• China Finale - Beauty Probleme

    27. november 2025, Japan ⋅ ☁️ 17 °C

    16.20 Uhr Flughafen Tokio. In zwei Stunden geht mein Flieger nach Mexiko. Flugzeit: 12 Stunden. Das wird heftig. Zumal ich schon 3 1/2 Stunden Flugzeit von Peking nach Tokio hinter mir habe.
    Ja, ja, ich weiss, selbstgewähltes Leid. Ich will auch nicht klagen, denn da wäre ich hier fehl am Platze.
    Nun habe ich also Zeit noch ein bisschen über China zu schreiben.
    China (Peking und die Mauer) haben mir sehr gut gefallen. Ausser dem eisigen Wind am ersten Tag, war auch das Wetter gutes Reisewetter. Da am ersten Tag, mit dem Wind, da hab ich mir meine Erkältung eingefangen. Von Dehli (30 Grad) kommend, war ich zwar auf kühlere Temperaturen eingestellt, aber der Wind, der Wind das himmlische Kind, hat meinem Immunsystem was zu tun gegeben.
    Heute, hier in Tokio sitzend, geht's wieder. Die Nase ist zwar noch zu, aber der Gesamtzustand ist wieder nahe am -altersgerechten- Optimum.
    In der Überschrift hatte ich "Beauty Probleme" geschrieben. Das bezieht sich auf das ständige ausgesetzt sein diesen Klimaanlagen. Meine Haut ist dermaßen ausgetrocknet, dass selbst ständiges Cremen keine jugendliche Straffheit mehr hervorbringt. In meinem Pekinger Hotelzimmer konnte ich kein Fenster öffnen. Die Klimaanlage lief auf Dauerbetrieb im Heizungsmodus. Die Luft im Zimmer war so trocken, dass mein jugendlicher Anfang-Sechziger-Teint, sich dem einer der mumifizierten Herren in den besichtigten Grabstätten anglich.
    Heute Nacht, das war der Hammer! Der echte Hammer! Ich ging so gegen 23 Uhr ins Bett. Irgendwann, es muss so Mitternacht gewesen sein, fängt es irgendwo in meiner Umgebung an zu Hämmern. Richtig mit Hammer hämmern. Ich hab gedacht ich spinn! Bzw. die spinnen die Chinesen! Das Hämmern hörte nicht auf, sondern ging dann in das Geräusch einer Bohrmaschine (Akku Schraubers) über. Die Rezeption konnte mir nicht helfen, da des Englischen nicht mächtig.
    Ich hämmerte dann auch. Mit meiner Faust. Des nachts um 2 Uhr. Gegen die Wand. Kurz Ruhe, dann ging das Schrauben wieder weiter. Ich war durchaus genervt, da meine Nacht um 5.00 Uhr rum war und ich eh angeschlagen war/bin. Die Lösung waren dann die guten alten Ohrstöpsel. Die rein und es war weitestgehend Ruhe.
    Um 5.00 klingelte der Wecker und der Reisetag begann.

    Noch ein paar Worte zu China. Überall, wirklich überall sind Kameras installiert. An allen möglichen und allen unmöglichen Orten. Und überall Ausweiskontrolle. Bei Besuch der Mauer musste ich meinen Reisepasse 4 x digital überprüfen lassen. Auch bei den Tempeln wurde der Reisepasse regelmäßig gescannt. Also wer ein Problem mit Überwachung bzw. "Big Brother is watching you" hat, für den ist China kein Reiseland.
    Der Zugang zu Internetseiten ist unterschiedlich. Im Hotel hatte ich WLan. WhatsApp und Google funktionierten nicht. Nahm ich das Funknetz (4G), war der Zugang zu WhatsApp und Google problemlos und perfekt.
    Ich frage ja alle meine Tourguides weshalb sie denn ausgerechnet eine so schwere Sprache wie Deutsch gelernt hatten. Bei meinem jordanischen Adi war's ja weil sein Vater einen Mercedes fuhr und so auf deutsche Wertarbeit schwor.
    Die gleiche Frage stellt auch Walter. Die Antwort: "Ich komme aus einer Provinz, die ganz früher kurz (4 Jahre) deutsche Kolonie war." Diese koloniale Vergangenheit bewog Walter (wie er wirklich heisst weiss ich nicht) die deutsche Sprache zu studieren. Ist das nicht niedlich?
    Gestern Abend war ich noch in der chinesischen Oper! Die Fotos vermitteln einen Eindruck. Ich sag's mal so: Verdi ist mir lieber.

    So muss los. Mexiko ruft! Hasta pronto!
    Læs mere