• Medellín

    23.–27. okt. 2024, Colombia ⋅ ⛅ 29 °C

    Beim Verlassen der sehr schönen Kaffeeregion müssen wir uns damit abfinden, dass die Busfahrt auf Grund einer Straßenblockade doppelt so lang wie üblich dauert. Nach über 10 Stunden erreichen wir endlich unser nächstes Ziel, Medellín.
    Die mit über 2,6 Millionen Einwohnern zweitgrößte Stadt Kolumbiens ist aufgrund ihres ganzjährig sonnigen und warmen Klimas als „Stadt des ewigen Frühlings“ bekannt. Wir kommen beim Erkunden ganz schön ins Schwitzen und sind froh, im schönen botanischen Garten eine schattige und kühlere Oase zu finden. Hier können wir auch einige große Echsen der Art Iguana aus nächster Nähe beobachten.
    Noch vor 30 Jahren wurde die Stadt von einer hohen Kriminalitätsrate geplagt und vom gleichnamigen Drogenkartell unter der Leitung Pablo Escobars kontrolliert. Heute ist davon nichts mehr zu spüren und die Stadt versprüht ein angenehmes und modernen Flair.
    Ein Musterbeispiel für diesen Wandel ist das Viertel Comuna 13, das früher von Drogengewalt dominiert wurde. Zahlreiche staatliche Maßnahmen, wie beispielsweise der Bau einer großen Freiluft-Rolltreppe und die aktive Befriedung der Bevölkerung, sorgten für einen grundlegenden Wandel, der heute viele Touristen anzieht. Das farbenfrohe Viertel ist voller Streetart, Restaurants und Bars und bietet tolle Ausblicke auf die restliche Stadt.
    Der bedeutende, zeitgenössische Künstler Fernando Botero stammt aus Medellín und nach ihm wurde ein Platz im Zentrum benannt. Hier lassen sich zahlreiche seiner große Bronzestatuen bewundern, die seinen unverkennbaren Stil zeigen. Er arbeitet mit simplen Motiven, jedoch wirken die überzeichneten Proportionen grotesk und erheiternd.
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