• Barra de Valizas

    28 marzo 2024, Uruguay ⋅ ☁️ 23 °C

    Vor dem Dorf Barra de Valizas bietet uns der Atlantische Ozean 3 km feinen, weissen Sandstrand mit mässigem Wellengang. Dieses erholsame Strandleben wird von riesigen Dünen eingerahmt, diese wiederum durch Lagunen und deren Ausflüsse ins Meer unterbrochen. Die Wellen am Strand von Barra de Valizas eignen sich sehr gut zum Surfen, aber die beliebteste Sportart ist das Sandboarden, was auf den bis zu 40 Meter hohen Dünen ausgeübt werden kann. Fans dieser Sportart finden hier ein Paradies zum Sandboarden, insbesondere in der riesigen Düne namens «El Gran Val».
    Der Strand Barra de Valizas ist auch Ausgangspunkt für zwei lange und tolle Spaziergänge, einer davon 7 Kilometer nach Norden in Richtung Aguas Dulces und der andere in die entgegengesetzte Richtung, nach Süden, zum Cerro de la Buena Vista. Er führt uns über den Fluss Valizas, wo wir per Boot die kleine Strömung überqueren können.
    Die Hauptidee und das Hauptziel der angelegten Wanderwege direkt an den Sandstränden dieser Küstenregion besteht darin, das Gebiet zwischen Aguas Dulces, Barra de Valizas und Cabo Polonio zu vereinen und somit aufzuwerten. Apropos vereinen, hier treffen wir auch wieder auf Rosi und Uli mit ihrem Armado, dem Dalmatiner. Gemeinsam geniessen wir 2x2 Caipirinas und 2x2 Mochitos im Strandrestaurants, wo wir übrigens auch seit Langem wieder ein köstliches Menu verkosten.
    Aber auch hier war es in früheren Zeiten wesentlich unruhiger. Seit der Ankunft der Kolonialmächte in dieser Region Südamerikas, kämpften die Spanier und Portugiesen unermüdlich um ihre Gebietsansprüche im heutigen Uruguay. Durch die neuen Siedlungen entstanden riesige Viehzuchten. Jesuiten und deren eingesetzten Missionare sowie die Ureinwohner, die Guaraní, lebten hier. Die „zivilisierten“ Guaraní betrieben weiterhin riesige Viehzuchten, um die enorme Bevölkerung der entstandenen Missionsstädte zu ernähren. Die Rinder und Pferde wurden auf Befehl von Hernandarias (Gouverneur von Paraguay) ab dem Jahr 1611 eingeführt. Im Jahr 1750 unterzeichneten die Mächte Spanien und Portugal den Vertrag von Madrid, der die neuen Grenzen der Besitztümer eines jeden Königreichs in diesem Teil des amerikanischen Kontinents festlegte. Der «Vertrag von Madrid» ersetzte den vorherigen sogenannten «Vertrag von Tordesillas“» und ermöglichte so tatsächlich die Expansion der portugiesischen Kolonialgebiete in Südamerika. Gemäss dem neuen Vertrag wurden dann dauerhafte Marinesoldaten eingesetzt, um die territorialen Grenzen zu markieren. Diese territorealen Markierungen wurden «Marcos de los Reyes» genannt. Einer von ihnen befand sich genau an dieser Stelle.
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