• Cabo Polonio

    30. marts 2024, Uruguay ⋅ ☀️ 23 °C

    Bei Kilometer 264,5 der Route 10 Uruguays, im Departement Rocha, befindet sich die Einfahrt zum Dorf «La Puerta del Polonio»: Seit 2009 ist «Cabo Polonio» Teil des Nationalen Schutzgebietssystems. Um seinen natürlichen Reichtum zu bewahren und die Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt zu minimieren, ist die Einfahrt in das Dorf mit Privatfahrzeugen nicht gestattet. Die einzigen, die dazu berechtigt sind, sind offene Lastwagen im Safari-Stil, die direkt am Parkeingang abfahren und diese sieben Kilometer in ca. 30 Minuten durch Wald, Sanddünen und schlussendlich über den Strand in einer abenteuerlichen Panoramafahrt nach Cabo Polonio zurücklegen. Andere Möglichkeiten, das Dorf zu erreichen, sind zu Fuss oder mit dem Pferd von Valizas aus.
    Ziel ist es, das schöne und einzigartige Ökosystem am Cabo Polonio mit seiner Felsenküste an der Halbinsel, den sich südwestlich und nordöstlich davon ausbreitenden wunderbaren Sandstränden, den hinter diesen liegenden Streifen mit Wanderdünen und die der Küste vorgelagerten Inseln mit ihrer grossen Seelöwenkolonien in ihrem ursprünglichen, praktisch naturbelassenen Zustand zu bewahren und einen Teil davon einer kontrollierten touristischen Nutzung zuzuführen. So mancher Investor hatte hier schon ein zweites El Arenal visualisiert, und so mancher Hippie ein neues Goa. Zum Glück wurde aus beiden 'Projekten' nichts.
    Hier stehen wir auf einem ca. 30 Hektar grossem Felsplateau, das sich bis zu 15 m über den Meeresspiegel erhebt. Nordöstlich und südwestlich davon erstrecken sich wunderbare Sandstränden, die von Seelöwen und anderen Robbenspezies besucht werden. Hinter diesen liegen die grössten Wanderdünen Südamerikas! Die bis zu 50 m hoch werden können. Diese Dünen sind Zeugen, wie es früher an der gesamten uruguayischen Küste aussah; naturbelassenen Hügel und kleine Feuchtgebiete.
    Die Geographie dieser Küstenregion war für Seefahrer seit je her gefährlich, da sich dieses Kap mitten in rauer See befindet und zudem eine ganze Menge an früher noch unbekannten Felsformationen darin befinden. Rund 400 Schiffbrüche vor Ort sind bekannt. Und weil wir gerade bei Schiffbrüchen sind: Die ersten (unfreiwilligen) Siedler von Cabo Polonio landeten hier am 1753(viele Quellen sprechen irrtümlich von 1735), als hier die spanische Galeone mit dem komplizierten Namen "Nuestra Señora del Rosario, Señor San Joseph y las Animas" mit 318 Mann an Bord unterging. Ein Teil dieser Männer verblieb danach auf der Halbinsel und begann hier zu siedeln. Das Schiff gehörte übrigens einem Señor namens Joseph Polloni, was manche zu der Vermutung brachte, der Name Cabo Polonio könnte auch aus dem Nachnamen Polloni entstanden sein.
    Rund 400 Schiffbrüche sind bekannt. Mit dem anschliessendem Bau des Leuchtturms begann auch die Fischereitätigkeit.
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