• Tag 3.2: Papa Leos Sammlerstücke

    12 novembre 2025, Italia ⋅ ☀️ 20 °C

    Der Besuch der Vatikanischen Museen war in meinem Reisepaket enthalten. Ich freute mich darauf all diese riesigen Gemälde und Fresken zu bestaunen. Und ich wurde nicht enttäuscht!
    Unglaublich was Menschen alles schaffen können. Schaffen im Namen des Glaubens.
    Bestaunen durfte ich die Menschenmassen, die mit mir die Vatikanischen Museen besichtigen wollten.
    Ich hatte anfangs meiner Reise geschrieben, dass ich mich freue Menschen kennen zu lernen. Aber gleich so viele! In diesen Massen!
    S' isch wie' isch, ich kann's nicht ändern. Ich find's ja auch super spannend Menschen zu beobachten. Dafür hatte ich dem Tag im Vatikan sehr viel Gelegenheit. Menschen aus allen Himmelsrichtungen, allen Alters, aller Kleidungs- und Verhaltensstile waren unterwegs wie Ameisen auf Beutezug.
    Viele, viele US-Amerikaner und viele Südamerikaner. Einige Osteuropäer, auffallend wenig Deutsche. Ein buntes Gemisch der römisch katholischen Gemeinde. Auffallend wenig Schwarzafrikaner und VertreterInnen des asiatisch pazifischen Raumes (wobei in diesen Gegenden das "Jahr der Armen" tatsächlich Sinn ergibt).
    Bist zur Sixtinischen Kapell (nach 2/3 der Strecke) hielt meine Konzentration. Danach wollten wir -bei vielen anderen machte ich die gleiche Beobachtung- nur noch raus. Die Räume mit Messgewändern, prunkvollen Roben, Devotionalien und vor allem der Teil mit den modernen Gemälden wurden zügig durchschritten.
    Ich war ja nur einen Tag auf dem Petersplatz und den Museen. Mir hat's vollkommen gereicht. So viele Menschen. Dieser Geräuschpegel. Das müssen die Angestellten jeden Tag mitmachen.
    Ich hab mich immer wieder gefragt, wie das denn bei Corona war? Da wo sich duftende, tratschende Menschenschlagen durchwinden, da war Leere. Ein große Leere! Unvorstellbar, wenn man diese "Normalität" sieht.
    Nach rd. 3 Stunden waren die Vatikanischen Museen für mich Geschichte. Beeindruckt ob der Kunstwerke, dem Geschick der Künstler. Verstärkt in meinem mulmigen Gefühl gegenüber der Machtstruktur Kirche, angesichts der vielen Gemälde deren Hauptakt nichts mit Kirche sondern mit politischer Macht zu tun hatten.
    Oder die Dogmen! Da gibt es einen Raum voller Gemälde, deren opulenter Inhalt sich mit der Ausrufung des Dogmas der jungfräulichen Empfängnis Marias beschäftigt. Ein Dogma ist ein unumstößlicher Grundsatz der katholischen Glaubenslehre. Diese Dogma besagt heute noch, dass Maria Jesu jungfräulich empfangen hat. ...ich sag mal so... ...damals für Marketingzwecke eine gutes Alleinstellungsmerkmal.. ...aber heute?

    Am Spätnachmittag stand eine "Gottesentscheidung" an. Wenn der lieben Gott gnädig mit mir ist, dann lässt er die Menschenschlange vor dem Petersdom auf ein erträgliches Maß schrumpfen. Wenn nicht, dann will er, dass ich mich im Stadtzentrum von Rom vergnüge. ...es wurde der Petersdom
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