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  • Day6

    Durchpowern nach Regensburg

    July 13, 2019 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Der Radeltag war lang und das Gesäß tut mir entsprechend weh. Für die Gastfreundschaft von Tante Conny und Norbert in Regensburg hat es sich wirklich gelohnt.
    Mein Zelt hatte ich halb verdeckt von Büschen neben dem Fahrradweg aufgestellt. Damit ich da früh wieder weg bin, habe ich mir einen Wecker für 6:30 gestellt. Und so war ich um 7:30 mit den ersten Regentropfen des Tages wieder auf dem Rad. Es sollten noch viele mehr werden.
    Nach 15 Kilometer Waldwegen kam ich durch Ingolstadt. Ich gönnte mir einen guten Kaffee beim Italiener und schaute mir etwas die Innenstadt an. Und weiter ging es, in Summe über gut 60 Kilometer Schotterpiste und 25 Kilometer Asphalt zum Tagesziel. Es wären schön genießbare Landschaften gewesen mit Auen, Wäldern, Hopfenfeldern und Felswänden, wenn es nicht jede Stunde einmal volle Kanne geregnet hätte. Ich kann nicht mehr sagen, wie oft ich klitschnass wurde. Länger als 5 Minuten war kaum eine Pause, weil mir dann kalt wurde in den nassen Sachen.
    Es ging von Ingolstadt über Vorburg, Neuburg, Kehlheim nach Regensburg. Irgendwo abseits der Donau dann ein bekanntes, alarmierendes Fahrgefühl und -geräusch. Der Hinterreifen war wieder platt. Es war gerade mal kurz sonnig. Zwei drei Schluck aus der Weinflasche und ab an das schlammigen Rad. Bei meiner letzten Wechselaktion im Wald kam vermutlich etwas Dreck in den Reifen und hatte dem Schlauch zugesetzt. Akribisch machte ich alles sauber und ersetzte ihn. So langsam habe ich Routine.
    Jede Menge Regen später trennte mich ein Berg von Kehlheim. Hier führte der Donauradweg mehrere Kilometer zäh hinauf und auf der Rückseite in einer halsbrecherischen Abfahrt hinunter. Ich frage mich jetzt noch, wer eine Downhill-Mountainbike-Strecke bei einem Radwanderweg, der von 80% älteren Semestern befahren wird, für sinnvoll hielt. Mit angezogenen Bremsen habe ich mich langsam die schlammige Piste runtergetastet. Einmal musste ich nach vorne rechts vom Rad abspringen, weil der Vorderreifen im Schotter hängen blieb.
    Zwei Regenschauer später war ich müde in Regensburg. Die erste Nacht drinnen im Bett wird mir gut tun.
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