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  • Day81

    Reinebringen

    Today in Norway ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute fahre ich in den südlichen Teil der Lofoten und mache den sehr steilen aber trotzdem beliebten Aufstieg zum Reinebringen. Über etwa 1.600 grobe Natursteinstufen, die erst 2019 von nepalesischen Sherpa errichtet wurden und jeweils rund 30 cm hoch sind, geht es bei bestem Wetter immer weiter nach oben. Meine Kondition wird dabei ganz schön gefordert, aber einmal oben angekommen, lässt der atemberaubende Ausblick die Strapazen schnell vergessen. Der Blick auf die kleinen Fischerdörfer Reine und Hamnøy sowie das Meer und die Berge im Hintergrund lockt außer mir auch viele andere Menschen aller Altersgruppen hier hoch.
    Die beiden Dörfer sind auch am Boden sehenswert und zu den farbigen Holzhäusern gesellen sich zahlreiche Stockfischgerüste, auf denen zur Zeit jedoch nur die Köpfe getrocknet werden.
    Nachdem ich die letzten beiden Tage mit eher pragmatischen Stellplätzen vorlieb nehmen musste, bin ich heute früh genug da, um einen Platz mit toller Aussicht auf den Selfjord zu bekommen.
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  • Day80

    Tjeldbergtinden & Nusfjord

    Yesterday in Norway ⋅ ⛅ 10 °C

    Gestern habe ich nach einer zweistündigen Fährfahrt, die teilweise von heftigem Seegang geprägt wurde, die Lofoten erreicht.
    Heute ist der Vormittag nur bewölkt, aber trocken und ich beginne direkt an meinem Stellplatz eine kurze, aber knackige Wanderung auf den Tjeldbergtinden. Der Aufstieg ist steil, jedoch meistens gut zu begehen und neben den beeindruckenden Ausblicken ist das Highlight ein kleines Saxophonkonzert vor traumhafter Kulisse.
    Am Nachmittag fahre ich bei leichtem Regen weiter in Richtung Süden und komme an malerischen Szenen mit kilometerlangen hellen Sandstränden am trükisen Wasser und Bergen im Hintergrund vorbei.
    Ich besuche noch das historische Fischerdorf Nusfjord, das ausgestorben wirkt, aber mit seinen roten und gelben Holzhäusern schön anzusehen ist.
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  • Day76

    Wanderung Svartisen

    June 20 in Norway ⋅ ☁️ 7 °C

    Einen Gletscher aus nächster Nähe zu sehen, steht schon länger auf meiner Wunschliste. So besuche ich heute den Svartisen, der mit 370 km² der zweitgrößte seiner Art in Norwegen ist. Er liegt ungefähr auf dem nördlichen Polarkreis und so reichen seine Arme bis auf 200 Meter über Meereshöhe hinab, was ihn relativ leicht zugänglich macht.
    Die Wanderung beginnt am Gletschersee Svartisenvatnet, über den bis vor zwei Jahren noch eine Fähre gefahren ist. Heute bleibt mir nichts anderes übrig, als einen äußerst abenteuerlichen Weg entlang seines Nordufers zu nehmen. Dieser führt durch dichten Wald und knocheltiefen Matsch sowie über zahllose kleine Wasserfälle. So sind meine Schuhe bereits nach wenigen Metern durchnässt.
    Nach der anstrengenden Passage durchs Unterholz geht es auf natürlichen Treppen aus blankem Schiefer aufwärts in Richtung Gletscher. Oben angekommen bin ich fasziniert und überwältigt von den Eismassen und treffe in der Schutzhütte ein nettes Paar aus Greifswald. Von dort aus suche ich mir einen Weg, um direkt bis ans Eis zu gelangen. Beim Klettern über die Schieferstufen kann ich die relativ frischen Spuren des Gletschers gut erkennen und an mehreren Stellen ist seine frühere Ausdehnung mit Jahreszahlen am Gestein markiert.
    Erschöpft von den Strapazen, aber glücklich von den Eindrücken suche ich mir einen Stellplatz nur wenige Kilometer nördlich des Polarkreises in einer kargen Landschaft unweit der E6.
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  • Day74

    Trondheim

    June 18 in Norway ⋅ ⛅ 13 °C

    Heute morgen werde ich einer Herde sehr zutraulicher Schafe geweckt, die an meinem Stellplatz auf dem abgelegenen Wandererparkplatz frei laufen konnten. Bis kurz nach dem Mittag ist das Wetter sehr schön und ich nutzte es, um die drittgrößte Stadt Norwegens zu erkunden.
    Nicht nur entlang des Flusses Nidelva, sondern auch an vielen anderen Stellen, finden sich sehr schöne alte und farbenfrohe Holzhäuser. Das mittelalterliche Ensemble aus Dom und Erzbischofpalast bildet in seiner massiven Steinbauweise einen spannenden Kontrast dazu. Die großen Fußgängerzonen sind angenehm belebt und teilweise schön dekoriert.
    Am verregneten Nachmittag fahre ich weiter in Richtung Norden zu einem sehr ruhigen Stellplatz mitten in der Natur am See Åttajønna.
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  • Day73

    Dovrefjell

    June 17 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C

    Nach einem entspannten Tag am Nordmeer, an dem mir das Angelglück wieder eine leckere Makrele zum Abendessen serviert, habe ich gestern die Küste über den Atlanterhavsvegen verlassen. Hier springt die Straße mit insgesamt sieben Brücken von Insel zu Insel über das Meer.
    Von dort fahre ich in das Dovrefjell Gebirge und finde hier meinen bisher höchst gelegenen Stellplatz auf knapp über 1.000 Metern mit einem fantastischen Ausblick auf den Sonnenuntergang.
    Heute starte ich hier eine Wanderung durch die umgebende Landschaft des Nationalparkes und treffe dabei auf einen netten Niederländer. Während wir uns unterhalten, taucht wie aus dem Nichts, kaum 20 Meter entfernt, ein imposanter Moschusochse auf. Wir sind beide froh, dass er die Flucht ergreift und den empfohlenen Sicherheitsabstand von 200 Metern selbst wiederherstellt.
    Kurz unterhalb des höchsten Punktes meiner Wanderung komme ich zu einem architektonisch sehr gelungenen Pavillon mit Ausblick auf den Berg Snøhetta. Er wurde vom gleichnamigen Büro, das auch für die schöne Oper in Oslo verantwortlich war, entworfen.
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  • Day70

    Trollveggen & Gudbrandsjuvet

    June 14 in Norway ⋅ 🌧 12 °C

    Bei nach wie vor durchwachsenem Wetter folge ich dem Nasjonal Turistveg weiter in Richtung Norden.
    Den ersten Halt mache ich an der sehr sehenswerten Schlucht Gudbrandsjuvet, die der Fluss Valldøla geschaffen hat. Die gelungene Landschaftsarchitektur ermöglicht tolle Ein- und Ausblicke und gibt dem Ort eine eigene Identität, ohne ihn zu überfrachten.
    Die Strecke folgt dem Fluss hinauf bis zu einer schneebedeckten Hochebene, an deren Ende die bekannte Serpentinenstrecke Trollstigen liegt. Mitten durch die Haarnadelkurven verläuft ein Wasserfall, der die Abfahrt noch etwas spannender macht, als sie ohnehin schon ist.
    In der Talsohle angekommen, umrunde ich das Bergmassiv und lande vor der höchsten Steilwand Europas namens Trollveggen mit 1.000 Metern Höhe und bis zu 50 Metern Überhang.
    Nach einigen Tagen in den Bergen habe ich Lust auf etwas Seeluft und finde einen schönen Stellplatz auf der Insel Drågå nahe der Kleinstadt Bud.
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  • Day69

    Gamle Strynefjellsvegen & Geirangerfjord

    June 13 in Norway ⋅ ☁️ 4 °C

    Nach einem morgendlichen Spaziergang durch Lom, um einzukaufen und Brötchen zu holen, fahre ich zum nächsten Nasjonal Turistveg namens Gamle Strynefjellsvegen.
    Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts ausschließlich von Hand erbaut und die historischen Einfassungmauern und senkrechten Kantensteine sind heute noch erhalten.
    Zu Beginn kann ich noch schöne Ausblicke in das Strynefjell bewundern, aber die Sicht wird zunehmend schlechter. Dichte Wolken ermöglichen teilweise nur wenige Meter Blickweite und so fahre ich kilometerlang durch schmale weißeTunnel, deren Wände aus mehrere Meter hohem Schnee bestehen. Jedes entgegenkommende Fahrzeug stellt eine kleine Herausforderung dar und hinterm Straßenrand sind höchsten schemenhaft die Berge der Umgebung zu erkennen.
    Nachdem ich eine Sommerskigebiet passiert habe, geht es heraus aus den Wolken und durch das Hjelledalen wieder bergab wobei nach und nach die Wälder wieder die Oberhand gewinnen.
    Ich fahre weiter in Richtung Norden und komme am dunkelgrünen und touristenüberlaufenen Geirangerfjord vorbei und finde schließlich einen Stellplatz am benachbarten Storfjord nahe Eidsdal.
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  • Day68

    Sognefjellet

    June 12 in Norway ⋅ ☁️ 4 °C

    Von meinem Stellplatz, der nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt, breche ich heute auf, um dem höchsten Gebirgspass Nordeuropas, auf bis zu 1.434 Metern gelegen, zu folgen.
    Nach einigen Kilometern entlang des Sognefjord, inklusive einer weiteren Fährefahrt, schraubt sich die Straße immer weiter nach oben und das Grün der Wälder und Wiesen wird zunehmend vom weiß-braun-grauen Mosaik der Berglandschaft abgelöst.
    Oben angekommen durchquere ich, bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, eine fast unwirkliche und menschenfeindliche Landschaft, in der die Wolken hängen und die Sicht mancherorts nur wenig hundert Meter weit reicht. Jedoch geben sie am Aussichtspunkt Nedre Oscarshaug einen atemberaubenden Blick auf die etwa 2.400 Meter hohen Gipfel des Gebirges Hurrungane frei. Der Pass ist vermutlich noch nicht lange wieder befahrbar, denn an den Straßenrändern türmt sich der Schnee an einigen Stellen immer noch mehrere Meter hoch.
    Auf dem Weg nach unten folge ich dem eisigen Fluss Bøvra bis in die kleine Stadt Lom, in der eine schöne Stabkirche direkt am Wasser steht.
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  • Day67

    Gaularfjellet & Sognefjord

    June 11 in Norway ⋅ ☁️ 15 °C

    Ich fahre heute wieder ins Landesinnere und gleich zu Beginn steht eine schöne Fährfahrt über den Fensfjord an.
    Nach einer Weile erreiche ich den Sognefjord, der von steilen und bewaldeten Hängen gesäumt wird und lege einen kurze Mittagspause ein. Danach verlasse ich den Fjord vorerst wieder, um dem Nasjonal Turistveg Gaularfjellet durch das namebsgebende Gebirge zu folgen. Die Straße folgt dem Gaularvassdraget, einem Gewässer das alles bietet: von wilden Stromschnellen und Wasserfällen bis hin zu ruhigen Teilen. Im höchsten Abschnitt angekommen, erwartet mich ein spannender Ausblick auf wolkenverhangene Berge und die vor mir liegenden Serpentinen.
    Diese führen mich wieder zurück zum Sognefjord, an dessen Seitenarm ich einen tollen Stellplatz neben einem Wasserfall finde.
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  • Day66

    Austrheim

    June 10 in Norway ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach den vielen verschiedensten Eindrücken der letzten Tage lasse ich es heute etwas ruhiger angehen und erkunde mit dem Rad die Inseln in der Umgebung. Die schmalen Straße und Brücken schlängeln sich über türkise Buchten, vorbei an freilaufenden Schafherden bis hin zu einem historischen Hafen aus dem 19. Jahrhundert.
    Am Nachmittag gehe ich Angeln und habe das Glück eine schöne Makrele zu fangen. Ich grille sie zum Abendessen und genieße sie mit geröstetem Brot und selbstgemachter Aioli.
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