San Blas: El Porvenir ποΈ
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San Blas: El Porvenir ποΈ
Am Morgen des 06.01.25 wurde ich von einem sehr heftigen Regen geweckt. Obwohl meine Cabin im Bug des Schiffes verortet ist, konnte ich den Regen sogar dort unten hören. So ging ich bereits - untypischerweise - gegen 07:00 Uhr an Deck. Spannend in der Karibik ist, dass man nie genau vorhersagen kann, wie lange es nun regnen wird oder ob es sich nur um einen Schauer handelt. Nach dem Frühstück ging es dann um 10:00 Uhr los Richtung El Porvenir ποΈ
Die Überfahrt dauerte etwa 3 h und wir warfen gegen 13:00 Uhr den Anker. Unser Plan: In El Porvenir für unseren Landaufenthalt in Bocas del Toro (ebenfalls Panama) bereits vorab einzuklarieren, um Zeit zu sparen. Bevor Marie, Maxim und Kaspar allerdings von Bord gehen konnten, um diesen Prozess in Angriff zu nehmen, geschah das, worauf uns Marie bereits vorbereitet hatte. Innerhalb weniger Minuten nach Ankunft verwandelte sich das Maindeck unserer Regina Maris zu einem großen Basar. Diverse Arten von Schmuck, Tüchern, Taschen und handwerklichen Schnitzereien (Miniaturboote etc.) sowie Fisch wurden angeboten. Die Schüler*innen waren sehr verblüfft, aber auch beeindruckt von der Vielfalt sowie den Formen und Farben der angebotenen Waren βοΈπ³οΈπ
Das Anbieten dieser bunten Tücher mit den verschiedensten Motiven hat tatsächlich einen geschichtlichen Hintergrund: Ursprünglich trugen die Ureinwohner der San-Blas-Inseln kaum Kleidung und schmückten ihren Körper mit bunten Verzierungen. Missionare animierten sie dann aber dazu, Kleidung zu tragen, so dass sie schließlich ihre Kleidung, die Molas, mit den Mustern ihrer Körperbemalungen gestalteten βοΈ
Außerdem lebt die Gemeinschaft der Kunas im Matriarchat. So lebt z. B. der Ehemann nach der Heirat in der Familie der Frau. Die Kuna haben eine eigenständige Stammessprache und eine Fahne, auf der ein umgedrehtes Hakenkreuz den Oktopus symbolisiert, der der Sage der Kuna nach die Welt erschaffen hat π
Gegen 15:30 Uhr verließen unsere Gäste dann unser Schiff wieder und wir machten uns bereit für eine weitere spontan vereinbarte Aktion: eine kleine Bootstour mit Einheimischen in ihren kleinen Baumstammjollen. Dazu fuhren wir gegen kurz nach 16 Uhr mit dem Dingi an Land und konnten dann in Zweier- bis Dreiergruppen einmal im 'Vaiana-Stil' eine Runde bis zur Regina Maris und zurück schippern πΆ
Wohlbehalten kam gegen 17 Uhr dann auch die letzte Gruppe wieder an Land an. Während wir jeweils aufeinander warteten, kamen wir mit verschiedensten Locals und ihren Kindern ins Gespräch. Die Kinder fingen dann zunächst an, um uns herum und infolgedessen mit uns Fußball zu spielen. Danach wollten sie dann gerne auf unsere Schultern klettern, um Blüten von einem nahegelegenen Baum zu pflücken. So kam es nicht überraschend dazu, dass die ein oder andere Cappi von den Kids geklaut, hin-und-her geworfen und versteckt wurde. So nahm der restliche Abend eine unvorhergesehene Eigendynamik an, die mich nach 20 Jahren Zeltlagererfahrung an nichts anderes als einen normalen 'Zeltlagertag' erinnerte. Spielende und tobende Kinder, mal ein Volleyball- und Basketballmatch und viele Kids auf den Schultern 'erwachsenerer Kinder' (sowohl bei Crewmitgliedern, Lehrer*innen als auch Schüler*innen), die in diesem Sinne allesamt eine wundervolle Zeit miteinander verbrachten. Ein karibischer Ferienspaßtag, an denen sich alle Akteure wahrlich noch lange erinnern werden π
Gegen 18:30 Uhr mussten wir dann - sehr zum Bedauern aller Kinder - die Rückreise antreten. Wir vereinbarten mit einer lokalen Volleyballmannschaft (Alter zwischen 14-19 Jahre) einen Kurzbesuch auf unserem Schiff für den nächsten Tag um 10 Uhr. Danach verabschiedeten wir uns von allen und kamen mit unendlich positiver Energie und fantastischen Marmeladenglasmomenten im Gepäck zurück an Bord π«
Vor dem Abendessen sprangen dann noch einige (mich eingeschlossen) ins Wasser und ließen den Abend dann mit ein paar Kartenspielen oder Tagebucheinträgen entspannt ausklingen π
Mein persönliches Highlight:
Das gemeinsame Herumtoben und Bespaßen wie zu besten Zeltlagerzeiten sowie das Funkeln in den Augen der Kids, während wir alle zusammen eine unfassbar schöne Zeit miteinander hatten π«
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San Blas: El Porvenir ποΈ
On the morning of 06.01.25 I was woken up by very heavy rain. Although my cabin is located in the bow of the ship, I could even hear the rain down there. So I went on deck - atypically - at around 07:00. The exciting thing about the Caribbean is that you can never predict exactly how long it will rain or whether it will just be a shower. After breakfast, we set off for El Porvenir at 10:00 ποΈ
The crossing took around 3 hours and we dropped anchor at around 13:00. Our plan was to check in at El Porvenir in advance for our land stay in Bocas del Toro (also in Panama) in order to save time. However, before Marie, Maxim and Kaspar could disembark to tackle this process, what Marie had already prepared us for happened. Within minutes of our arrival, the main deck of our Regina Maris was transformed into a huge bazaar. Various types of jewelry, scarves, bags and handicraft carvings (miniature boats etc.) as well as fish were on offer. The students were amazed, but also impressed by the variety, shapes and colors of the goods on offer βοΈπ³οΈπ
The offering of these colorful cloths with a wide variety of motifs actually has a historical background: originally, the indigenous people of the San Blas Islands hardly wore any clothing and decorated their bodies with colorful ornaments. However, missionaries then encouraged them to wear clothes, so that they eventually designed their clothing, the molas, with the patterns of their body paintings βοΈ
In addition, the Kunad community lives in a matriarchal system. For example, the husband lives in the wife's family after marriage. The Kuna have their own tribal language and a flag on which an upside-down swastika symbolizes the octopus that, according to Kuna legend, created the world π
At around 3:30 pm, our guests left our boat again and we got ready for another spontaneously arranged activity: a small boat tour with locals in their small tree-trunk dinghies. We took the dinghy ashore shortly after 4 pm and then sailed in groups of two or three to Regina Maris and back in 'Vaiana style' πΆ
The last group arrived safely back on land at around 5 pm. While we waited for each other, we got talking to various locals and their children. The children then started to play soccer around us and with us as a result. Afterwards, they wanted to climb on our shoulders to pick flowers from a nearby tree. Not surprisingly, the kids stole one or two Cappi, threw them back and forth and hid them. The rest of the evening took on an unforeseen dynamic of its own, which, after 20 years of camp experience, reminded me of nothing more than a normal 'camp day'. Children playing and running around, the occasional volleyball and basketball match and lots of kids on the shoulders of 'grown-up kids' (crew members, teachers and pupils alike), who all had a wonderful time together. A Caribbean vacation fun day that everyone involved will truly remember for a long time to come π
At around 6:30 p.m. we had to start our return journey - much to the regret of all the children. We arranged a short visit to our ship with a local volleyball team (aged between 14-19) for the next day at 10 am. We then said goodbye to everyone and came back on board with endless positive energy and fantastic jam jar moments in our luggage π«
Before dinner, some (including me) jumped into the water and then ended the evening in a relaxed manner with a few card games or diary entries π
My personal highlight:
running around and having fun together like in the best tent camp times and the sparkle in the kids' eyes while we all had an incredibly good time together π«
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