler: Ich konnte es in Hanoi auch nicht lassen 😛.
    Essen: Wenn du viele Touris an einem Stamd/Restaurant siehst, dann meistens, wril dieses durch TikTok Rezension Vviral gegangen ist 😅. Sonst habe ich meist keine Ahnung was ich bestelle, aber bis jetzt habe ich alles vertrage und es war suuuper lecker. Meistens suche ich mir die Lokale heraus, wo die Vietnamese essen, dann bekommst du auch authentisches Essen. So habe ich das ein oder andere Hinterhof "Restaurant" ausprobiert. Ach, und danke für die ganzen Ratschläge - die habe ich bis jetzt rein gar nicht befolgt 🙈🤣.
    Nun heißt es (erstmal) Tschüss Hanoi und ab in einen Schlafbus. Da meine Schlafzug Erfahrung nicht so Premium war, hoffe ich diesmal, dass der "Sleeper-Bus" eine bessere wird🤣. Aber erstmal heißt es beim Einsteigen Schuhe ausziehen. Danach Schlafkoje heraussuchen und ab geht's nach Hai Giang!
    Bis bald!
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  • Abflug und Ankunft

    November 17, 2025 in Vietnam ⋅ ☁️ 25 °C

    Vor dem Start der Reise wurde ich oft gefragt, ob ich nicht aufgeregt sei, Vorfreud hätte, oder auch, ob ich allein reisen würde.
    Aufgeregt war ich, als ich meinen elektronischen Rasierer im Aufgepäck vergessen hatte und mir schon ausgemalt habe, dass mein Rucksack rausgezogen wird.
    Die Vorfreude ist am Tag vor dem Flug, auf dem Weg zur Packstation, ausgebrochen, sodass ich auf offener Straße einen Lachflash bekommen habe - ich glaube, die Leute um mich herum mussten mich für verrückt halten - "Das Crazy!".
    Allein zu reisen - Ich weiß, dass ich allein alles schaffen werde, was nicht heißt, dass keine Momente der Einsamkeit kommen, aber auch wieder gehen!

    Zurück zur eigentlichen Reise: Gestartet bin ich um 09:35 Uhr in Prag nach Istanbul via Turkish Airlines, die trotz 2-stündigem Flug ein gratis Frühstück servierten. Nach 2 Stunden 10 Minuten Aufenthalt in IST (by the way, der siebtgrößte Flughafen der Welt und RIESIG!) ging es für ca. 9 Stunden in einer A350-900 via Thai Airways nach BKK (Bangkok). Abgesehen davon, dass es auf dem Flug zwei Mahlzeiten gab, lernte ich auch Oleg und Alexej kennen, zwei Russen aus Tolyatti, die ihren Urlaub in Bangkok verbrachten. Falls ich mal nach Russland reisen möchte, bin ich herzlich bei deren Familien eingeladen 😅

    Der 10-stündige Aufenthalt in BKK ging dank gemütlicher Schlafgelegenheit am Flughafen auch recht schnell vorbei, sodass ich meinen letzten Teil der Reise antreten konnte: BKK - HAN (Hanoi).

    Hanoi, Montag 17 Uhr Ortszeit – ich bin angekommen! Eine 6h Zeitverschiebung und 26 Stunden reine Reisedauer hießen: fix ein Grab zur Unterkunft nehmen, einen Street-Food-Snack schnappen, erste Eindrücke sammeln und Schlaf nachholen :)!
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    Trip start
    November 16, 2025