Habla Español? & Currywurst Mexico
27. november 2025, Mexico ⋅ ☁️ 20 °C
Nun also Mexiko! Die nächste Mega City mit über 20 Millionen Einwohnern.
Der Flug von Tokio hierher war zwar lang, aber die All-Nippon-Airline weiss die Zeit so angenehmen wie möglich zu gestalten. Aber, das beißt die Maus keinen Faden ab, es ist ein laaaanger Flug. Den Peking-Tokio Flug mitgerechnet war ich rd. 16 Stunden in der Luft. Hinzu kommen die Stunden vor und zwischen den Flügen. Hab quasi einen Tag in Transit und Luft verbracht.
Angekommen in Mexiko am Flughafen ist der erste Eindruck: alles entspannt. Beispiel: Immigration (Einreise). Während bei allen anderen Flughäfen die Beamten hinter kleinen Verhauen mit hohen Plastikwänden saßen, ging's in Mexiko richtig familiär zu. Keine Fingerabdrücke wurde genommen. Ich musste nicht in eine Kamera starren und Einreiseformulare ausfüllen. Die Beamten saßen einzeln in kleinen Rondells ohne Sicherheitsglasscheiben. Es war eher wie eine Rezeption im Hotel.
Heraus aus dem inneren Flughafenbereich traf mich das reale Mexiko Leben. Viele laute Stimmen, viele Menschen. Den Menschen war der Indio Einschlag in Hautfarbe und Größe deutlich an zu sehen.
Was ich nicht sehen konnte war mein "Willkommens Komitee" mit Namensschild.
Oha, dachte ich, dass wäre dann das erste Mal, dass etwas nicht punktgenau klappte. Ich wartete ca. 20 Minuten und lief mehrfach an allen "Willkommen" Schildträgern vorbei um zu sehen, ob ich doch nicht irgendwo vermerkt sei.
Nein, war ich nicht. Also Plan B. Ich rief die örtliche Reiseagentur an (deren Nummer hatte ich von meinem deutschen Veranstalter). Da war tatsächlich auch sofort jemand dran, der dann auch meinte er würde sich sofort darum kümmern.
Tja und wenige Minuten später kam ein Mann um die Ecke, ein digitales Display in die Höhe haltend, auf der mein Name als Laufband ständig lief. Willkommen im digitalen Zeitalter. Jose hatte die Willkommens-Kultur an den Flughäfen ins digitale 21.Jahrhundert katapultiert!
Nach kurzer Vorstellungsrunde, ging's dann rein ins Auto, rein in die 22 Mio. Metropole Mexiko City. Und ehrlich, es ist kein Ziel -für mich jedenfalls- in einem solchen Moloch zu leben. Dieser Verkehrswahnsinn. Autos über Autos. Stoßstange and Stoßstange. Kilometerweit! Stau, Stau, Stau. Wieviel unendlich kostbare Lebenszeit die Bewohner dieser Städte im Stau verbringen. Unglaublich! Wem gefällt's, ist gut, für mich ist das nichts.
Ich selbst merkte deutlich, dass ich übermüdet war. Echt fertig. Jetlag!
Da war nicht mehr viel mit rausgehen. Ziel war, um 22 Uhr ins Bett zu gehen. Hat nicht geklappt. Kurz nach 19 Uhr lag ich todmüde im Bett. Wie gesagt, Jetlag! Das Ergebnis war, dass ich morgens um 2 Uhr ausgeschlafen war. Tja, da ging's dann los mit dem Herumwälzen, Gedanken machen, Pläne schmieden, Dinge organisieren.
In Mexiko war ich hinter der deutschen Zeit, während ich in Peking vorne dran war.
Bin quasi im Flug vom chinesischen Morgen des Tages in den Abend des gleichen Tages geflogen. Zwischendrin hab ich den deutschen Mittag überflogen.
So lag ich morgens um 2 wach im Bett, während in Deutschland 9 Uhr morgens war. Beste Bürozeit! Also hab ich einige Dinge erledigt, die anstanden.
Nichtsdestotrotz war es eine lange Nacht bzw. ein langer Morgen.
Um 8 Uhr wurde ich zur Besichtigungstour abgeholt. Dieses Mal war's keine 1:1 Tour, sondern ich war Teil einer Gruppe. Kolumbianer, Chilenen, Puerto Ricaner und US-Amerikaner. Alles spanisch Muttersprachler (auch die Amis). Das wird ja spannend, dachte ich. Milena, ihres Zeichens mexikanische Reiseleiterin gab sich wirklich Mühe mir alles auf Englisch zu erklären. Sie war nicht perfekt in Englisch und ich auch nicht. So hat sie im Rahmen ihres Englisch erklärt und ich im Rahmen meines Englisch Verstehens, zustimmend, (nicht) wissend genickt. Interessant war's allemal.
Was die Gruppe anbelangte, so ist halt auf Amis immer Verlass. Wenn Dich jemand anspricht wo man her kommt, was man denn so macht und wie es denn so geht, dann sind das immer Amis. Amis reden mit den Leuten. Eine sehr erfreuliche Eigenschaft. So war das amerikanische Pärchen meine Gesprächspartner, wenn's um allgemeine Leben ging. Ausser Politik. Über Politik haben wir nicht gesprochen.
Erste Anlaufstelle unserer Gruppe war gleich mal Merchandising. Das mag ich überhaupt nicht. Immer dieses Anfahren von Verkaufsständen mit der Versicherung, man brauche nur zu schauen, kaufen müsse man nichts. Glücklicherweise unterschieden sich die mexikanischen Verkäufer deutlich angenehm von den arabischen Verkäufern. Die mexikanischen VerkäuferInnen waren zurückhaltend und angenehm freundlich. Schön war, dass uns -bevor wir in die Verkaufsräume kamen- erst mal das Leben der Indios nahe gebracht wurde. Es wurde anhand von Kakteen gezeigt, was die Indios alles aus diesen Pflanzen gewannen. Von Nadeln, Faden über Essen, "Papier" bis hin zur Grundlage ihrer Getränke.
Getränke! Das war ne nette Abteilung. Wir wurden zu einer Verköstigung diverser Schäpse und Liköre eingeladen. Und, Klaro, auch zu den Geschichten rund um die Getränken. Das alles lief auf spanisch, aber ich konnte mir ein ungefähres Bild machen, was die erzählten. Ob denn diese Schmetterlingsraupe, die im Mescal versenkt ist, tatsächlich geschmacklich das i-Tüpfelchen ist, kann ich nicht sagen. Jedenfalls ist es ein guter Marketinggag. Und blind macht er auch nicht! Jedenfalls war dieser Verkaufsstopp ein ganz netter Stop, der nebenbei auch informativ und lustig war.
Danach ging' auf zu eigentlichen Ziel des heutigen Ausflugs.
Der Ruinenstadt Teothihuacan!
Zwischen 100 bis 650 n. Chr. gebaut, war sie einst mit ca. 100.000 Einwohner, die größte Stadt des amerikanischen Kontinentes. Aber alles, wirklich alles, was über diese Ruinen, ihre Bedeutung und Verwendung geschrieben steht ist pure Vermutung. Es gibt keinerlei Informationen wie z.B. Schriften o.ä. die Aufschluss darüber geben wer und wie die Pyramiden gebaut wurden. Wer das veranlasst hat noch was dort getrieben wurde. Die Azteken, die kamen erst im 14. Jahrhundert und dort war Teotihuacan schon viele, viele Jahre eine Ruinenstadt.
Ist das nicht spannend? Wir wissen nichts über die Erbauer. Wir wissen nicht was sie dazu getrieben hat so zu bauen. Auch die heutigen Namen wie Mondpyramide oder Sonnenpyramide oder Straße der Toten sind reine Vermutungen, die auf keinste Weise gesichert sind. Die Namen wurden von den Archäologen vergeben, die dort gebuddelt haben. Eins war klar. Die Pyramiden sind massiv, d.h. es gibt nicht wie den ägyptischen Pyramiden, Räume und Gänge innen. Also waren diese Pyramiden keine Grabstätten wie bei den Ägyptern. Ob auf den Pyramiden tatsächlich Götter angebetet wurden und welche, auch dass sind reine Mutmaßungen.
Bei Ausgrabungen wurde jedoch die Verwendung der Anlage durch Azteken herausgefunden. Ob und wie sie hier gewohnt, gelebt, gefeiert oder angebetet haben, auch das, reine Vermutung. So wurden Kinderskelette gefunden. Die Wissenschaft geht davon aus, dass diese Kinder den aztekischen Göttern als Gabe dargebracht wurden. Kinder stehen für reine Wesen und da bei den Azteken das Opfern von (reinen) Wesen an der Tagesordnung war, geht die Wissenschaft davon aus, dass es auch hier der Fall war.
Auch die Namen Sonnen- bzw. Mondpyramide sind reine "Erfindungen". Nichts steht geschrieben, nichts ist gefunden. Da die Azteken auch Anhänger der Dualität waren (Gut-Böse, Männlich-Weiblich, Tag-Nacht, Sonne-Mond) geht die Wissenschaft davon aus, dass die größere der beiden Pyramide, die Sonnenpyramide, die männliche und die Mondpyramide die weibliche Dimension des Lebens wiedergibt. Ob dem so war? Keiner weiß es. Die Pyramiden waren ja schon da als die Azteken kamen. Ergo, waren es nicht sie, die diese erbaut haben.
Waren es Ausserirdische? Wer weiß? Woher hatten die Erbauer das Wissen über Architektur und Statik. Woher die Technik so exakte und parallele Wände zu bauen? Bei den Ausgrabungen wurde Quecksilber gefunden. Woher kannten die Erbauer Quecksilber? Mysterien der Menschheit und deren Geschichte!
Nach dem ausgiebigen Besuch der Pyramiden ging es zu einem weiteren Mysterium. Dem Wallfahrtsort "La Virgin de Guadalupe".
Aufgeht's zum Mysterium des Glaubens!Læs mere




























Hallo lieber Cousin, ich begleite Deine wirklich tolle Reise mit großem Interesse ! Eine wunderbare, aber auch kräftezehrende Idee, die Du da umsetzt. Ich freue mich mit Dir über jedes neue Wunder das Du siehst und erlebst! Wenn Du zurück bist , musst Du mir unbedingt persönlich von der Reise erzählen! Noch ganz viele schöne Entdeckungen und Erfahrungen wünsche ich Dir. Bleib gesund und pass auf Dich auf! Cilla [Cilla]
Ding-Dong-DaHallo Cilla, das ist ja schön, dass mich auf meiner Reise begleitest. Und ja, gerne erzähl ich Dir von dem Weltwundern und den Menschen drum herum. Melde mich! Schöne Adventszeit 🎄
Hola Meinrad, genial was du für eine Reise machst. Hab heute paarmal geschaut , ob dein Ankommen in Mexiko schon on ist . Sooo spannend. Bitte weiterhin ausführliche Berichte und dir tolle Erlebnisse. Buenas , fantástico vacaciones . Muchos saludos de Kirchzarten. [Adi Gutmann]
Ding-Dong-DaHallo Adi, freut mich wenn‘s Dir gefällt. Ich find‘s auch spannend. Sehr sogar 😁.
Moin meistro, bin noch im Bett 10h,warte auf neue Geschichten [Kay]