Als ich am Karfreitag in Uyuni ankomme, kann ich aus dem Fenster des Hostels einen traditionellen Umzug in den Straßen beobachten. Ansonsten hat die Stadt wenig zu bieten und erscheint mir eher trostlos.
Also steige ich schon am nächsten Abend in einen Bus und fahre acht Stunden über Nacht bis nach Sucre. Leider ist der Bus diesmal nicht so bequem und viel zu warm, sodass die Fahrt eher unangenehm ist und ich kaum zum Schlafen komme. Hinzu kommen die Anstrengungen der letzten Tage und so erreiche ich mein neues Ziel ziemlich erschöpft. Es liegt zwar ein Stück tiefer als der Salar de Uyuni, aber immer noch auf 2.800 Metern.
Nachdem ich mich etwas erholt habe, mache ich mich auf, um die bolivianische Hauptstadt zu erkunden. Der Regierungssitz des Landes liegt inzwischen in La Paz, aber die wunderschönen Altstadt versprüht nach wie vor ein erhabenes Flair. Am Ostersonntag stoße ich zufällig auf ein klassisches Konzert auf dem zentralen Platz und genieße die lebendige Atmosphäre. Die meisten Gebäude zeigen weiße Fassaden und die typisch spanische Kolonialarchitektur. Das lässt sich am besten vom Dach der Kirche San Felipe de Neri bewundern, die einen tollen Rundumblick über das Zentrum bietet. Auch am ehemaligen Kloster La Recoleta erwartet mich ein schöner Ausblick auf die gesamte Stadt, da es etwas außerhalb auf einem Hügel liegt. Gleich nebenan finde ich im Garten des Palacete del Guereo ein hübsches Kaffee mit leckerem Kuchen und bolivianischem Kaffee. Die Stadt bietet auch einige weitere, sehr gut gepflegte Parks und Plätze, die zum verweilen einladen. Der Zentralmarkt lockt mich vor allem mit seinen geschmackvollen Säften aus frisch gepressten, tropischen Früchten an, die ich hier jeden Tag genieße.Read more