• Micha.
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🇩🇪 Oppenau, Baden-Württ. 21

Zwei Wintertage im Schwarzwald
Am ersten Tag stand eine Laufrunde bei Loßburg an – kalt, klar und richtig gut zum Abschalten. Am nächsten Tag ging’s zur Zuflucht, wo wir durch tiefen Schnee gelaufen sind, den Schlitten gezogen haben und unterwegs ei
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  • Trip start
    January 6, 2021
  • Winterwald bei der Schwedenschanze

    January 7, 2021 in Germany ⋅ ☁️ -2 °C

    Wir ziehen heute durch ein richtiges Wintermärchen. Der Wald ist komplett zugeschneit, die Äste hängen schwer und der ganze Weg ist weich vom frischen Schnee. Lavea sitzt warm eingepackt vorne im Schlitten und schaut neugierig in den Wald, während wir uns langsam durch die weißen Tannen bewegen.

    Zwischendurch bleibt einer von uns stehen, streckt die Hand aus – und eine perfekte Schneeflocke landet direkt auf dem Handschuh. Winzig, völlig symmetrisch, als hätte jemand sie dahin gemalt. Solche kleinen Momente gibt’s nur im tiefen Winter.

    Hier oben an der Schwedenschanze ist alles ruhig. Nur das Knirschen unter den Schuhen und Laveas kleine Kommentare vom Schlitten. Genau so fühlt sich ein richtiger Wintertag an.
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  • Nähe Zuflucht / L92

    January 7, 2021 in Germany ⋅ ☁️ -2 °C

    Wir sind inzwischen ein Stück weiter oben angekommen, direkt an der L92, und hier oben wirkt der Schwarzwald fast schon wie ein eigener Planet. Alles ist in dichten Nebel gehüllt, und die Bäume tragen so viel Schnee, dass sie aussehen wie weiße Skulpturen.

    Lavea sitzt warm im Schlitten und schaut ganz ruhig nach vorne, während wir uns durch die weichen Spuren auf dem Weg ziehen. Neben uns ragen die verschneiten Tannen hoch, und jede Bewegung wirkt gedämpft – kein Wind, keine Geräusche, nur dieses leise Knirschen unter den Schuhen.

    Ein paar Meter weiter bleiben wir stehen, weil die Aussicht trotz Nebel besonders ist: ein komplett weißes Feld aus kleinen verschneiten Bäumen, als ob alles unter einer Zuckerhaube verschwunden wäre. Die Luft ist kalt, aber irgendwie angenehm still.

    Ein perfekter Moment zum Durchatmen mitten im Winterwald.
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  • Winterpfad unterhalb der Schwedenschanze

    January 7, 2021 in Germany ⋅ ☁️ -1 °C

    Wir folgen dem schmalen Weg unterhalb der Schwedenschanze, mitten durch einen Wald, der komplett unter Schnee verschwindet. Die Tannen hängen tief, als würden sie einen weißen Tunnel bilden.

    Silvana zieht den Schlitten ruhig vor sich her, und Lavea sitzt warm eingekuschelt darin und beobachtet alles ganz genau. Die Spuren vor uns sind fast schon zugeschneit, der Schnee dämpft jedes Geräusch.

    Ab und zu bleiben wir stehen, weil dieser Abschnitt einfach unfassbar schön ist. Der Nebel hängt zwischen den Bäumen, die Äste reichen bis zum Boden, und der ganze Hang unter uns ist ein einziges weißes Meer aus Schnee. Genau so fühlt sich ein perfekter Wintertag an.
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  • Waldweg im Tiefschnee ❄️

    January 7, 2021 in Germany ⋅ ☁️ -1 °C

    Der Weg zieht uns weiter den Hang hinauf, und mit jedem Meter wird der Schnee höher. Die Bäume stehen dicht und völlig zugepackt, als hätte jemand über Nacht jede einzelne Nadel in Watte gehüllt. Lavea sitzt warm eingekuschelt im Schlitten und lässt sich von uns durch diese weiße Stille ziehen, während wir Schritt für Schritt tiefer in den Winter eintauchen.

    Der Pfad wird immer schmaler, fast schon ein kleiner Gang aus Schnee und vereisten Ästen. Wir folgen einfach der Spur nach oben, ohne viel zu reden, weil der Wald hier drin alles so gedämpft und ruhig macht, dass man automatisch leiser wird. Zwischendurch bleiben wir stehen, schauen in die verschneiten Hänge und merken, wie besonders dieser Moment ist.

    Als wir weitergehen, öffnet sich der Wald langsam wieder – und zwischen Nebel und weißem Licht taucht schließlich der Turm auf. Ein großes, stilles Gerüst mitten im Schnee, fast etwas unwirklich nach dem engen Waldstück davor. Genau hier setzt unsere Tour ihren nächsten Punkt, bevor wir weiterziehen.
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  • Am Buchkopfturm

    January 7, 2021 in Germany ⋅ ☁️ -1 °C

    Kaum treten wir aus dem dichten Wald heraus, steht er plötzlich vor uns: der Buchkopfturm, grau, hoch und fast ein bisschen verschwunden im Nebel. Nach dem stillen, tief verschneiten Weg wirkt er wie ein riesiger Orientierungspunkt mitten im Weiß. Lavea sitzt noch im Schlitten, schaut neugierig nach oben, während feine Schneeflocken an den Metallstufen vorbeiziehen.

    Wir bleiben einen Moment unten stehen und schauen hoch – Stufe für Stufe verschwindet irgendwo im Nebel, als würde der Turm endlos weitergehen. Viel zu sehen gibt es heute zwar nicht, aber genau das macht den Ort irgendwie besonders. Alles ist gedämpft, ruhig, und der Schnee legt sich wie ein Filter über die ganze Szene.

    Wir ziehen den Schlitten an die Seite, atmen einmal durch und genießen kurz die Stille, bevor wir unsere Runde weiterführen. Der Turm war unser kleines Zwischenziel – jetzt geht es wieder hinein in den verschneiten Schwarzwald.
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  • Blick ins verschneite Tal

    January 7, 2021 in Germany ⋅ ☁️ 0 °C

    Hinter dem Buchkopfturm folgen wir dem Weg Richtung Brandbrunnen, und nach ein paar Minuten öffnet sich der Wald zum ersten Mal richtig. Genau hier, oberhalb der Wilden Rench, bekommen wir diesen weiten Blick ins Tal: verschneite Hänge, dichte Tannen und ein grauer Himmel, der alles in ein ruhiges Winterlicht taucht.

    Silvana stellt sich an den Rand der kleinen Aussichtsstelle, und hinter ihr fällt das Gelände steil Richtung Tal ab. Die Aussicht wirkt trotz des Nebels beeindruckend – man erkennt die Waldflächen und Wege unter uns, alles komplett zugeschneit. Lavea sitzt im Schlitten und schaut sich alles genauso neugierig an wie wir.

    Wir bleiben kurz stehen, genießen diesen offenen Moment mitten auf dem Brandbrunnen-Weg und ziehen dann weiter Richtung Tal.
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  • Ein Schneemann am Brunnenbächle

    January 7, 2021 in Germany ⋅ ☁️ -1 °C

    Auf dem Weg weiter Richtung Brunnenbächle taucht plötzlich etwas Helles zwischen den Bäumen auf. Erst denken wir, es wäre nur ein Schneehaufen – aber je näher wir kommen, desto klarer wird: Hier hat jemand mitten im Schwarzwald einen Schneemann gebaut. Nicht perfekt, eher ein bisschen schief und mit improvisierten Knopf-Steinen, aber genau das macht ihn so sympathisch.

    Lavea bleibt im Schlitten sitzen und mustert ihn ernst, als würde sie überlegen, ob er ihr gefällt oder nicht. Wir müssen lachen, weil er mit seinen schiefen Augen und dem krummen Mund irgendwie aussieht, als hätte er genug vom Winter, aber trotzdem tapfer durchhält.

    Der kleine Kerl steht direkt am Hang oberhalb des Bächleins, völlig zugeschneit und halb im Wald versteckt. Ein kurzer, unerwarteter Moment am Wegesrand – und genau die Art von Fund, die diese Runde durch den Schwarzwald so besonders macht.
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  • Weiter durchs Schöngrundbächle

    January 7, 2021 in Germany ⋅ ☁️ -1 °C

    Hinter dem Schneemann biegen wir auf den Weg Richtung Schöngrundbächle ein. Der Pfad zieht sich hier leicht bergab, und der Schnee liegt so weich und tief, dass der Schlitten fast von selbst dahinrutscht. Lavea sitzt warm eingepackt vorne drin und beobachtet alles ganz ernst, als wäre sie unsere kleine Wegkontrolleurin.

    Silvana läuft daneben und hilft beim Lenken, denn an manchen Stellen ist die Spur so schmal, dass wir aufpassen müssen, nicht in die weichen Schneewülste am Rand abzurutschen. Links von uns fällt das Gelände Richtung Alte Rench ab, rechts stehen dichte, schwer verschneite Tannen, die sich wie Tore über den Weg beugen.

    Die Stille wird hier unten noch dichter. Nur unsere Schritte, das Ziehen des Seils und ab und zu ein leises Kichern von Lavea durchbrechen die Ruhe. Ein ruhiger Abschnitt der Runde, der uns fast ein bisschen Zeit vergessen lässt, bevor der Weg später wieder breiter wird.
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  • Wieder zurück zu Hause 🏠

    January 7, 2021 in Germany ⋅ ☁️ -3 °C

    Nach unserer Runde an der Zuflucht und der Fahrt zurück landen wir am frühen Abend wieder in Dornstetten. Kaum sind wir drin und haben die dicken Jacken ausgezogen, steht Lavea schon in der Küche – bereit für das nächste Abenteuer, nur diesmal ohne Schnee.

    Gemeinsam rühren wir Teig in der Schüssel, und Lavea ist mit Feuereifer dabei. Ihre kleinen Hände sind schneller im Mehl, als wir schauen können. Aus dem ruhigen Winterwald wird jetzt ein kleines Küchenchaos, aber genau das fühlt sich nach Zuhause an. Silvana zeigt ihr geduldig jeden Schritt, und Lavea probiert sofort alles selbst aus.

    Der Tag endet warm, laut und ein bisschen klebrig – ein schöner Kontrast zu der stillen Schneelandschaft, aus der wir gerade kommen.
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    Trip end
    January 7, 2021