Whitewater – endlich Schnee ❄️🎿
Feb 21–24 in Canada ⋅ ☁️ -4 °C
Nach einer ruhigen Nacht kurz vor Whitewater und einem kleinen Planungsabend – Lawinenlage checken (zum ersten Mal entspannt 🙌), erste Tour rausgesucht, Material geprüft – geht es am nächsten Morgen los. Immer wieder merken wir, wie detailliert und einfach es in Europa ist, an Skitouren-Daten zu kommen. Hier heißt es oft: recherchieren und viel durchfragen.
Kurz vor dem Skigebiet gibt es einen Parkplatz, von dem viele Touren starten. Dort treffen wir einige vom Ort an. Die Sonne lacht und überall Schnee – endlich richtig viel Schnee.
Die Lawinenwarnung ist moderat, der Hang voller Spuren und sogar ein paar Schilder weisen den Weg. Es geht durch verschneite Bäume, echtes Winterwonderland ❄️. Dieses leise Knirschen unter den Fellen, Sonne im Gesicht – es tut so gut.
Ganz bis oben schaffen wir es nicht, aber das ist egal. Hier gibt es mehr als genug Gelände. Also abschnallen, kurz durchatmen – und runter.
Und was soll ich sagen: Tiefschnee-Feeling pur. Nicht zu eng im Wald, genau richtig. So macht das richtig Spaß. Vor lauter Euphorie fahren wir sogar etwas zu weit nach unten 😅. Also wieder anfellen und ein Stück hoch. Unterwegs treffen wir zwei Einheimische, bekommen ein paar Tipps für die nächsten Tage und oben zeigen sie uns sogar noch einmal den richtigen Weg zurück – damit wir vor lauter Glück nicht wieder falsch abbiegen.
Unten merkt man dann die Sonne, der Schnee wird schwerer. Aber so ist es bei einer Tour. Müde, aber glücklich kommen wir am Parkplatz an.
Danach fahren wir noch hoch zum Skigebiet. Direkt an der Lodge darf man für kleines Geld stehen – und abends ist es komplett leer. Also stellen wir uns einfach hin.
Am nächsten Morgen: Sonne, blauer Himmel, weiße Berge. Frühstück in der Lodge, entspannt einchecken, ein bisschen Reiseplanung. Und dann kommt die beste Nachricht: Am Nachmittag und über Nacht zieht ein neuer Sturm rein. Das heißt – Neuschnee! Endlich! 🤍
Früh ins Bett, Energie sparen.
Die Nacht ist ruhig. Der Morgen ein Traum. Über 20 cm Neuschnee. Das Freeride-Herz tanzt. Also Kaffee, anziehen, etwas freischaufeln und ab zum Lift. Die Schlange? Überschaubar. Fast schon luxuriös wenig.
Erster Run – und ja, ich kämpfe kurz mit meinen Skischuhen. Aber das hält mich nicht ab. Noch einmal hoch. Und noch einmal. Doch irgendwie fühlt es sich nicht so fluffig an, wie ich es mir erträumt habe. Nach der Mittagspause wird es richtig steil und der Schnee ist brutal schwer. Training ohne Ende.
Im Lift kommen wir mit einem Local ins Gespräch. „The snow is heavy today.“
In dem Moment macht es Klick. Ich war so fixiert auf m eine Schuhe, dass ich gar nicht realisiert habe, wie schwer der Schnee wirklich ist. Nicht alles ist das Boot-Drama. Manchmal ist es einfach Physik.
Am Nachmittag bin ich leer. Alex dreht noch eine Runde. Ein bisschen frustriert bin ich schon. Diese legendären Champagne-Powder-Bedingungen? Angeblich letzte Woche. Irgendwie haben wir diesen Winter ein Talent, die perfekten Tage knapp zu verpassen 😅. Die Vorhersagen wechseln ständig – viel Schnee angekündigt, am Ende doch anders.
Am nächsten Morgen sitzen wir mit Kaffee und Muffin in der Sonne und kommen mit unserem Nachbarn ins Gespräch. Er kommt aus Vancouver und jagt ebenfalls den Powder. Auch er hat gestern nach ein paar Runs aufgehört – zu schwer, zu anstrengend. Innerlich eine kleine Erleichterung. Es lag also nicht nur an mir.
Für uns ist klar: Wir reisen weiter. Erst einmal kein Neuschnee in Sicht, Lawinenstufe wieder auf vier. Heißt für uns: keine Skitour bei diesen Bedingungen.
Also nächster Stopp: Kimberley Ski Resort. 🚐❄️Read more




























