Geisterstadt & Wintertour 👻🏚️🎿
Feb 17–19 in Canada ⋅ ☁️ -4 °C
Auf dem Weg nach Sandon legen wir einen kurzen Stopp in New Denver ein. Ein kleiner Ort direkt am Slocan Lake, umgeben von Bergen, ruhig und irgendwie zeitlos. Ein paar schöne Häuser, ein kleiner Hafen, Cafés – im Sommer bestimmt lebendig, jetzt im Winter wirkt alles entschleunigt. Fast ein bisschen verschlafen, aber auf eine angenehme Art.
Danach geht es weiter Richtung Sandon – und plötzlich sind wir wieder mitten im Winterwonderland ❄️. Die Straße wird schmaler, der Schnee tiefer, die Landschaft wilder. In Sandon angekommen fühlt es sich an wie eine Geisterstadt. Und irgendwie ist es das auch.
Sandon war früher eine richtige Boomtown zur Silberminen-Zeit. Heute stehen hier noch historische Gebäude, ein Museum, alte Maschinen – im Sommer kommen Besucher, im Winter ist es still. Sehr still. Außer zwei Menschen: Vida und Hal.
Trachsi hatte uns von ihnen erzählt. Irgendwo hier müssten sie sein. Wir fahren einmal durch den Ort – und sehen ein Haus, in dem Licht brennt. Und tatsächlich: Wir treffen die beiden.
So herzlich. So offen. Ohne Zögern nehmen sie sich Zeit und geben uns eine kleine Führung. Sie zeigen uns das älteste noch wasserbetriebene Kraftwerk Kanadas – ein kleines historisches Gebäude, in dem Strom tatsächlich noch durch Wasserkraft erzeugt wird. Unglaublich, wie viel Geschichte hier steckt. Gleichzeitig kämpfen die beiden gerade darum, dass dieser Ort nicht geschlossen wird. Es ist spürbar, wie sehr ihnen Sandon am Herzen liegt.
Wir dürfen ohne Probleme über Nacht bleiben – und bekommen sogar Strom von ihnen. Mitten in dieser verlassenen Winterkulisse stehen wir plötzlich angeschlossen am ältesten Kraftwerk des Landes. Schon verrückt.
Am nächsten Tag entscheiden wir uns für eine kleine, eher entspannte Skitour. Kein großes Abenteuer, einfach einen Forstweg entlang. Die Lawinensituation ist auch hier angespannt, also bleiben wir defensiv. Und trotzdem: Es tut so gut, durch den verschneiten Wald zu laufen 🎿❄️. Ruhig, gleichmäßig, Schritt für Schritt. Selbst mit meinem weiterhin nervigen Schuh-Thema.
Am Ende nehmen wir noch eine kleine Abzweigung, um zum Auto zurück zukommen. Und genau da geht neben uns ein kleines Schneebrett ab. Nichts Großes, nichts Gefährliches – aber genug, um uns klarzumachen, wie instabil die Schneedecke gerade ist. Also drehen wir um, zurück auf den sicheren Forstweg und gemütlich hinunter.
Manchmal reicht ein kleiner Moment, um wieder Respekt zu bekommen.
Am nächsten Tag rollen wir weiter Richtung Nelson, über Kaslo. Dort gibt es einen Outdoor-Laden mit Skitourenkarten – vielleicht finden wir dort neue Ideen für die nächsten Tage. 🚐❄️Read more































Traveler
Das hat schon was👍👍😃