Omaruru - Diesel & Dust & Water & Craft
16 aprile 2025, Namibia ⋅ ⛅ 31 °C
Gestern, Dienstag, sind wir gegen 9 Uhr in Windhoek gelandet. Udo ausgeschlafen, da er -wie immer- ein Pille während des Fluges eingeschmissen hatte. Ich? Na ja! Hatte schon bessere Nächte.
Am Flughafen wurden wir von Cleo abgeholt. Cleo ist der Mann, der auf Udo‘s Auto aufpasst (und auf die vieler anderer) während er nicht in Namibia ist. Udo hat seinen ausgebauten Landrover Defender dauerhaft in Namibia stehen. Der Landy ist Baujahr 2003 und hat Udo und seine Familie schon viele tausend Kilometer durch Afrika gebracht. Jetzt, so der Plan, soll er uns quer durch Afrika bringen. Damit er dies auch im bestmöglichen Zustand tun kann, hat Udo in der Werkstatt seines Vertrauens einen, Termin gemacht. Die Werkstatt mit Namen „Caspers Car Repair“ sitzt leider nicht in Windhoek sondern in Omaruru. Das hieß für uns -bzw. für mich- nochmal 3 Stunden Autofahrt gen Norden.
Für mich war/ist es die Gelegenheit den Landy kennenzulernen. Ich war bis dato noch nie Defender gefahren. Tja, und Defender sind nicht dafür bekannt ein Highlight an Komfort und Bequemlichkeit zu sein. Und so durfte ich mein Hemd nass schwitzen im Umgang mit der Schaltung (ein Rührgerät mit langem Hebel), der wunderbaren Klimaanlage (der Name ist irreführend; denn Klima findet nur draussen statt, im Auto ist‘ & bleibt‘s kuschlig warm) und natürlich dem Linksverkehr. Ich war durchaus erleichtert als wir aus Windhoek raus waren und die Straßen leerer und einsamer wurden. Aber s‘wird. Der Landy und ich werden bestimmt noch dicke Freunde!
Am Spätnachmittag kamen wie in Omaruru an. Den Landy gaben wir in der Werkstatt ab und wir fuhren mit Caspar‘s Lieferwagen (unser Ersatzfahrzeug) zu unserer Unterkunft. Super Luxus! Für namibianische Verhältnisse. Fließend heiß und kaltes Wasser, funktionierende Toilette, keine Kakerlacken oder sonstiges Getier. Abends ging‘s ins Kashana. Das ist ein lauschiges Restaurant mit sehr gutem Wildfleisch. Für Udo und mich gab‘s Oryx-Steak. Perfekt gebraten, super lecker. Dazu ein Bierchen und als Abschluss noch ein Glas Wein. Dann war der Bub gesättigt, hundemüde und froh sich lang ausstrecken zu können.
Heute Morgen waren die beiden Herren frisch geduscht, teilrasiert und bereit für den ersten vollen Tag in Afrika.
Los ging‘s mit Frühstück im Ongwari Cafe. Einem wirklich lauschigen Plätzchen in Omaruru. Wie so oft, waren die Gäste zu 100% weiß und die Angestellten zu 100% schwarz. Und wie immer, alle sind super nett. Es ist übrigens so, dass Deutsch durchaus oft gesprochen wird. Nicht nur von einheimischen Weissen, nein, sondern auch die einheimischen Schwarzen reden Deutsch und sind ganz stolz drauf.
Im Ongwari Café gibt‘s neben English Breakfast auch ein German Breskfast. Einziger Unterschied: anstatt des obligatorischen Bacon gab‘s Schinken. Der Rest (scrambeld Eggs, Toast und Gemüse) war dasselbe.
War auf jeden Fall sehr schön und sehr lecker.
Dann ging‘s an den „Schlachtplan“ (Einkaufsliste). Da wir einige Tage unterwegs sein werden müssen wir ein Grundgerüst an Getränken und Lebesmitteln mitnehmen. Unterwegs wird zwar immer wieder hinzugekauft und ergänzt (frische Dinge), aber z.B. die Getränkeliste muss jetzt schon stehen.
Udo und ich sind dezent unterwegs! Will heißen, dass nicht Paletten an Bier ganz oben auf der Liste stehen, sondern Wasser, Wasser, Wasser. Und -eine Neuerung- wir haben das allerste Mal ausschließlich alkohlfreies Bier auf die Liste gesetzt. Natürlich Gin für den Sundowner und Amarula für den Nach(t)tisch. Auch bei der Anzahl der Weinpackungen (Plastikpack) sind wir sparsam. 3 ltr. Rot- und 6 ltr. Weisswein. Das muss reichen. Für‘s Erste 😁.
Als weiteres brauchten wir noch Campingausrüstung. Es ist noch nicht klar wo bzw. wie wir schlafen. Udo ist bekennender Bodenschläfer. Deshalb ist klar, er schläft im Bodenzelt. Und ich? Ich weiss noch nicht. Udo hat ein hervorragendes Dachzelt auf seinem Landy. Allerdings ist das hoch- und runterklettern (über Ersatzreifen und Heckleiter) etwas tricky und nichts für schlaftrunkenen oder Wein beseelten Zustand. Bodenzelt geht auch für mich immer, so dass ich noch schwanke. Jedenfalls brauchen wir Campingmatratzen. Fündig wurden wir sowohl bei Matratzen wie auch bei Getränken im örtlichen „Ich-hab-alles-Laden“. Sogar Udo‘s Gasflaschen konnten wir hier befüllen lassen. Wir immer sind die Leute sehr nett und hilfsbereit. Ob beim Einweisen auf den Parkplatz („I take care Mister. I take care Mister.) oder bei der Gestellung eines Personal Shoppers („Yes! Yes! Yes!), alle lächeln und sind mehr oder weniger hilfsbereit. Aber klaro, ist der liebste Lohn für Hilfsbereitschaft eine paar klingende Münzen oder knisternde Scheine. Das ist o.k., denn Jungs helfen wirklich, sie verdienen es sich.
Der restliche Tag hat solch interessante Highlights wie Mittagsschlaf, Wäsche waschen, diesen Footprint schreiben.
De Landy holen wie morgen früh. Dann geht die wilde Fahrt zurück nach Windhoek.
Ä guets Nächtle in den vorösterlichen Norden!Leggi altro












Viaggiatore
Martialisch kernig 😍
danke fürs mitreisen dürfen 😘und Du und der Landy ihr werdet sicher Freunde 😉 [Regine]
Viaggiatore
Lieber Meinrad, hallo Udo, auch wir wünschen Euch eine tolle und gesunde Reise und natürlich auch schöne Ostern aus dem fernen Japan!