• Tag 195

    July 26 in New Zealand ⋅ ☀️ 5 °C

    Kaum auf der Südinsel schon gefriert die Windschutzscheibe wieder von außen und innen, die Moisture Absorber sind hart gefroren und in der Wasserflasche bilden sich die ersten Eiskristalle. Grund genug um die Skiunterwäsche zum Einsatz zu bringen - ab jetzt wohl immer vielschichtig unterwegs 😉

    Zum Teil fahre ich Ziele, die ich bereits letztes Jahr in meinem Urlaub auf der Südinsel besucht habe, bewusst nochmal an und manche bestimmt auch, wenn sie einfach auf dem Weg liegen.

    Beim Cape Campbell hatte ich beim letzten Mal Dauerregen und Nebel, hab aber die schönsten Muscheln auf der ganzen Insel gefunden und musste daher natürlich nochmal hin. Und tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht - eine wahre Muschelflut und s'Sackerl war danach gut gefüllt 🫣 Da gibt's wohl nachm Winter wieder ein Muschel-Päckchen heim... Bisserl abschreckend/gewöhnungsbedürftig ist immer der Geruch an den muschelreichen Stränden - ich kann's gar nicht richtig beschreiben - eine Mischung aus dem salzigen Meerwasser, mit verrottenden Muscheln, toten Tieren (Krabben, Quallen, ab und zu ein Vogel oder eine ganze Robbe) und den Algen und sonstigen Meerespflanzen 🤢 Außerdem auf merkwürdige Stacheln gestoßen, aber noch nicht rausgefunden von was für einem Tier. Die Robbe war dagegen leicht zu identifizieren, ist sie mir ja quasi fast über die Füße gelaufen nach einem kurzem Schockmoment für uns beide (sie hatte sich geputzt und ich den Blick auf den Boden gerichtet in klassischer Muschelsammelposition).

    Am angrenzenden Campingplatz noch kurz frech die Spüle für mein Geschirr genutzt und zum Haare waschen missbraucht - da bekommt man den Kopf zumindest gscheid drunter, auch wenn's nur Eiswasser gibt. Man muss jede Gelegenheit nutzen - warme Duschmöglichkeiten sind auf der Südinsel leider nicht ganz so verbreitet.

    Dann weiter nach Kaikoura und unterwegs immer wieder kurze Stops am Straßenrand eingelegt um die Aussicht auf die schneebedeckten Berge zu genießen und die Massen an Robben zu beobachten. Leider noch keine Delfin- oder Walsichtungen wofür die Gegend auch bekannt ist.

    Nach einem kurzen Spaziergang am Strand und durch den Ort wieder in die gleiche Wirtschaft wie vergangenes Jahr eingekehrt. Für den Tagesfang mit saisonalem Gemüse entschieden und dazu ein Craftbeer aus der Region. Nachtisch darf natürlich auch nicht fehlen - Schokobrownie in der heißen Pfanne mit Vanilleeis.

    Übernachtung:
    Jimmy Armers Beach, Kaikoura
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