„Mein erster Neger“&Geburtstag&MeetUp
18 aprile 2025, Namibia ⋅ ☀️ 25 °C
Es ist Samstagnachmittag und ich liege bequem ausgestreckt im Hotelzimmer. Wir sind hier für 1 Nacht im Mövenpick Hotel untergebracht. Die heutige Nacht hat Mr. Namibia, Carsten Möhle, für uns gebucht. Denn heute bzw. heute Abend ist der Kick-Off der WOW 2025. Heute Abend treffen wir zum ersten Mal unsere Mitreisenden. Wir dürfen gespannt sein, wer da alles mit uns Pistenstaub schlucken will.
Heute hat Udo Geburtstag. Es versteht sich, dass ich die exakte Zahl nicht erwähne. Nur soviel: Irgendwas zwischen 18 und 80 😁.
Heut‘ Morgen hab ich ihm selbstverständlich ein Geburtstagsständchen gesungen. Nicht schön, aber laut! Zum Geburtstag später mehr!
Gestern waren wir bei Carsten Möhle, unserem Expeditionsleiter. Carsten ist Mr. Namibia, mit einem allumfassenden Wissen über Namibia im speziellen und über Afrika im allgemeinen.
Carsten hat eine ganz spezielle Alarmanlage für sein Haus. Im Eingangsbereich sind zwei Schlangen modelliert und darunter „Achtung Schlangenfarm! Betreten auf eigene Gefahr!“ Funktioniert. Es wurde noch nie eingebrochen.
Carsten hat einen Container im Garten stehen. In diesem Container befindet sich seine Privatbibliothek. Und die ist umfangreich. Sehr umfangreich. Aus vielen Epochen des 20. Jahrhunderts ist Literatur über Kolonialisierung, Politk, Reiseberichte, Reiseführer, Fauna, Flora u.v.m. zu finden. Die Neuzeit kommt selbstverständlich auch nicht zu kurz. Der Klassiker der modernen Frauenliteratur „Mein erster Neger“ von Margit Schreiner ist vorhanden, wie auch die Nobelpreis verdächtigen Bücher unseres scheidenden Wirtschaftsminister Robert Habeck „Der Schrei der Hyänen“ und „Mittagsglut im Schatten der Kameldornbäume“. Beides Klassiker der Weltliteratur. Carsten meinte, das das erstere überarbeitet und neu aufgelegt wird, da Herr Habeck im Original zu viel das Wort „Neger“ verwendet hat. Tja auch ein gestandener Schriftsteller wie Herr Habeck muss sich dem Zeitgeist beugen.
Die Rückfahrt von Dar es Salaam ist ja dem deutschen „Indiana Jones“ Paul Grätz gewidmet. Er war der erste Mensch, der Afrika von Ost nach West mit dem Auto querte. Das war 1907. Eigentlich wollte er es in sieben Monaten geschafft haben. Gedauert hatte es tatsächlich zwei Jahre (1907-1909). Das eine Foto zeigt unter welchen Bedingungen die Querung stattfand. Keine Brücken, keine/kaum Straßen, keine Ersatzteile. Zum Überqueren vom Flüssen wurde das Auto auseinander gebaut, die Einzelteile über den Fluß getragen und drüben wieder zusammengebaut. Wenn kein Benzin zur Verfügung war oder der Motor versagte, wurde das Auto mit Ochsengespannen durch den afrikanischen Busch gezogen. Das war ein echtes Abenteuer. Wir sind da eher im Weichspülmodus unterwegs.
Ich beende diesen heutigen Footprint. Über alles was heute Abend geschieht berichte ich später.
Morgen 9 Uhr wird die Startlinie der WOW 2025 überschritten(fahren).Leggi altro







