• The.resa.95
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Nordinsel Neuseeland

Et 196-dags eventyr af The.resa.95 Læs mere
  • Tag 100 - harder work

    22. april, New Zealand ⋅ ☁️ 11 °C

    7.30 Uhr Arbeitsbeginn mit 30 min Anfahrt 💤 bis 17 Uhr wieder super durchgezogen und bei größeren Bins insgesamt 42 Trailer à 4 Bins geschafft. Danach hätte dank Stau und Baustelle eine Stunde Fahrt auf uns gewartet. Also haben wir uns für die Maut-Autobahn entschieden, sind noch einkaufen gegangen und kamen zur gleichen Zeit zurück an den Campground.

    Den ganzen Tag ging ein saukalter Wind, in der Nacht sind wir inzwischen im einstelligen Temperaturbereich angekommen und tagsüber nur bisserl drüber. Zwiebellook, Wärmflasche und Tee sind angesagt.
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  • Tag 101 - Sonne tanken

    23. april, New Zealand ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute gab's mittags die Info, dass unser Team keine Arbeit bekommt und frei hat. Das Wetter war super, also hab ich ein bisschen Sonne getankt.

    Dann hat mich der Rappel gepackt und ich hab unsere Campingplatz Küche alias Aufenthaltsraum durchgeputzt. Am Anfang haben wir das immer noch abwechselnd oder gemeinsam gemacht, seit jetzt aber so viele da sind und so viel Wechsel drin ist, ist es scheinbar nicht mal mehr selbstverständlich den eigenen Dreck hinter sich weg zumachen...Læs mere

  • Tag 102 - 🚒

    24. april, New Zealand ⋅ ☁️ 8 °C

    Den Tag heute früh gestartet - um 5.30 Uhr startete der Online-Vortrag zum Thema "Verkehrsunfall - neue Erkenntnisse zur Rettung von Patienten aus dem Fahrzeug" für Rettungsdienst und FFW. Warm eingekuschelt mit Tee, Wärmflasche und Lichterkette über Zoom teilgenommen. Die Beschreibung klang richtig spannend, leider war's aber eher für die Katz. Naja, somit zumindest an einer offiziellen First Responder "Übung" 2026 teilgenommen.

    Um 8 Uhr ging's dann mit arbeiten los. Heute nur für zwei Teams, der Rest hatte gestern Arbeit. Wieder bis zum Sonnenuntergang durchgeschafft, aber bei eher mittelmäßiger Teamleistung. Wie immer schreien die, die sich selbst an der Nase packen sollten am lautesten nach Motivation und mehr Tempo 🤷‍♀️ Mich betrifft's auf jeden Fall nicht (Eigenlob 😱) - wurde heute sogar vom Seniorchef gelobt 😌 Und meine ganzen Beschwerden liegen wohl doch nicht am Alter - die neuen Jungen jammern jetzt nach wenigen Tagen schon richtig. Dafür war's Wetter ein Traum und die Pausen an den Autos wurden zum Sonne tanken genutzt - verliere schon rasant die mühsam gesammelte Sommerbräune.

    Die nächsten Tage gibt's wohl eher wenig zu tun - scheinbar sind die Packhäuser überfüllt und müssen erstmal alles weg arbeiten. Montag ist dann wieder ein Feiertag in Neuseeland - Anzac Day = Gedenken der Gefallenen aus dem ersten Weltkrieg.
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  • Tag 103 - 🍂

    25. april, New Zealand ⋅ ☀️ 16 °C

    Ein traumhaft schöner Tag und schon in der Früh etwas wärmer - perfekt um wieder alles zu trocknen.

    Der am Montag gedachte Feiertag ist wohl schon heute und wird am Montag quasi wiederholt weil er auf's Wochenende fällt. Einkaufsläden hatten trotzdem am Nachmittag geöffnet, aber s'einkaufen habe ich dank der Flut an Autos allein auf Parkplatzsuche dann lieber verschoben.

    Im McLaren Falls Park endlich, neben dem vielen grün, auf wunderschöne Herbstfarben 🥰, eine traumhafte Trauerweide (wie bei Pocahontas), Gräser so fluffig und kraus wie meine Haare aktuell und die erste neuseeländische Kastanie (allerdings ohne Kastanien) gestoßen.
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  • Tag 104 - 🥶

    26. april, New Zealand ⋅ ☀️ 7 °C

    Es ist schon jetzt soooo kalt - ich weiß nicht, wie ich den Winter überleben soll 😅 Die bisher kälteste Nacht mit 6 Grad und sternenklarem Himmel hinter mir. Im Auto geht's, solange alles geschlossen ist und ich warm eingekuschelt bin. Sobald in der Früh aber einmal die Tür offen stand, ist sofort alles ausgekühlt und leicht klamm.

    Die Packhäuser haben gestern wieder Kapazitäten geschaffen und es ging weiter mit der Ernte. Der halbstündige Weg zur Arbeit hatte schon fast was magisches, als die Nebelschwaden von den feuchten grünen Hügeln aufgestiegen sind und sich in der von der Sonne aufgewärmten Luft aufgelöst haben...

    Der freie Tag gestern ist unserem Team nicht gut bekommen (ich glaube den anderen Teams ging's genauso) - wir waren drei Leute weniger. Ob Nachwehen und Muskelkater vom Fußball spielen, Kater oder angegebene andere Gründe, wer weiß... Ich bin jetzt auch noch im Gesicht gezeichnet, ein widerspenstiger Ast hatte sich am Brillenbügel verfangen, der jetzt den Kratzer aber auch recht gut kaschiert. Trotzallem ein ergiebiger Tag und kurz nach Sonnenuntergang zurück am Camp. Problem heute - alle hatten Arbeit auf dem gleichen Orchard, d.h. alle kommen gleichzeitig zurück und alle wollen duschen 🙄 laaange Wartezeit müffelnd und staubig 😅
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  • Tag 105 - Nachhol-Feiertag

    27. april, New Zealand ⋅ ☀️ 17 °C

    So, heute jetzt der Nachhol-Feiertag, aber mit regulären Öffnungszeiten aller Geschäfte 🤔 In der Früh erstmal zum Wäsche waschen und Großeinkauf nach Papamoa gestartet. Überraschend wenig los - vielleicht weil's noch vormittags war.

    Im Anschluss daran die nahezu Windstille genutzt und den lang geplanten Sonnenschutz bzw. umfunktioniert durch aufgeklebte Rettungsfolie zur Isolation der Fenster gebastelt. Hat besser geklappt als gedacht und hat hoffentlich auch einen kleinen Effekt auf den Wärmeerhalt im Auto. Bei der Gelegenheit auch gleich wieder den Camper aufgeräumt, rausgekehrt und durchgewischt.

    Dann eine kleine Pause in der Sonnen mit meinem E-Book. Dabei die wunderschöne Farbgestaltung auf meinen Beinen begutachtet - Sonnenbräune war gestern, jetzt trägt man gelb bis lila Töne 😉 20kg Kiwis müssen eben auch irgendwie in die Kisten gewuchtet werden und da sind kleinere Blessuren an der Tagesordnung 🤷‍♀️ (aber bei allen Mädels).

    Abends dann noch ein bisschen sportlich unterwegs auf die Papamoa Hills. Teile der Wander/Lauf- und Mountainbikestrecken rund um die Hügel wurden hier vergangene Woche nach einer langen Schließung aufgrund der Unwetter im Februar wieder eröffnet. Deswegen und dank des Feiertags war entsprechend viel los, was aber durch die Aussicht wieder wett gemacht wurde. Die Strecke/Aussicht hat auf jeden Fall das Potenzial öfters wiederholt zu werden...
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  • Tag 106 - das Päckchen ist da

    28. april, New Zealand ⋅ 🌙 12 °C

    Nichts Neues oder Besonderes zu berichten heute - den ganzen Tag auf zwei verschiedenen Orchards gearbeitet. Wieder drei weniger, aber sollten hoffentlich alle die nächsten Tage wieder auftauchen (1x krank und 2x unbekannte Ursache). S'Wetter ist weiterhin super und tagsüber perfekt zum Arbeiten im T-Shirt ohne groß ins Schwitzen zu kommen.

    Highlight abends bei der Rückkehr auf den Campground als mein Päckchen von daheim gebracht wurde 🥳 mit den neuen Vorhängen für den Camper (genäht von Oma), mehr Winterklamotten und bisserl sonstigem vergessenen oder noch benötigtem Kleinkruscht. Am nächsten freien Tag heißt's dann also Auto umorganisieren, alles verstauen und neu "dekorieren" 🤩
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  • Tag 107 - lange Tage

    29. april, New Zealand ⋅ ⛅ 18 °C

    Im Moment arbeiten wir die Orchards in Pukehina (30 km entfernt von Te Puke) ab. Das heißt pendeln zwischen zwei Orchards und die vom Packhaus täglich freigegebene Menge ernten. Heute bedeutete das wieder einen langen Tag bis zum Einbruch der Dunkelheit. Die letzten zwei Arbeitsstunden haben sich ganz schön gezogen - bis mir dann ein kleines Mäuschen über den Kiwiästen begegnet ist "siaß". Highlight sind aktuell die Pausen im Team, die meistens im Sitzkreis vor irgendeinem Auto beginnen und manchmal (so wie heute) in einem Spitzwegerich-Fasern-Längenvergleich enden (ich hab gewonnen und den anderen auch gleich noch Dorfkind-Allgemeinwissen weitergegeben).

    Das Wetter war irgendwie komisch - ziemlich stürmisch und immer wieder bewölkt, eigentlich gefühlt im Umschwung, aber angesagt ist nichts.

    Myriam hat sich heute bei mir über einzelne Teammitglieder ausgekotzt - ich teile die gleichen Ansichten und so haben wir ein bisschen "Psychohygiene" 😉 betrieben (tat mal ganz gut).

    Um die Dusch-Wartezeit zu überbrücken bin ich dann noch einkaufen gefahren (in NZ juckts absolut niemanden, ob du dreckig, stinkig, im Schlafanzug, barfuß oder gestylt im Laden erscheinst).
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  • Tag 108 - Payday

    30. april, New Zealand ⋅ 🌙 13 °C

    Theoretisch ein bisschen ausschlafen können - leider hat sich aber inzwischen meine innere Uhr umgestellt und ich brauche keinen Wecker mehr - späterer Arbeitsbeginn um 9 Uhr.

    Die Berechnung der benötigten Bins auf die Menge der Kiwis ist irgendwie schiefgelaufen und sie mussten die Arbeit einstellen, da keine Bins mehr da waren und auch nicht mehr nachgeliefert werden konnten (so ganz steigt da von uns aber keiner durch). Also schon um 16 Uhr Ende.

    Da aber wieder Donnerstag, also Payday, war, die gewonnene Zeit genutzt und zum "Feiern" als Team im McDonald's in Papamoa getroffen und danach noch die Cheesecake Factory geplündert. Großes Cheesecake Tasting dann in der Mall mit ca. 10 verschiedenen Exemplaren, aber wie bei allem Süßen in Neuseeland - einfach alle zu süß 😅

    Team Charlie + Anhang (gegen den Uhrzeigersinn):
    Louison, Myriam, Tomas, Nikos, Daniela, Brand, Akos, Yuki, Claus, Josh, Leon, Simone, Laura, Natalie, Tammy, Cornelius und Naoki 😘
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  • Tag 109

    1. maj, New Zealand ⋅ ☀️ 14 °C

    Wieder erst um 9 Uhr Arbeitsbeginn und auch wieder dank der Regulierung vom Packhaus nur ein kurzer Tag.

    Leider gab's keine Ausrede, also mal wieder zum Laufen gegangen (grundsätzlich schon praktisch - nur Schuhe tauschen und los geht's, aber einfach viel zu anstrengend 🍅).

    Dann versuche ich grad mal wieder gesünder zu leben, also auch gesund zu essen und zu kochen. Ich bin immer wieder begeistert, wie gut das grundsätzlich funktioniert und wie kreativ ich aus meinen recht intuitiven Einkäufen dann doch immer wieder was gut Essbares zaubern kann (außer donnerstags, da ist immer "Cheatday"). Und essen könnt ich dank der körperlichen Arbeit grad ohne Ende.
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  • Tag 110

    2. maj, New Zealand ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute war der Wurm drin - bei Ankunft am Orchard war erstmal meine Bag verschwunden (sind eigentlich mit Namen beschriftet) und ich hab gemerkt, wie sehr ich mich inzwischen an meine gewöhnt habe und wie viel ein guter Sitz etc. ausmacht. Gott sei Dank war sie in der ersten Pause plötzlich wieder da und ich konnte sie wieder wechseln.

    Dann gab's einige überreife, matschige Früchte, die auf keine Fall in die Bag geraten sollten, da sie dann ggf. platzen und alle anderen kontaminieren. Ist natürlich nicht nur mir gleich mehrmals passiert 🙄 War gar nicht so einfach abzuwägen, was zu weich und was noch in Ordnung ist (sollen ja auch nicht gute Früchte umsonst aussortieren).

    Und dann hab's ich mal wieder geschafft vor lauter schnell schnell über einen Kiwi-Baum-Strunk zu fliegen (ohne hinzufallen, aber ein blauer Fleck, Beule und Schorcker mehr).

    Die Aussicht an dem Orchard ist einfach unschlagbar und die Pausen ein Traum 🥰
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  • Tag 111

    3. maj, New Zealand ⋅ ☀️ 8 °C

    Letzter Tag in Pukehina - daher auch nur ein kurzer Tag.

    Gerüchten zufolge neigt sich die Goldkiwisaison dem Ende und soll in den nächsten Tagen zu grünen Kiwis übergehen. Ich glaub's aber erst, wenn's wirklich so weit ist.

    Im Team gibt's in den letzten Tagen immer wieder Pausierer und wir sind mal 13, mal 16, dafür aber inzwischen gut eingespielt. Ich find's immernoch schwierig als Team bezahlt zu werden - wie immer trägt ein Teil des Teams den Rest bei gleicher Bezahlung mit... Leider verlassen uns morgen Carl und Tomas (wirklich gute Arbeiter und griabig) und am Mittwoch Natalie - daher heute zum Crépe-Abschiedsabend auf dem großen Campingplatz direkt in Te Puke geladen.
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  • Tag 112 - 7. Tag in Folge Arbeit 🥴

    4. maj, New Zealand ⋅ ☀️ 10 °C

    Puh, auch wenn's die letzten Tage "nur" kurze Tage waren, merke ich doch die tägliche Belastung so langsam wieder. Will mich aber nicht beschweren - ich bin zum Arbeiten gekommen, also wird durchgezogen!

    Gestern schon erfahren, dass heute nur zwei Teams arbeiten können - Bravo und Charlie. 200 Bins sollten es ungefähr werden, bei dem Tempo der letzten Tage also ungefähr 5 Std. Arbeit. Pfeifferdeckel - von 9 bis 17.30 Uhr hat's gedauert, da die Kiwis kleiner und schlecht vom Stil zu lösen waren. Dafür gab's Mandarinen direkt frisch gepflückt vom Busch (der Orchard gehört nämlich den Schwiegereltern unserer Superviserin Daniela), Gummibärchen und Kekse. Im Sonnenuntergang wieder zurück an den Campground. Heute erst Essen, dann duschen - Reste mittags aufgegessen und zu großen Hunger um zu kochen, also "Gluscht"-Brotzeit (habe mich ein bisschen in crunchy Mandelbutter verliebt (mag ja keine Peanutbutter) als Ersatz für Süßes mit bisserl Marmelade oder Banane "mmh"). Eine kalte Dusche später hat Alex (Campground Besitzer) mir gezeigt, wie man die Gasflaschen für's warme Wasser wechselt - 5 min eher wäre schön gewesen 🥶😅.

    Morgen bekommen die anderen Teams Arbeit und wir haben frei. Zeit um die alltäglichen Dinge zu erledigen und sich etwas zu erholen.
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  • Tag 113 - spontan Arbeit

    5. maj, New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C

    Plan für heute war - entspannt aufstehen und in Ruhe frühstücken, Auto ausräumen und putzen, Vorhänge aufhängen, große Wäsche waschen (inklusive Bettwäsche und Inlets), Großeinkauf, Strand und laufen.

    Tja, wie so oft - ein Satz mit X, des war wohl nix. Auf'm Weg nach Papamoa kam die Nachricht von einer der Chefinnen, dass sie mehr Arbeiter zur Unterstützung brauchen und wer kommen mag, sich melden soll. Nachdem es die nächsten Tage regnen soll und es daher wenig/keine Arbeit geben wird, die Chance natürlich genutzt und nach dem Wäsche waschen aufgebrochen (immerhin die Hälfte der To Do's geschafft).

    Im Team Foxtrott mitgeholfen grüne Kiwis zu ernten (super Qualität und ein Traum zum Pflücken) - aber holla die Waldfee, die haben ein Tempo drauf 😳 Nach der ersten halben Stunde war ich komplett durchgeschwitzt. Hat gut getan mal nicht die Schnellste zu sein und andere zu motivieren, sondern auf gleichem Level zu arbeiten und sich gegenseitig mitzuziehen, aber jeden Tag könnte ich das glaube ich nicht (vielleicht gewöhnt man sich aber auch daran).

    Die Goldsaison ist morgen wirklich offiziell zu Ende und die Grünkiwisaison startet nächste Woche. Heute dann noch ein Arbeitsangebot für den Winter bekommen - Rückschnitt der Kiwistauden. Gibt viele für und wieder - eine Nacht drüber schlafen und alles gegeneinander abwägen...

    Beim Kochen dann noch ein mini mini Erdbeben - ich hab's als vorbeidonnern der Lkws abgetan, aber ein Campground Mitbewohner hatte die Idee und danach tatsächlich eine Info dazu gelesen.
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  • Tag 114 - ☔

    6. maj, New Zealand ⋅ ⛅ 18 °C

    Es regnet endlich wieder - mal mehr, mal weniger.

    Den Großeinkauf von gestern nachgeholt (Einkäufe verstauen nach ca. 1,5 Std. in der nächsten Trockenphase möglich), die lange aufgeschobene Einkommenssteuererklärung für letztes Jahr gemacht und angefangen die Rückhalteketten für die Vorhänge im Camper zu basteln. Pytahaja war im Angebot und hab ich zum letzten Mal glaube ich als Kind gegessen - überraschend unspektakulär im Geschmack 😅 (wahrscheinlich deswegen solange nicht mehr gegessen).

    Abends dann zum Abschied feiern von Nathalie und Simone wieder auf den anderen Campground. Ich hab Pizza (zu dicker Boden , aber trotzdem okay) mitgebracht und Laura hatte kalten Hund nach estländischer Art vorbereitet (richtig gut und simpel - werde ich bestimmt noch nachmachen).
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  • Tag 115 - Ende Goldkiwisaison

    7. maj, New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C

    Ein Goldkiwi Orchard steht noch zum Pflücken aus, aber das Wetter spielt nicht lange genug mit.

    Also zum Bummeln in zwei verschiedene Baumärkte gefahren und bisserl was gefunden (Moisture Grabber gegen die Feuchtigkeit im Auto, Zange und Draht zum Ketten basteln). Leider vergessen, dass ich die Perlen in einer Schüssel auf meiner Matratze stehen gelassen habe und die Kurven beim Rückweg scheinbar zu schwungvoll genommen. Statt laufen zu gehen hab ich dann also mein Auto wieder ausgeräumt und aus allen Ritzen die Perlen wieder zusammen geklaubt 🙄

    Ab 16 Uhr waren wir dann von Pieters Horticulture zum BBQ eingeladen - offizieller Abschluss der Goldkiwisaison. BBQ war letztlich Burger, Eis und Cheesecake und kostenlose Getränke, aber die Stimmung war super und danach noch auf den benachbarten Campground "Crackhouse" weiter zsamghockt, gspielt und gratscht.
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  • Tag 116 - letzter Goldkiwi Orchard

    8. maj, New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C

    S'Wetter ist weiterhin durchwachsen mit teils ziemlich starken Regenschauern. Dennoch wurde am Vormittag entschieden den letzten Goldkiwi Orchard in Angriff zu nehmen. Da sich die Teams ziemlich dezimiert haben (Charlie immerhin noch 10 Teammitglieder) wurde heute gemischt gepflückt. Ich war im Team Bravo dabei. Hat super funktioniert, nur intensivierte sich der sanfte Nieselregen nach 1,5 Std. in Platzregen und es musste eine Pause eingelegt werden. Mit Scheibenwischer für die Brille und weniger saugstarken Handschuhen hätte ich durchaus weiterarbeiten können, aber nach vielem hin und her wurde entschieden für heute aufzuhören. Zurück am Campground ist dann das Video entstanden und es zeigte sich, dass die Entscheidung gut war.

    Probiere mich jetzt an Mealprep (oder einfach Unfähigkeit für eine Person zu kochen) - zwei Weckgläser mit Chia-Haferflocken-Pudding in zweierlei Varianten für's Frühstück, drei Mal Reis mit Asia-Gemüse und ein Weckglas Eier-Thunfisch-Salat. Das sollte für die nächsten Tage reichen 😅
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  • Tag 117 - "Urlaubsstart"

    9. maj, New Zealand ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute Morgen kleine online Ratschrunde mit den Mädels daheim. Hat richtig gut getan sich nicht nur zu schreiben, sondern mal wieder zu sehen und als Gruppe zam zu sein.

    Die Kiwis von gestern sind heute leider zu langsam getrocknet und die Arbeit wurde wieder aufgeschoben.

    Für mich geht's aber morgen zum Frühstück nach Hobbiton, daher keine Arbeit und heute schon früh ins Bett. Danach gibt's ca. eine Woche Erntepause bis die neue Saison so richtig startet.

    Ich habe mich übrigens entschieden nach der grünen Kiwi Erntezeit noch zum "Pruning" (Rückschnitt) zu bleiben um den Winter sinnvoll zu nutzen und noch etwas Geld zu verdienen.
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  • Tag 118 - Hobbiton ...

    10. maj, New Zealand ⋅ ⛅ 11 °C

    Als Herr der Ringe Fan darf natürlich ein Besuch an dem Drehort schlechthin nicht fehlen - also auf nach Hobbiton. In einer relativ kleinen Gruppe, dank der Second Breakfast Tour, in den noch leeren Park gestartet. Das Herbstwetter spielt perfekt mit und die Liebe zum Detail im Auenland ist traumhaft schön. Viel Zeit für Fotos, Videos und die ein oder andere Hintergrundgeschichte zu den Dreharbeiten. Später ging's in das Green Dragon Inn auf ein Ginger Ale (einziges alkoholfreies Getränk). Eine Begleitung hätte gut getan für bisserl Schmarrnfotos und mehr Spaß (war der einzige Single)... Im Abschluss zu einem reichhaltigen und super guten Frühstücksbuffet - schon allein dafür hätte es sich gelohnt.

    Nach der Tour und einem kurzen Wettereinbruch nochmal in den McLaren Falls Park - dank des Winds schon um einige Blätter ärmer und ganz schön verändert zu vor zwei Wochen.

    Mit einem Spaziergang am Omanu Beach den Tag abgeschlossen.

    In der Arbeit wurde sich von Daniela verabschiedet, die wir in veränderter Teambesetzung dann erst beim Pruning wiedersehen werden. Es war ein kurzer Arbeitstag von nur drei Stunden - ich hab also nicht viel verpasst.
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  • Tag 119 - Großputz

    11. maj, New Zealand ⋅ ⛅ 12 °C

    Alle anderen vom Campground sind spätestens heute Vormittag abgereist. Ich brauchte noch ein bisschen Zeit für mich und habe die Ruhe genossen/ausgenutzt. Nach einem Großputz (in weniger Ruhe dank lautstarker Gesangseinlage zum Mamma Mia Musical) inkl. Kühlschränke und aller Küchengeräte nichts großes mehr unternommen, da es wieder nieselte. Aus gefrorenen Beeren Rote Grütze für die Frühstücksbowls eingemacht, Essen für die nächsten Tage vorbereitet und Pläne für die freie Woche geschmiedet.Læs mere

  • Tag 120 - zurück in die Berge

    12. maj, New Zealand ⋅ ⛅ 12 °C

    Der Vormittag ging weiter mit dem durchwachsenen Wetter von gestern. Eine letzte heiße Dusche und dann auf in Richtung Berge 🥰

    Zwischenstops zum Aussicht und Sonne genießen am Lake Taupo (bisher nur schwarze Schwäne in Neuseeland gesehen) und beim ersten Erblicken des Tongariro Nationalparks (ein bisschen Schnee).

    Taranaki Falls 2.0 - Trailrun Versuch gestartet, aber eher eine Mischung aus zügiger Wanderung und bisserl "Run" geworden.

    Spontan noch zum Iwikau Village naufgefahren, fast schon zu spät um noch den Sonnenuntergang zu erwischen (muss ich nochmal wiederholen). Aber einfach traumhaft schön ♥️

    Übernachtung:
    National Park Village
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  • Tag 121 - ❄️🏞️

    13. maj, New Zealand ⋅ ☀️ 4 °C

    So, die erste Nacht mit Frost gut überstanden. -1 Grad hatte es wohl nachts draußen, am Morgen war auf alle Fälle alles frostig glitzrig und durch die Feuchtigkeit auch die Frontscheibe innen gefroren (meine Wasserflasche nicht, also kann's so schlimm noch nicht gewesen sein). Bis auf eine kalte Nase war's mir angenehm warm. Nur das Aufstehen erschweren solche Temperaturen ungemein.

    Mit dem Ziel einer Wanderung vor Augen geht's dann aber doch recht zügig (will ja vor den "Massen" - bei 20 Entgegenkommenden auf'm Rückweg hab ich's zählen aufgehört - am Ziel ankommen).

    Beim Losgehen schon relativ windig, aber "nur" herbstlich und durch die Bewegung gut aushaltbar. Nach ca. 250hm dann eisig kalter Wind und ziemlich stark (musste schon fast aufpassen, dass es mich nicht wegweht 😉). Natürlich trotzdem durchgezogen - hatte ja noch mehr Kleidungsschichten, Handschuhe und Stirnband dabei (wahnsinnig dankbar um meine gute Ausrüstung, war dann gleich wieder angenehm eingepackt). Oben dann so windig, dass es mir mein Stativ zwei Mal umgenommen hat, obwohl da ja wirklich nichts dran ist. Beide Tama Lakes (lower und upper) und auf'm Rückweg nochmal die Taranaki Falls (3.0) mitgenommen.

    Dann zum verspäteten Mittagessen wieder ins Iwikau Village hochgefahren und nach einer Erholungspause und Aufwärmen den perfekten Sonnenuntergangsplatz gesucht. Dafür in meinem liebsten Terrain (Felsen) bei freier Routenwahl ca. 1km gekraxelt bis es dann schon so weit war und der traumhaft schöne Sonnenuntergang kam.

    Übernachtung:
    National Park Village
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  • Tag 122

    14. maj, New Zealand ⋅ ☀️ 6 °C

    Gleich in der Früh, wieder mit Bodenfrost, nochmal einen Abstecher in den Tongariro Nationalpark gemacht - ohne eine andere Menschenseele an den Tawhai Falls.

    Ein Bummel und Einkauf im Einkaufscenter in Whanganui und ein paar Aussichtspunkte später auf'm Weg zum Mt Taranaki noch Halt an zwei Stränden gemacht - Kai Iwi und Waihi. Die Strände der Westküste sind mit ihrem schwarzen Glitzersand schon an sich ein Traum, aber dank dem unterschiedlichsten Strandgut (diverse Bestandteile toter Tiere, Steine und Versteinerungen, Schwemmholz, Muscheln, ...) auch noch ein super Zeitvertreib (sowohl während des Strandbesuchs, als auch danach - das Gesammelte will ja auch verstaut bzw. weiterverarbeitet werden).

    Nach dem Sonnenuntergang am Meer (hat schon auch was, aber die Sonnenuntergänge am Berg waren irgendwie noch besonderer) dann mit Blick auf meinen Liebling der Nordinsel (Mt Taranaki) an den Lake Rotokare gefahren. Dort gibt es ein "pestfree" Naturreservat (eingezäunt und daher keine eingeschleppten Rassen wie Possums oder Ratten und dadurch ein höheres Vorkommen von seltenen Vögeln). Eine Teamkollegin hatte mir den Park empfohlen um Kiwis (Vögel) zu sehen.

    Also nach kurzer Online Recherche (höchste Sichtungswahrscheinlichkeit die zwei Stunden vor/nach der Dämmerung) direkt losgezogen. Mit möglichst wenig Licht und auf leisen Sohlen im Stockdunklen um einen See zu laufen ist auf jeden Fall an sich schon abenteuerlich - sternenklar und saukalt, zwei Kiwis durchs Unterholz streunen gehört und einen, scheinbar etwas tollpatschigen (klang nach stolpern), sogar kurz erhaschen können. Nach einer gefühlten Ewigkeit, es waren ca. 1-1,5 Std. zurück ins Auto - glücklich und selig, aber noch voller Hoffnung auf mehr - gebe noch nicht auf!

    Übernachtung:
    Lake Rotokare
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  • Tag 123

    15. maj, New Zealand ⋅ ⛅ 5 °C

    Der Wecker ging um 5.30 Uhr - zur Morgendämmerung wieder auf Kiwijagd. Die komplette Runde von vier Kilometern um den See geschlichen, aber scheinbar gehen die ansässigen Kiwis früh ins Bett - nichts gesehen oder gehört. Trotzdem hat es sich gelohnt - der Nebel und die langsam aufgehende Sonne 🥰

    Den Tag über die teils recht lauten, aufdringlichen und aktiven verschiedenen Vögel beobachtet, Sonne getankt, nachgeschlafen und viiiiiel gelesen.

    Zur Abenddämmerung wieder aufgebrochen - ein paar Glühwürmchen entdeckt, von zwei Enten in die Irre geführt worden (watscheln die doch einfach frech auch durchs Unterholz) und drei ganz kurze Kiwi Sichtungen. Damit gebe ich mich zufrieden 😉

    Übernachtung:
    Lake Rotokare
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  • Tag 124

    16. maj, New Zealand ⋅ 🌙 3 °C

    Ein letzter Morgen am Lake Rotokare nachdem aus Te Puke die Info kam, dass ich, wenn ich möchte, nächste Woche direkt mit dem Pruning (Rückschnitt) anfangen kann und nicht mehr zum Picking zurück muss. Start sei Mitte der Woche und wir würden Montag Bescheid bekommen.

    Also schonmal sicherheitshalber wieder auf den Rückweg gemacht - 350 km über schönste Highways durch grüne Hügellandschaften, mit Blick auf die Berge der letzten Woche und mitten durch eine Schafherde.

    Übernachtung:
    Dunham Point Reserve Campground
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