Seoul: Gyeongbokgung Palace und Michelin-Koreaner
April 15 in South Korea ⋅ ☀️ 24 °C
Ja, ich gebe es zu: Ich liebe koreanische Serien auf Netflix, mein Verb dazu heisst «koreanerle». Die historischen Dramen mag ich besonders. Deshalb war ich heute richtig geflasht, als ich den Gyeongbokgung Palace, den Palast der strahlenden Glückseligkeit erforschen durfte.
Besuchende mit der alten koreanischen Tracht «Hankbok» kommen gratis rein. Darauf «han i kei Bock» gehabt. Doch das Beobachten der Leute war genial. Der ursprüngliche Palast mit seinen rund 500 Gebäuden hat eine Grundfläche von 5,4 Millionen Quadratmetern. Das entspricht 760 Fussballfeldern. 1592 und 1910 haben die Japaner hier zweimal fast alles verwüstet. Der dritte Wiederaufbau ist immer noch im Gange. Gleich neben einem modernen Hochhaus-Quartier. Spannender Kontrast.
Fasziniert von meinen Eindrücken schlenderte ich danach bei 28 Grad über den riesigen Gwanghwamun-Platz. Im März hatte die Jungs der K-Pop-Supergroup BTS hier die Reunion nach zwei Jahren obligatorischem Militärdienst gefeiert. 250'000 Fans aus aller Welt wollten dieses Konzert vor Ort sehen. Die Band ist nicht so meins, aber mich interessierte Seoul im Ausnahmezustand, deshalb hatte ich auch ein wenig reingezappt. Jetzt war ich fast alleine auf dem riesigen Platz, müde und hungrig.
Drei, vier Quergässli weiter hinten sassen rund 50 Koreanerinnen und Koreaner auf zwei Reihen Bänkli vor einem Geschäft, in das man nicht reinsehen konnte. Als ich schon längst viel weiter war, fragte ich mich immer noch, was das wohl gewesen war und kehrte zurück. Beim genaueren Hinsehen erkannte ich, dass die Fenster mit Michelin-Klebern und einer Erfolgsstory aus einer koreanischen Zeitung zugepflastert waren. Keine Ahnung, was es da drin gab, aber ich wollte auch rein und es ausprobieren. Also meldete ich mich draussen an einem Computer an, erhielt per E-Mail eine Reservationsnummer und wartete bis meine 292 am Computerbildschirm aufleuchtete.
Schön war es drin nicht. Aber spannend und ausgezeichnet. Ich war im Gwanghwamun Mijin gelandet. Das ist offenbar ein berühmtes koreanisches Restaurant für Buchweizennudeln, das seit 1952 besteht und mehrere Michelin-Ehrungen erhalten hat. Ich bestellte eine Suppe mit den Buchweizennudeln und anderen Einlagen. Sie war fantastisch, genauso wie der eingelegte Rettich und das Kimchi dazu. Der Preis: 6.35 Franken – und das in einem Michelin-Restaurant.Read more


























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😍
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Wunderschön 🤩
TravelerLecker 😋
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Das ist eine schöne Tradition!