• Tag 128, 112 Km/17132 Km

    4 Januari 2025, Ghana ⋅ 🌙 28 °C

    Am Morgen verlassen wir das schöne Hotel am Volta-Fluss in Richtung Accra. Bevor es voraussichtlich übermorgen nach Togo geht und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln vermutlich wieder schlechter ist, möchte ich gerne noch einmal alles auffüllen. Also geht es am Vormittag in Richtung Accra, mal wieder über die bekannten schlechten Straßen mit Zwischenstopp bei den Aburi-Gärten. Eigentlich sollen die Gärten dazu dienen, die Pflanzenwelt Ghanas den Besuchern zu präsentieren. Es ist jedoch leider mal wieder so, dass der Garten für mein Empfinden ein totaler Reinfall ist. Schon bei der Einfahrt geht es los: Weiße müssen pro Person zwei Tickets kaufen. Macht Sinn! In den Gärten ist dann nicht nur die Palmenallee, das Highlight des Gartens, komplett zugeparkt, sondern es ist obendrein auch noch rappelvoll. Zudem hat jedes Grüppchen eine eigene Box dabei, am liebsten in 1x2 Meter Größe, sodass von jeder Seite eine andere Musik gespielt wird. Jeder möchte seine Musik am lautesten hören, also wird überall aufgedreht. Um die Boxen zu betreiben, bringt man eigene Generatoren mit, die obendrein noch einmal den Lärmpegel erhöhen. Die Quads, die durch die Fußwege fahren, stören schon kaum mehr. Ghana ist für mich mit Abstand das lauteste Land, in dem ich jemals gewesen bin. Musik, Megafone, Bassboxen, Hupen an jeder Ecke, auch nachts. Man muss hier geboren und aufgewachsen sein, um den Lärm zu ertragen.
    Also geht es nach kurzer Zeit bereits weiter, durch den Stau von Accra zur Mall. Alles auffüllen und die letzte Nacht in einem Appartement am Stadtrand verbringen. So langsam rückt die zweite schwierige Phase der Reise näher. Mit Togo und Benin wird es Schritt für Schritt ärmlicher und das Reisen schwieriger, die Versorgung und die touristische Infrastruktur ist nicht mehr so gut wie in Ghana. Nach Benin beginnt anschließend die zweite und vielleicht härteste Herausforderung der ganzen Reise - die Durchquerung von Nigeria.
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