Wissen über Japaner Teil 3 + Geschichte kompakt
March 9 in Japan ⋅ 🌙 3 °C
• Gruppenharmonie ist wichtiger als individuelles Rechthaben.
• Schweigen kann Zustimmung, Unsicherheit oder höfliche Zurückhaltung bedeuten.
- freundliches Verhalten heißt oft zuerst: respektvoll, kontrolliert, konfliktvermeidend.
Viele Regeln funktionieren, weil man andere nicht belasten will. Das ist ein anderes Grundgefühl als bloßer Gehorsam.
Die oft bewunderte Ordnung hat auch eine Kehrseite: sozialer Druck, Anpassung, Erschöpfung.
• Freundlichkeit bedeutet nicht automatisch Nähe oder Einladung ins Private.
• Viele Japaner sehen sich selbst keineswegs als „besonders exotisch“, sondern eher als normal – und empfinden westliche Verallgemeinerungen oft als grob.
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Japans Geschichte grob (ohne Gewähr-weil komplex) --> Quelle: Reiseführer Japan von Oliver Hoffmann und Kikue Ryuno
- Besiedlung wohl bereits vor 30.000 Jahren
Linguistische und kulturelle Wurzeln wohl um 8000 v. C.
Besiedlung von heutigem Polynesien oder Russland über die damalige Landbrücke
-Es gab Sammler, klassenlose Gesellschaft
- 300 v. Chr. drängte die Yayoi-Kultur von
Korea auf die japanischen Inseln—— chinesische Kultur quasi
- Trennung von herrschender
Klasse und untergebener agrarwirtschaftlich
orientierter Masse aus. Die Herrschaftselite
war durch Abstammung und
Zugehörigkeit zu einem Clan (Uji) legitimiert,
berief sich auf Ahnengottheiten
und führte die Herrschaftsbezeichnung
des Tennō (Kaiser) ein. (so gehts—> Vermittlung etwas besseres oder göttlicher Abstammung zu sein , und regieren) -zugegeben—> sie haben landwirtschaftliche Techniken mitgebracht.
- ab 538 Buddhismus chin. Prägung (und Literatur, Geschichte und Philosophie eingeführt)
- 645 erster Beamtenstaat
- 894 Abkopplung von China
- ab 1150 ca. Trennung Hofadel und Kriegeradel (Samuraizeit)
- 1274 mongolische Krieger unter Kublai Khan nach Kyūshū setzen über, um Japan zu erobern
-Folge: Vereintes Wehren d. Feudalherren und Kaiserhaus und ein „Götterwind“(ein Taifun) zerstörte grosse Teile der mongolischen Flotte
- Zen- Buddhismus und Boom des religiösen
Bewusstseins und esoterischer
Sekten zu verzeichnen, die sowohl vom
Shogunat als auch vom Kaiserhof unterstützt
wurden.
- folgend: sich bekämpfende Kaiserhöfe
- Mit den Portugiesen trafen 1543 auf
Kyūshū die ersten Europäer ein. Die portugiesischen
und später spanischen Seefahrer
brachten Feuerwaffen und den
christlichen Glauben mit: Wer als Feudalherr
Schusswaffen von den Europäern
erwerben wollte, musste Missionierungsarbeit leisten
- Übergang der Klasse der Samurai in die Klasse
bezahlter Beamter. Die Bauern wurden
entwaffnet
- Japan hatte zur damaligen Zeit schätzungsweise
rund 25 Millionen Einwohner, Christen zählte man rund eine Million
– in etwa so viele wie heute in Japan.
Die Regierung fürchtete die Gefahr einer
schleichenden Kolonialisierung durch
die Missionsarbeit. Zuerst wurden die
Jesuiten 1587 ausgewiesen, anschließend
alle Missionare, ehe das Christentum
gänzlich verboten wurde. Bei Christenverfolgungen
1597 kam es in Nagasaki
zu 26 Kreuzigungen.
- Tokugawa- bzw. Edo-Zeit
(1603–1868): —> 1641 schottete die konservative Politik
„Tokugawas“ (Regierung) Japan vom Rest der Welt ab:
Ausländern wurde die Einreise nach Japan
verboten, Japaner durften nicht ins
Ausland reisen. Die in Japan lebenden
Ausländer wurden ausgewiesen, mit
Ausnahme einiger weniger holländischer
und chinesischer Kaufleute, die
strikt unter den Weisungen des Shogunats
standen und sich ausschließlich in
Nagasaki (auf der aufgeschütteten Insel
Dejima) aufhalten durften. Die Abschottung
des Landes wird als Reaktion
auf die zunehmende Missionierung
durch die Europäer gedeutet,
- Mit der Ausrichtung nach innen wurde
der Kampf gegen das Christentum
forciert, was zum einen zur Tötung von
Priestern führte und zum anderen zu
der Maßnahme, dass sich jeder Japaner
bei einem buddhistischen Tempel registrieren
musste. Die Fortschritte in jener
Zeit lagen vor allem im Ausbau der
Ackerwirtschaft, sodass sich die Fläche
kultivierten Landes verdoppelte. Eine
Zeit des Friedens ermöglichte der Samurai-
Klasse den Übergang zur Zivil- und
Verwaltungsgemeinschaft. Der
strikte Erziehungskodex der Samurai-
Regierung lehrte die Klassenhierarchie
des Feudalstaates (Samurai, Bauer,
Handwerker, Kaufmann), die Loyalität
gegen über der Führung und die Unterordnung
der Individualinteressen unter
die der Familie.
- In den 1850er Jahren öffnete
Japan einige Häfen für den Handel mit
Amerika, Handelsabkommen wurden
mit England, Russland und auch Preußen
geschlossen.
- 1868 markierte auch das Ende des
Feudalstaates, - Japan wurde zur konstitutionellen
Monarchie
- Klassenunterschiede
wurden gesetzlich abgeschafft (Samurai also auch )
- Es begann für Japan das Zeitalter der Industrialisierung
und des wirtschaftlichen
Aufschwungs.
- Für Japan begann das Zeitalter
der Kolonialpolitik und der Expansionskriege.
Aus den Kriegen mit China
(1894/95) und Russland (1904/05) ging
Japan als Sieger hervor. Taiwan und Korea
wurden japanische Kolonien.
- Spätestens 1931 wurde die zunehmende
Militarisierung und Aggressionspolitik
Japans für die Weltöffentlichkeit sichtbar:
Japan besetzte die Mandschurei und
befand sich seit diesem Zeitpunkt bis zur
Kapitulation 1945 im Kriegszustand.
Schon mit der Annektierung Taiwans
und Koreas war der Plan verbunden,
„Asien für die Ostasiaten“ zu sichern
und eine „ostasiatische Wohlstandssphäre“
zu schaffen. In der Mandschurei
etablierte Japan das Kaiserreich Mandschukuo,
eine reine Marionette Tokyos.
- 1937 begann Japan den zweiten Krieg
mit China. Drei Jahre später schloss Japan
mit Deutschland und Italien den
Bündnisvertrag zum Dreimächtepakt
(Achse Berlin-Rom-Tokyo).
- Zusammenmit dem Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion
bereiteten diese Verträge den
Weg für den Angriff auf Pearl Harbour
und die Vereinigten Staaten am 7.12.
1941. Die Expansionspolitik führte ab
1942 zu Kriegen mit den Philippinen,
mit Indochina und Südostasien und aus
japanischer Sicht zu anfänglichen Erfolgen.
Ab 1944 wendete sich das Kriegsgeschehen
zugunsten der Alliierten, und
Japans verzweifelte Versuche, den Krieg
doch noch für sich zu entscheiden, führten
zu großen Opfern. Mithilfe der Kamikaze-
Flieger sollten in den letzten
Kriegstagen beispielsweise die Schiffe
der Alliierten versenkt und von den japanischen
Inseln ferngehalten werden.
Auf Okinawa und anderen Kriegsschauplätzen
führte die Propaganda der Regierung
von barbarischen Alliierten und
Invasoren zu massenhaften Gruppenselbstmorden.
Auf die Atombombenabwürfe
auf Hiroshima am 6.8.1945 und
Nagasaki am 9.8.1945 folgte die Kapitulation
des Landes, die der Tennō im August
1945 verkündete. Japan wurde besetzt
und musste zum ersten Mal in seiner
Geschichte eine fremde Besatzungsmacht
erdulden.
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Japans Wirtschaftskraft rangiert weltweit
auf dem vierten Platz hinter den USA,
China und Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt
betrug 2023 rund 4,2 Billionen
Dollar. Dies darf aber nicht darüber
hinwegtäuschen, dass die japanische
Wirtschaft viele Probleme hat und mit
Rezession, Inflation, Exportschwäche
und Konsumzurückhaltung kämpft. Die
japanische Zentralbank flutet den Markt
immer wieder mit billigem Geld.
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Westliches unternehmerisches
Denken sieht eher vor, Arbeit
und Vergnügen zu trennen und auf den
Vertragstext zu bauen. In Japan ist die
Linie zwischen Arbeit und Vergnügen
eine sehr dünne, soziale Kontakte und
soziales Miteinander sind Voraussetzung
für erfolgreiche wirtschaftliche Beziehungen
Das
lässt sich wohl am ehesten mit Vertrauen
erklären: Nicht der Vertragstext ist
entscheidend, sondern ob dem Geschäftspartner
vertraut werden kann.
Wer Geschäfte in Japan tätigt, wird feststellen,
dass persönliche Abmachungen
die effektivsten sind.
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Die Geburten -
rate im Land fiel 2022 auf das Rekordtief
von 1,26 (Deutschland: 1,46).
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Rund 60 Prozent
der japanischen Wörter waren einst chinesischen
Ursprungs
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