• Malawi - The Warm Heart Of Africa

    8 maggio 2025, Zambia ⋅ ☀️ 21 °C

    Africa kann kalt sein. Zum Beispiel genau jetzt, um kurz nach 6 Uhr in Lilongwe, der Hauptstadt von Malawi. Kalt, frisch und schön! Wir campieren im Woodlands Camp & Lodges. Ein Waldgebiet mitten in der Stadt. Der aufmerksame Leser/Leserin weiss nun was folgt. Genau! Die Nachtgeräusche setzten sich nicht aus den Grunzlauten der Hippos oder des Brüllens der Löwen zusammen, sondern aus dem konstanten Geräusch welches eine Großstadt liefert. Hinzu kam der Muezzin. Gegen vier Uhr erklang von mehreren Seiten der allmorgendliche Aufruf an alle Moslems gottgefällig zu sein und Allah zu ehren.
    Tja, was soll ich sagen, die Nacht war vorbei.
    Und so sitze ich nun hier, Zelt zusammengepackt, den heißen Kaffee erwartend und schreibe diese Zeilen. Bin abet nicht der einzige. Die Küchencrew mit Maike und Christoph sind auch schon am werkeln. Udo umrundet den Landy und inspiziert was heute denn wohl nicht funktionieren wird.
    Hatte ich schon erwähnt, dass ein Landy nie ganz ganz ist? Und unser herzallerliebster Landy wird immer weniger ganz. Neben den Kleinigkeiten, wie nicht funktionierender Wischwasserdüse auf der Fahrerseite, der sich lösenden Schwellerverkkeidung (Udo hatte Teile einer Holzbrücke „touchiert“), über die Seitenfenster, die wir mittlerweile bei Kabelbinder fixiert haben. Neu hinzu kommt, dass die zwei hinteren Seitentüren nicht schließen und die Beifahrertür nicht mehr zu öffnen ist. Dass die hinteren Türen nicht schließen ist semi optimal, da wir das Auto im Prinzip nie alleine lassen können. Als Lösung haben wir die Türen mit den Zurrbändern an die Sitze gebunden. Das muss halten!
    Und sonst? MALAWI !
    THE WARM HEART OF AFRICA!
    So lautet der Werbeslogan für Malawi.
    Malawi hat rd. 22 Mio. Einwohner. Auch hier liegt das Durchschnittsalter bei rd. 17 Jahren. Malawi gilt als siebt ärmstes Land der Welt.
    Gestern sind wir eingereist. Wie war unser Eindruck? Super! Wirklich super! Das Grenzgebäude modern und sauber. Kaum vor das Gebäude gefahren kamen schon aufmerksame junge Männer und wiesen uns einen Parkplatz zu. Zuerst war ich skeptisch, da an solchen Grenzstellen oft windige Jungs rumlaufen. Aber die unsrigen hatten offizielle Ausweise, und symbolisierten „Wir sind für Euch da!“. Schritt für Schritt begleiteten sie uns durch die Ausreise aus Sambia und durch die Einreise nach Malawi. Toller Service. Es stellt sich allerdings heraus, dass die Jungs als Art Versicherungsvertreter fungieren. Jedes Auto muss eine Versicherung bei der Einreise abschließen (Pflichtversicherung). Und die Jungs sind die fliegenden Versicherungsverkäufer, die als Service die „glücklichen“ Neu-Versicherungsnehmer durch die Prozedur der Einreise lotsen. Das ist echt gut! Sogar die Einzahlungsbelege für Zoll und Maut füllten sie aus. Trubel entstand, weil wir 11 Fahrzeuge waren, d.h. 24 Personen aus-, einreisten und 11 Fahrzeuge zu verzollen und zu versichern waren. Bei uns dauerte es zwei Stunden, dann waren wir durch. Ohne den Service der Versicherungsagenten hätte es viel, viel länger gedauert.
    Der erste Eindruck von Malawi war deshalb äusserst gut. Von der Grenze waren es noch rund 2 1/2 Stunden Fahrt nach Lilongwe. Auf der Strecke passierten wir sicherlich mindestens fünf Kontrollpunkte. Polizei, Militär, wieder Polizei und, und, und. Jedesmal wurde zuerst ernst geschaut, dann salutiert, dann breit gegrinst und uns dann eine gute Fahrt gewünscht. Auch die Anzahl der Frauen bei Militär und Polizei war quasi pari mit den Männern. Die Frauenquote scheint in Malawi zu stimmen. Das Leben entlang der Straße entspricht dem in Sambia. Einziger Unterschied -meine Einschätzung- die Menschen sind hübscher und der Gesichtsausdruck offener und freundlicher als im Sambia.
    So, und nun gibt‘s Frühstück!
    Ich beende den Footprint und wünsche einen Guten Morgen ☀️
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