José Ignacio
March 31, 2024 in Uruguay ⋅ 🌬 20 °C
Das Fischerdorf José Ignacio hat sich zu einem gehobenen Ferienort entwickelt und ist eine auffällig belebte Ergänzung zu den Küstendörfer, welche wir bis jetzt in dieser Region gesehen haben. Den wohlhabenden Besuchern und Prominenten dienen die Strände Brava, auch beliebt bei Surfern, sowie Mansa als Anziehungspunkt. Auf der grünen Halbinsel finden sich zahlreiche Yogastudios, Cocktailbars sowie Grillrestaurants mit Terrassen, die häufig auch zu trendigen Hotels gehören sowie Maklerbüros.
Trotz all dem Mondänen, finden wir hier auch unberührte Strände, an denen goldener Sand und kristallklares Wasser des Atlantischen Ozeans aufeinandertreffen. Und, wir finden sogar, nach einer halben Stunde Wartezeit, einen Platz zum Essen. Heute ist Ostersonntag, dementsprechend ist auch hier überall viel los. Wir laufen an modernen Villen vorbei, welche wohl Eigentum von reichen Argentiniern und Brasilianern sind. Hier entdecken wir auch den ersten Ferrari auf unserer Reise. Passend, zu unserer Reise, steht auch er auf einer Sandstrasse, unpassend aber, mit Schweizer VD-Nummer! Geflogen? Der Besitzer ist aber kein Schweizer Fussballspieler, sondern ein Paraguayer. Präsident einer Energie-Firma sowie einer südamerikanischen Logistikfirma, Mitglied einer Anwaltsvereinigung und Professor an der Uni Belgrano. Schweizer-Autoindex-sei-Dank und Google.
Am äussersten Ausläufer des Küstenbandes, am steilen und felsigen Ufer, warnt auch hier ein Leuchtturm den Schiffverkehr. Der „Faro de José Ignacio“ bietet von oben einen herrlichen Ausblick auf den Südatlantik. Er erreicht eine Höhe von 26 Metern und nahm am 1. Juni 1877 seinen Betrieb auf. Ich steige die 121 Stufen, hinauf und befinde mich nun 32,5 Meter über dem Meeresspiegel. Von hier aus sehe ich die Naturschönheiten um die Stadt und geniesse die Umgebung in allen Himmelsrichtungen bis zum Horizont. Endlich kann ich mal auf Sam hinunterschauen.
Uns ist klar, wir befinden uns hier nicht in einem Kaffeeland. Dennoch finden wir Illy-Kaffe, sogar in Bohnen, importiert wohl für die Schönen und Reichen. Ohne Preisüberwachung, schnappen wir uns eine 250gr-Dose und trauen nach dem Kauf unserer Benachrichtigung der DKB-App kaum: EUR 50.00 lassen wir uns unseren letzten Kaffeespass kosten.Read more











