Wenn der Schakal den Strauß im…
21. april 2025, Namibia ⋅ ⛅ 27 °C
Puuuh! Es ist Dienstag. Ein langer Fahr-Tag liegt hinter uns. Heute war ich dran. Der Landy und ich verstehen uns immer besser. Einzig beim Getriebe-Rühren mit dem Schalthebel rumpelt‘s noch ab und an. Das liegt allerdings nicht am Landy, eher am Fahrer.
Nun aber eins nach dem anderen.
Gestern -Ostermontag- ging‘s vom wolkenverhangenen, kühlen Swakobmund ins Landesinnere, in Richtung Erongo Berge. Die Landschaft war spektakulär. Weite Ebenen und einzeln stehende Berge, alles im hellen Licht der Sonne, und alles saftig grün. Das saftige Grün ist Wellness für die Augen und in der anstehenden Trockenzeit von kurzer Lebensdauer. Für jetzt: Sehr schön.
Endziel der Fahrt über staubige Pisten waren die Erongo Berge. Und dort Omadumba und hier der Campplatz bei den San Buschleuten.
Die San sind die ursprüngliche Bevölkerungsgruppe vom Namibia. Allerdings sind/waren sie den einwandernden Hereros, Himbas, Damas nicht gewachsen. Und klar, wollen sie Auto, Handy, TV und sonstige Annehmlichkeiten der westlichen Zivilisation, aber viele von ihnen leben ihren ursprünglichen Lebensstil.
Wir fanden eine wunderschöne Landschaft und das ZDF Team vor. Es sollten die letzten Aufnahmen von Carsten „Mr. Namibia“ werden. Unsere Truppe und die San waren Nebendarsteller.
Wie so oft fühlte ich mich solchen Inszenierungen peinlich berührt. Denn die San zeigen sich uns ja nur gegen Spenden und in dem Fall dem ZDF.
Während wie an unseren Sundowner lutschten kam eine Gruppe von San tanzend auf uns zu. Vorneweg ein Mann, der mit seiner aufgerichteten Hand einen Vogel Strauß imitierte. Hinter ihm singend die Gruppe an Frauen und Kindern. Am Schluß ein weiterer Mann, der mit seiner Hand den jagenden Schakal darstellte. Das ganze stellte ein Jagdszene im Busch dar.
Allgegenwärtig das Aufnahmeteam des ZDF inkl. Drohnenflug über uns.
Als genügend Material „in der Kiste war“ gab‘s noch ein Abschlußinterview mit Carsten und für uns ein super leckers Abendessen (Geschnetzeltes mit Reiss und Gemüse).
Und dann, dann kam die Premiere. Die erste Nacht im neuem Zelt, auf neuer Matratze. Wie war die Nacht? Gut! Mit Einschränkrung 😌.
Irgendwann fing meine Verdauung an zu rumoren und der Bauch krampfte. Was folgte waren zwei heftige Entladungen im staubigen Sand Namibias mit anschließender Verschleierung (Sand&Steine) des unrühmlichem aber notwenigen Ereignisses.
Ach ja, wie geht‘s denn der Truppe. Im Großen und Ganze gut, Udo und mir sehr gut (bis auf oben erwähnte Begleitumstände). Einer, ein alleinreißender Prof.Dr., liefen 8 Liter Coca Cola im Kofferraum aus (was für eine klebrige süßliche Sauerei), einem anderen Auto hat es schon zwei Stoßdämpfer zertrümmert. Einem anderen die Windschutzscheibe. Das alles am zweiten echtem Fahrtag von rund siebzig. Und die harten Routen kommen erst. Bei drei anderen Herren ( 3 Herren in einem Auto) war die Stimmung schon durchaus angespannt, da es drei Meiningen zu Route gab. Das Ergebnis waren 30 Kilometer Umweg und erhitzte Gemüter. Bier hilft! Oft! Auch in diesem Fall 😄!
Heute stand eine lange Tour von Erongo in den Südraum der Etoshs Pfanne an. „Roy‘s Restcamp“ hieß das Tagesziel.
Heute wird gegrillt. „Braii“ heisst Grillen im südlichen Afrika.
Ich verabschiede mich jetzt ans Lagerfeuer und wünsche allen Guten Appetit 😋 .Læs mere



















