Am 9. Tag sprach Gott: „Sch..ß drauf…
22. juni 2025, Botswana ⋅ ☀️ 22 °C
…jetzt mach ich was ganz verrücktes!“
Sprach es und schuf es: Das Okavangodelta!
Jeder darf bitte nachschlagen welches Naturwunder das Okavangodelta ist.
Dieses Delta ist das einzige Flussdelta, bei dem der Fluss nicht in ein Meer fließt, sondern sich in die Weiten der Kalahari ergießt und dort versickert. Der Okavango sieht nie das Meer.
Er ist der 3. größte Fluß im südlichen Afrika. Er entspringt im Hochland von Angola, wird durch Quellen und der Regenzeit gespeist und fließt in Botswana über Kanäle ins Delta und versickert im Wüstensand.
Die „Welle“, das ist die große Menge an Wasser aus den angolanischen Bergen, ergießt sich ins Delta erst ab Mitte Juni. Jetzt erst füllt sich das Delta mit dem Wasser. Große Teile werden überflutet und spenden Mensch und Tier Wasser. Und dies ab Juni! Im Winter! Der Trockenzeit, wenn keine Tropfen Regen im südlichen Afrika fällt. Ein Segen!
Der Okavango ist echtes Geschenk für alles Leben.
Das ist ein Grund, weshalb es im Okavango Delta ein solche Tiervielfalt und Tierdichte gibt.
Und wir mittendrin!
Bevor es soweit war, mussten wir erst mal Kubu Island verlassen. Ein staubige und langwierige Aufgabe. Rund 8 Stunden Fahrt mit dichten Staub- und Sandfahnen hinter und in den Autos.
Ein Highlight für mich, ein sogenannter EMEP (EchterMeiniEchtPunkt). Mitten in der Salzpfanne steht eine hölzerne Aussichtsplattform. Sehr heruntergekommen und instabil. Auf die Plattform zu kommen braucht eine gewisse Kletterfertigkeit und das Vertrauen, dass morsches Holz doch mehr aushält als man denkt.
Meine Wenigkeit, mit seine athritischen Gelenken, Höhenangst und Warmduscher-Allüren, musste da hoch, denn: Es ist, es war, es wird immer sein, ein EchterMeiniEchtPunkt!
Warum das?
Die Geschichte schrieb das Jahr 2022 a.D.. Jesus war vor zweitausendundzweiundzwanzig Jahren erschienen und Covid seit kurzem Geschichte (wahrscheinlich).
So kam es, dass in diesem denkwürdigen Jahr ein ehemals junger Recke aus dem schwarzen Wald, in sächsischer Diaspora lebend, beschloß, eine Reise ins südliche Afrika zu machen.
Über den sagenumwogenen Reiseveranstalter OM-Reisen, wurde eine Reise angeboten, die in jenes südliche Afrika führte. Perfekt!
So kam es, dass am 02.06.2022 eben jener ehemals junge Recke aus dem schwarzen Wald auf eben jenem wackeligen Podest in der Salzpfanne stand. Sein Schwert (Multitool) zückend, den Rücken durchgedrückt, die Beine stabilisierend gespreizt, schnitzte er die ergreifenden Worte ins Holz „Meini was here! 02.06.2022“. Der erste EchteMeiniEchtPunkt war gesetzt.
Wie es das Schicksal wollte, erlaubten die Geschicke des Holzhandels, das erfolgreiche agieren der Mitarbeiter und die allgemeine Lebenssituation, dass er im Oktober eben jenes Jahres 2022 wieder auf eben jenem wackeligen Podest stehen durfte (Dank OM Reisen zum 2ten) und mit der gleichen Klinge wie im Juni, die Worte „Meini was here again“ in das geduldige Holz schnitzte. Eine Video dokumentiert dieses Setzten des zweiten ErstenMeiniEchtPunkt.
Eine historische Chronologie begann sich zu manifestieren! Historisch im Jahr 2022 nach Christus und 33 Jahre nach der ersten Mondlandung (20.07.1969), gab es wieder einen „Kleinen Schritt für den Menschen, einen großen Schritt für die Menschheit“ als der ehemals junge Schwarzwälder seine Klinge aus dem Holz zog und die prägenden Worte sagte „Scheen isch‘s nit, aber passt!“
Die Jahre trudelten dahin und die Geschichte ging in das Jahr 2025 über.
In diesem historischen, für Paul-Graetz-Jünger und Bwana-Verehrer heiligen Jahr, entschloß sich der Lordsiegelbewahrer des Paul Graetz Vermächtnisses, Herr Carsten M. aus W. in N., die historisches Querung Afrikas durch Paul Graetz nach zu fahren.
Carsten, nicht nur Inkarnation des Graetzschen Geistes, sondern auch Reiseveranstalter und Geschäftsmann überlegte: „Hmmmh, das dauert lange und kostet Geld. Wie schaff ich es, dass es mich nichts kostet?“
Und frei nach der reinen kapitalistischen Lehre „If you need money, use OPM money!“ Für alle Nicht-Kapitalisten, OPM money steht für: Other peoples money. Auf gut deutsch: Lass‘ andere für Dein Projekt zahlen.
„Zack!“ war die Idee für WOW 2025 geboren.
OPM Geld wurde reichlich gegeben und so ist nun eine Gruppe Menschen, die unterschiedlicher nicht sein kann. auf dem Weg, um Afrika doppelt zu queren und Carstens Traum zu erfüllen.
Wieder mal Win-Win-Situation auf allen Seiten.
Für den ehemals jungen Schwarzwälder ergab somit die Möglichkeit ein historisch einmaliges Triple zu schaffen.
Und so stand er nun 63 Jahre nach dem Tag seiner Geburt, 2025 Jahre nach Jesus Erscheinen und 74 Jahre nach Erfindung des Tetra Pack, auf eben jenem wackeligen Holzpodest, in eben jener Salzpfanne und ritzte mit dem gleichen Messer die Worte „Meini 22.6.2025“ in das morsche Holz! Wow!
…und wen interessiert‘s? Niemand! …ausser mich selbst 😄.
Aber, wie die geneigten LeserInnen erkennen, hat der Bub mal wieder Zeit, denn Udo fährt. Udo verlangte bis dato nur nach ein paar Trockefrüchten, die ihm selbstverständlich reichte. So bleibt Zeit zum Tippen.
Wo war ich?
Auch ja, beim Triple!
Ein Quadruple (4x) wird‘s wohl nicht geben, denn das Holzgerüst war jetzt schon für den regulären Zugang gesperrt (Treppenstufen wurden entfernt).
Weiter ging die wilde Fahrt von der tödlich trockenen Salzpfanne in das Naturwunder Okavangodelta.
Als Highlight stand ein Heli Flug über das Delta an. Im Vorfeld musste jeder sein Körpergewicht angeben. Es durfte dabei nicht geschummelt werden, da extrem wichtig für Ballastverteilung, Sprit etc. Ehrlich wie ich nun mal bin, halbierte ich mein Lebensalter, addierte wiederum 50% der halbierten Zahl hinzu, und gab nochmal als statistische Unschärfe 100% der 50% hinzu und gab leutselig und brav 51,22 kg zu Protokoll. Es gab keine Rückfragen!
Der Flug war toll, das Getränk war mies. Man/frau/divers sollte mal über‘s Delta geflogen sein, sofern Zeit, Geld und Gewicht es zulassen. Bei mir passten alle drei Dinge phänomenaler Weise zusammen und so hab ich nicht nur Afrika von West nach Ost und von Ost nach West gequert, sondern auch das Okavango Delta überflogen.
Überflogen ist deutlich übertrieben. Wir haben an der Gesamtfläche „gekratzt“ nicht mehr.
Erwähnenswert war die „Gourmet“ Einlage. Gebucht hatten wie einen Zwischenstopp im Delta und einen Gin Tonic als Sundowner. Wir hatten einen Zwischenstopp im Delta und hatten einen Sundowner. Allerdings keinen Gin Tonic. Der wurde vergessen bzw. frei nach afrikanischen Lebensweisheit „Hakuna Matata“ durch Sekt ersetzt. Angekündigt wurde nach der Landung „Champagner“. Erfahrungsgemäß wird in diesen Breitengraden alles was perlt und Alkohol hat als Champagner bezeichet. So war‘s denn auch. Einen Schluck zum Anstoßen, das war‘s. Niemand wollte ein zweites Glas. Ich schüttete mein erstes Glas (versteckt hinter‘m Busch) aus.
Damit soll nun mein Schreiben für heute ein Ende haben. Udo fährt und fährt und verlangt nach nichts. Soll ich mir Sorgen machen? Kein Wasser, kein Apfel, kein Keks?
Ich werde Berichten ob meine Sorgen berechtigt waren, oder Udo einfach nur gut gefrühstückt hat.
Bis denne!
Fußnote 1: Natürlich gab ich mein echtes Körpergewicht an. Zur Ausschmückung der Geschichte dient die obige mathematische Berechnung 😌.
Fußnote 2: Das Erfinden eine EMEP geschieht nicht aus Selbstüberschätzung meiner Person (ich nehme‘ mich selbst eher weniger ernst), sondern als „Seitenhieb“, als „Persiflage“, auf Carstens allgegenwärtige EPGEP‘s (EchterPaulGraetzEchtPunkt)Læs mere























Rejsendedu musscht dich für dein geschreibsel nicht entuldige