Seelig sind die Glaubenden!
28. november 2025, Mexico ⋅ ⛅ 18 °C
„La Virgin de Guadalupe“!
Auf der Programmbeschreibung der Tour waren zwei Programmpunkte genannt:
Teothiuacan & Basilika der Jungfrau Maria von Guadalupe.
Auf ersteres war ich gespannt und bei Zweitem dachte ich „Na ja, noch ne Kirche“!
Na ja, es war/ist ne Kirche, aber dass mich hier der wichtigste Pilgerort von Mittel- und Südamerika erwartete, das hatte ich nicht erwartet.
Auch als mir Milena in ihrem Englisch etwas zur Geschichte dieses Heiligtums erzählte nahm ich die Dimension garnicht so wahr, denn… …wie gesagt, ihr Englisch und mein Verstehen… …jedenfalls war ich geplättet als wir bei der Basilika ankamen und Devotionalienläden in schieren Massen vorfanden. Und Pilger! In schieren Massen. Der Petersdom in den Amerikas!
Ich hab‘s dann gegoogelt!
O.k., neben Lourdes und Fatima ein weiterer Ort der globalen Marienverehrung. Und das nur, weil ein Indio in der Winterzeit eine Erscheinung Mariens hatte. Nach ursprünglichem Zweifeln von Seiten des Bischofs kam der junge Indio später mit Blumen zurück, die es unmöglich zu dieser Jahreszeit dort geben konnte. Dann war da noch das Bildnis Marias gebannt/gemalt auf einen Leinenstoff eines Mantels. Per se ist Leinenstoff sehr ungeeignet als Malunterlage, aber in diesem Fall ein weiteres Zeichen für ein Wunder!
Wie gesagt, es wurden keine Blinden zu Sehenden, keine Krüppel zu Gehenden, sondern es ist einem Indio die Gottesmutter erschienen.
Ich gebe zu, ich stehe solchen Erscheinungen eher (sehr) skeptisch gegenüber, aber was das mit -glaubenden- Menschen macht ist unglaublich.
Das Bild wurde übrigens mehrfach wissenschaftlich untersucht und es gab keinerlei Hinweise auf einen göttlichen Künstler/Künstlerin. Im Gegenteil. Wer hierzu ebenfalls mehr wissen möchte, bitte googlen.
Was mich fasziniert ist der Glauben der Menschen. Bestens zu sehen hier am Wallfahrtsort der „Jungfrau Maria von Guadalupe“. Pilgergruppen in verschiedensten Bekleidungsformen, aber immer mit dem Bildnis Marias. Eine Männergruppe trug sogar kompletten Marienaltar auf den Schultern.
Menschen, die vieles in Kauf nehmen, die vieles Tun, um ihrem tiefen Glauben Ausdruck zu verleihen. Ob‘s was hilft/bringt?
Tja, einen Gläubigen nach dem Sinn des Glaubens zu fragen, ist so widersinnig wie die Frage ob denn die Sonne tatsächlich im Osten aufginge.
Seelig sind sie die Gläubigen. Denn sie hinterfragen nicht. Sie glauben an ein Wissen, welches es garnicht gibt, welches nicht bewiesen werden kann.
Das ist der Sinn des Glaubens. Von ganzem Herzen an Dinge zu glauben, die nur vom Herzen als wahr und richtig bewertet werden.
Ein weiteres Ereignis, welches als Wunder an diesem Ort gilt, ist das „Überleben“ der Kirche in einem Erdbeben.
In Mexiko City gab es ein Erbeben mit beträchtlich Schäden in der Stadt.
Aber dort, am Ort der Heiligen Jungfrau Maria von Guadalupe, stürzte nichts ein. Der Glaube, gebaut in Stein, hielt Stand.
Zeugnisse des Erdbebens sind deutlich zu sehen. Zum Einen ist der Eingangsbereich der Kirche abgesackt. Beim Betreten der Kirche merkt man deutlich, dass der Boden schief ist und zur Mitte hin ansteigt. Links und rechts an den Kirchenwänden sind große Risse zu erkennen. Von aussen ist deutlich zu erkennen, das das Kirchenportal sich nach vorne neigt.
Die Kirche blieb stehen und steht noch heute!
Ein Wunder!
Die Marienerscheinung war an einem 12. Dezember 1531. Jedes Jahr am 12. Dezember kennt -lt. Milena- die Anzahl Pilger keine Grenzen. Sie strömen zur Basilika aus ganz Lateinamerika. Ausnahmezustand!
Das war Mexiko City. Eine interessante Stadt, die ich aber nicht noch mal haben muss. Der Verkehr ist einfach zu ätzend.
Morgen bzw. heute -bin nämlich schon unterwegs- geht‘s nach Cancun.
Diese Zeilen tippe ich auf Platz 6F sitzend, Flug Nr. AM 524, Mexiko-Cancun, hoch über den Wolken.
Cancun ist für Mexikaner wie Mallorca für die Deutschen. Sommer, Sonne, Strand und Party
Auf mich wartet das 5. Weltwunder:
Die Maya-Stadt Chichén ItzáLæs mere















