Tokio: Foodtour bei strömendem Regen
May 21 in Japan ⋅ ☁️ 16 °C
Was gibt es Schöneres, als bei strömendem Regen drinnen zu sitzen und fein zu essen? Ich hätte meine Food-Tour durch Shinjuku an keinem besseren Tag planen können. Das Herumlaufen im Regen ignoriere ich jetzt einfach mal. So wie den zu miesen Notschirm, der bei jedem Windstoss nach hinten klappte und deshalb unbrauchbar war. Ein fein gefüllter Magen stimmt milde ...
13 japanische Gerichte in vier Lokalitäten durfte ich probieren. Ich habe Fotos von ein paar hochgeladen. Super fein fand ich die Spezialitäten, die ich noch nicht gekannt hatte, wie frittierten Thunfisch und Krabben-Crème-Kroketten. Wir waren auch in einem Restaurant mit Spezialiäten von Okinawa, das wäre dann etwas das Hawaii Japans. Dort gab es Seegras-Tätschli mit Gemüse, die aussen knusprig und innen ganz weich waren. Super.
Ein Versucherli von einem knusprig panierten Plätzli vom Kurobuta (Schwarzes Schwein, wie Wagyu beim Rind) hatten wir in einem der ältesten Restaurants von Kabukicho. Dabei erklärte Tourguide Miyu, dass Kabukicho sehr sicher sei, weil die Yakuza nicht mehr so offensiv agieren könne. Man erkenne die Mitglieder der japanischen Mafia an den Tattoos (deshalb sind in den meisten Onsen auch keine Menschen mit Tattoos erlaubt) oder an den fehlenden Gliedern am kleinen Finger (nach Bestrafungen). Früher hätten sie auch immer Sonnenbrillen getragen. Um sich von der Yakuza abzugrenzen, hänge deshalb in den Taxis eine Notiz, dass der Taxifahrer aus Sicherheitsgründen manchmal eine Sonnenbrille tragen müsse, um nicht geblendet zu werden.
Das Leben spielte sich heute in den Einkaufspalästen statt auf der Strasse ab. Das interessiert mich nicht gross. Also habe ich einen Waschnachmittag im Hotel eingelegt und mir einen groben Plan zurechtgezimmert, was ich in Tokio gerne sehen wüde. Das Problem: Es gibt so vieles und ich möchte nicht nur abhaken, sondern erleben. Das überfordert mich jetzt gerade ein wenig. Umso mehr, da morgen eine Führung durch den Fischmarkt und abends eine Kneipen-Tour auf dem Programm steht. Deshalb habe ich den Plan erst mal wieder beiseite gelegt und schaue dann einfach mal, worauf ich Lust habe. Ja, so läuft das eben auf einem Egotrip.Read more
















