• Gyeongju: Die Woljeonggyo-Brücke bei Nacht

    April 26 in South Korea ⋅ ⛅ 24 °C

    Mein Reisetag heute verging einmal mehr wie im Flug im Zug. Rund vier Stunden lang war ich von Suncheon im Südwesten nach Gyeongju im Südosten unterwegs. Ich klebte erneut mit dem Gesicht am Fenster und freute mich über die kundenfreundlichen ÖV hier. Alles schnell, alles pünktlich, alles klar organisiert, überall saubere Toiletten und mucksmäuschenstill währnd der Fahrt – top.

    Gyeongju war fast 1000 Jahre lang die Hauptstadt des Silla-Reichs. Silla ist das älteste der Drei Reiche von Korea, es bestand zwischen 57 v. Chr. bis 935. Auf dem Höhepunkt des Silla-Reichs lebten in Gyeongiu ca. eine Million Menschen. Am Ende kam der Niedergang durch innere Spaltung und Invasionen.

    Nun ist Gyeongju als Museum ohne Mauern berühmt. Nirgends in Südkorea gibt es mehr Grabmäler, Tempel, Felsskulpturen, Pagoden, buddhistische Statuen und verfallene Paläste als hier. Drei Tage lang werde ich nun also auf den Spuren der Geschichte wandeln.

    Heute habe ich schon mal mit einem Spaziergang an die Woljeonggyo-Brücke losgelegt. Die ursprüngliche Brücke aus der Silla-Zeit ist zwar schon lange abgebrannt. Nach gründlicher historischer Recherche wurde sie 2018 als eine der grössten Holzbrücken Südkoreas neu aufgebaut. Seither lockt die prächtige Brücke vor allem nachts die Menschen in Scharen an. Das war ein schöner Einstieg für mich.
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